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Fußball vor Ort Fußball-Bezirksliga: SCW gewinnt Heimdebüt 5:1 gegen Grone
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Fußball-Bezirksliga: SCW gewinnt Heimdebüt 5:1 gegen Grone
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19:34 11.08.2013
Torjubel: Der SCWer Julian Kratzert (r.) trifft zum 5:1 und erhält dafür von Mike Strauss Streicheleinheiten. Quelle: Theodoro da Silva
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Weende

Während die Schwarz-Weißen feierten, setzte bei der Mannschaft vom Rehbach Ernüchterung ein: Drei Punkte und 3:6 Tore aus zwei Spielen sind für einen Absteiger und Mitaufstiegsfavoriten alles andere als eine gute Bilanz.

Stumm, mit unbeweglicher Miene, saß Goran Andjelkovic nach dem Schlusspfiff auf der Bank und schaute ins Leere. Gerade war sein Team nach ausgeglichener erster Hälfte in den zweiten 45 Minuten gnadenlos vom Gegner ausgekontert worden. Schließlich brach es aus dem FC-Coach heraus: „Die zweite Halbzeit war einfach grottenschlecht. Die Spieler haben ihre Positionen verlassen, völlig die Ordnung aufgegeben. Am Ende sind die Abwehrspieler – wenn überhaupt – nebenher gelaufen, meist standen sie aber nur rum und haben den anderen Ratschläge erteilt. Und vorn? Da war es den Stürmern offensichtlich wichtiger, einen Beinschuss anzubringen, als das Spiel zu gewinnen. Was soll ich sagen – ich bin maßlos enttäuscht, von der Leistung, vor allem aber von der Einstellung. Weende ist keine Übermannschaft – aber die Spieler wollten. Das hat den Unterschied ausgemacht.“

Weender keine überragende Bezirksliga-Mannschaft

Dass die Weender keine überragende Bezirksliga-Mannschaft sind, stimmt und wird auch von ihrem Trainer Marc Zimmermann so gesehen: „Natürlich ist man nach einem solchen Sieg zufrieden. Aber ich sehe auch noch Baustellen – wir müssen besser umschalten und noch mehr über außen kommen. Sowohl die 1:6-Niederlage als auch der 5:1-Sieg sind zu hoch ausgefallen – die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.“

Bemerkenswert war auf jeden Fall, wie der Weender Coach seine Elf nach dem Bremke-Desaster auf die Partie gegen Grone eingestellt hatte. „Wir haben die Niederlage in aller Ruhe analysiert, so etwas wie einen Tritt in den Hintern gibt‘s bei mir nicht.“ Im Übrigen sei eine klare Niederlage weniger ärgerlich als eine knappe: „Bei einem 1:6 ist doch klar, dass der Gegner besser war, bei einem 0:1 oder 1:2 trauert man anschließend den vergebenen Chancen hinterher.“

Ob Andjelkovic das gestrige 1:5 lieber war als es ein 1:2 gewesen wäre? Wahrscheinlich nicht. Immerhin konnte er dem Desaster doch noch etwas Positives abgewinnen: „Vor zwei Jahren haben wir am zweiten Spieltag in Weende 2:5 verloren – am Ende stiegen wir auf.“

SCW: Schwörer, Keuchel, Strauss, Garve, Luchte, Obermann, Rätzel (75. Berg), Westfal (78. Dybowski), Eiffert, Hampel, Blum (68. Kratzert) – FC Grone: Borrs, Eravci (78. Bozkurt), Zani, Schwarze (84. Sidorenko), Lehrke, Huck (63. Medewitz), Hillebrecht, Kroker, Lehrke, Koch, Beyazit.

Tore: 0:1 Beyazit (22.), zieht aus über 25 Metern – nicht ganz unhaltbar – ab und trifft unter die Latte; 1:1 Blum (40.), drückt Vorlage von Rätzel über die Linie, nachdem dieser auf links drei Gegenspieler vernascht hatte; 2:1 Blum (56.), verwandelt nach schnellem Konter Keuchel-Pass direkt; 3:1 Hampel (72.), geht allein aufs Tor zu, umkurvt Borrs und schiebt ein; 4:1 Hampel (83.), überwindet – wieder allein vorm Tor – den herausstürzenden Borrs; 5:1 Kratzert (87.), verwandelt an ihm selbst verwirkten Foulelfmeter sicher.

Von Hauke Rudolph