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Fußball vor Ort Fußball: B-Junioren unterliegen VfL Wolfsburg im Niedersachsen-Pokal
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Fußball: B-Junioren unterliegen VfL Wolfsburg im Niedersachsen-Pokal
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21:48 21.08.2013
Nur selten obenauf: Jonas David (schwarzes Trikot) verliert mit Sparta 0:6 gegen Anton Donkor (von Hand verdeckt) und den VfL Wolfsburg. Quelle: Vetter
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Göttingen

Frenetisch wurde bis dahin jede gelungene Aktion der Spartaner beklatscht. Dann riss Robin Ziegele das Publikum mit dem Führungstor für den Junioren-Bundesligisten aus allen Illusionen. Letztlich mussten die B-Junioren der Rot-Weißen in der zweiten Runde des Conti-Niedersachsen-Pokals eine standesgemäße 0:6 (0:2)-Niederlage hinnehmen.

„Wir sind trotzdem zufrieden, zumal die Partie sehr fair verlief“, waren sich Spartas Trainer Andreas Heimbüchel und Mirko Mücke einig. Die Bühne nach dem Abpfiff gehörte aber weder den Göttinger Coaches noch einem ihrer Akteure, sondern einem Heimkehrer: Knapp 30 Freunde und Familienangehörige bereiteten VfL-Spieler Anton Donkor einen gebührenden Empfang in seiner Heimat, Bruder Aaron umarmte ihn gar innig. „Es ist wunderschön, wieder hier zu sein“, sagte Donkor strahlend nach einer Partie, in der er überraschend nicht wie gewohnt in der Innenverteidigung, sondern als Mittelstürmer auflief. Dabei machte der extrem schnelle und athletische 15-Jährige, dessen sportliche Wurzeln beim RSV 05 liegen, eine gute Figur, bereitete das 4:0 und 6:0 der Wölfe vor.

90 Prozent Ballbesitz der Gäste

Immer wieder musste er sich auch am konsequenten Doppeln gegen den Ball beteiligen. Entsprechend schwierig gestaltete sich das Aufbauspiel für Sparta. Das animierte die Platzherren aber keineswegs zu einer Mauer-Taktik. Sie versuchten es immer wieder, und kamen nach langen Bällen auf Carlos Mücke (7.) und Tobias von Werder (60.) immerhin zu zwei Torschüssen.

Viel mehr war bei gefühlten 90 Prozent Ballbesitz der Gäste wohl auch nicht drin. Es mutete mitunter zermürbend an, wie die in der 3-4-3-Formation agierenden Wolfsburger ihre Angriffe vorbereiteten. Dabei keinerlei Scheu kannten, ihren Torwart einzubeziehen. Wenn es sein musste ein zweites oder drittes Mal im gleichen Angriff. Und das ging so lange, bis sich eine Lücke in der Sparta-Abwehr offenbarte, durch die der VfL mit einer für das extrem hohe Tempo beeindruckenden Technik durchstieß. Wenn das der Fall war, blieb den Sparta-Fans meist nur die Hoffnung. Doch die war gestern früh passé.

Startelf Sparta: Strüber – Avon, Reuter, Klank, Behrendt – David, von Werder – Mücke, Saciri, Heimbüchel – Becker. – Bank: Kanbach – Bahr, Hodzic, Koc, Boschke, O. Sengül, C. Sengül. – Tore: 0:1 Ziegele (11.), 0:2 Conde (25.), 0:3 Dallali (42.), 0:4 El-Sale (50.), 0:5, 0:6 Badu (69., 76.). – Besonderes Vorkommnis: Conde schießt Foulelfmeter neben das Tor (9.).

Von Rupert Fabig