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Fußball vor Ort Fußball: Bezirksligist SV Germania Breitenberg bleibt hinter den Erwartungen zurück
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Fußball: Bezirksligist SV Germania Breitenberg bleibt hinter den Erwartungen zurück
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20:04 27.06.2013
Lichtblick im Team des SV Germania Breitenberg: der defensive Mittelfeldspieler Niklas Simmert (links).
Lichtblick im Team des SV Germania Breitenberg: der defensive Mittelfeldspieler Niklas Simmert (links). Quelle: Kunze
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Breitenberg

„Viel lief bei uns nicht zusammen. Richtig gut war eigentlich gar nichts. Wir hatten große Verletzungssorgen und bekamen viele rote Karten“, seufzt Dietrich. Immerhin der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sei gut gewesen.

Spielerisch lag bei der Germania jedoch einiges im Argen. Den Abgang von Mittelfeld-Regisseur Daniele Galluzzi, den es vor der Saison zu Oberligist Lupo Martini Wolfsburg zog, konnte der Kader nicht auffangen. „Uns hat ein kreativer, torgefährlicher Spielgestalter gefehlt“, bemängelte Dietrich. Das machte sich speziell auf eigenem Platz bemerkbar. Mit mageren 13 Zählern auf dem Breitenberg stellte der SV Germania das drittschwächste Heimteam der Liga.

Sieben Punkte Vorsprung auf ersten Absteiger

Auswärts lief es etwas besser: Sieben Siege und drei Remis in der Fremde sorgten dafür, dass das Dietrich-Team am Ende sieben Punkte Vorsprung auf den ersten Absteiger SG Denkershausen/Lagershausen hatte. Mit Libero Timo Friedrichs, der elf Treffer erzielte, stellten die Breitenberger immerhin den torgefährlichsten Abwehrspieler der Liga. Luft nach oben sei – wie bei den anderen Leistungsträgern – jedoch auch beim Kapitän gewesen. „Timo weiß das, er ist selbstkritisch genug“, so Dietrich.

Eine positive Entwicklung bescheinigte der Germania-Coach dem defensiven Mittelfeldspieler Niklas Simmert, der oft gemeinsam mit seinem Bruder Benedikt die zentrale Doppel-Sechs bildete. „Niklas hat sich richtig gut gemacht und sich in dieser Saison sehr gesteigert“.

Defensiver agieren

Zukünftig, sagt Dietrich, werde man vielleicht defensiver agieren: „Ich mache mir darüber Gedanken, auch wenn das kein schöner Fußball ist.“ Die zurückliegende Saison habe jedoch gezeigt, dass zu starker Offensivdrang nur selten belohnt würde. Selbst Spitzenmannschaften wie Bad Gandersheim oder Werratal hätten sich vor allem in ihren Auswärtsspielen gegen die Germania weit zurückgezogen, verschoben und in erster Linie auf Fehler gelauert, um dann durch schnelles Umschaltspiel dem Gegner weh zu tun. Die Neuzugänge wie Torwart René Wippermann oder Benjamin Rybicki hätten sich „im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut verkauft“. Von den Leistungsträgern müsse man – auch im Hinblick auf die kommende Saison – jedoch eine Steigerung erwarten, verdeutlicht Dietrich.

Von Christian Roeben