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Fußball vor Ort FC Grone nach 1:7 gegen Lenglern und drei Platzverweisen um Normalität bemüht
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort FC Grone nach 1:7 gegen Lenglern und drei Platzverweisen um Normalität bemüht
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18:46 16.09.2013
Drei Platzverweise? „Sowas habe ich noch nie erlebt“: Grones Trainer Goran Andjelkovic. Quelle: SPF
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Grone

In der 72. Minute traf es den Stürmer von Fußball-Bezirksligist FC Grone selbst, er musste mit Gelb-Rot wegen Meckerns vom Platz, und dann mitansehen, wie sein Bruder Yusuf innerhalb von 13 Minuten fünf Tore erzielte und das Ergebnis für die SG Lenglern von einem 2:1 in ein 7:1 verwandelte. Bereits in der 55. Minute sah Daniel Huck die Ampelkarte, Torwart Florian Borrs erhielt glatt Rot wegen Schiedsrichterbeleidigung (73.).

Die Schuld sucht Beyazit aber nicht beim Referee, sondern bei sich selbst. „Ab und an sind Schiri-Entscheidungen schwer zu schlucken, aber ich hätte mich beherrschen müssen“, sagt der Torjäger. Zwar sei die gelb-rote Karte gegen Huck ungerechtfertigt gewesen, weil sein Sturmpartner eines Fouls bezichtigt wurde, das ein anderer Groner Akteur beging. „Dennoch: Danach stand es nur 1:2, und wir waren dem 2:2 näher als Lenglern dem 1:3. Da müssen wir einfach weiterspielen.“

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Frust über schwaches Spiel der Groner

In erster Linie seien die Reaktionen von ihm und Borrs dem Frust über das schwache Spiel der Groner geschuldet, so Beyazit. „Die erste Hälfte  war schlecht. Die beiden müssen sich trotzdem besser im Griff haben“, betont Grones Co-Trainer Sven Galinsky. Dass das Resultat kaum aussagekräftig sei, erklärt sich von selbst: Elf Lenglerner spielten zum Schluss gegen acht Groner, bei denen Feldspieler Ioannis Moisidis im Tor stand.

Viel mehr als das 1:7 ärgert Beyazit, dass nach jeder Niederlage seiner Mannschaft Unkenrufe laut werden. „Jeder sagt, wir müssten als Landesliga-Absteiger sofort wieder hoch. Das ist Unsinn“, erklärt der 32-Jährige. Niemandem sei geholfen, wenn der FC umgehend wieder aufsteigt, denn: „Dafür fehlt im aktuellen Kader einfach das Potenzial.“ Platz zwei bis fünf zum Saisonende sei für die Elf von Goran Andjelkovic realistischer.

Somit gesehen ist der FC Grone mit Platz sechs nach acht Spielen fast im Soll, von einem verpatzten Saisonstart kann nicht die Rede sein. Zumal eine Verletzungsmisere den Kader weiter ausdünnt. Die Stimmung im Team sei gut. Luft nach oben sieht „Ötze“ im Defensivverhalten. „Das fängt vorne bei mir im Sturm an.“

Von Rupert Fabig