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Fußball vor Ort Landesliga: Landolfshausen/Seulingen feiert, SCW steht vor dem Abstieg
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Landesliga: Landolfshausen/Seulingen feiert, SCW steht vor dem Abstieg
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18:37 14.04.2019
Einsatz pur: Tim Krellmann (l.) vom TSV La/Seu gegen Julian Kratzert (SCW Göttingen). Der TSV gewann das Derby am Ende verdient mit 3:1. Quelle: Helge Schneemann
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Göttingen/Eichsfeld

Bei ungemütlichen äußeren Bedingungen und entsprechenden Platzverhältnissen in Landolfshausen startete das mit Spannung erwartete Derby mit einer Riesenchance für die Göttinger Gäste: Nach einer gut getretenen Kratzert-Ecke verpasste es Maikel König per Kopf aus fünf Metern das 0:1 zu erzielen – Glück für die Gastgeber. Ansonsten kam die Partie, ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel, eher schwer in Tritt.

Zerfahrene Anfangsphase

Viele Zweikämpfe, häufige kleine Foulspiele und eine Vielzahl von Spielern, die Standprobleme mit dem glitschigen Untergrund hatten, prägen die Anfangsphase. Der erste gefährliche Abschluss der Gastgeber kam von Mittelstürmer Patrick Kraus, der aus 17 Metern einfach mal abzog, sein Schuss landet aber über der Querlatte des Gäste-Tores. Knapper war es dann bei einem Freistoß von Ladushan Ravindran (21.), den SCW-Keeper Alexander Krueger zur Ecke parierte. Der Freistoß hatte Folgen für Ravindran, denn der Ex-Weender musste wenig später mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden.

Torchancen auf beiden Seiten waren Mangelware, obgleich der TSV gefährlicher wirkte und in der 27. Minute auch in Führung ging. Nachdem der Abschluss von Kraus abgefälscht wurde, kam der Ball zu Henning Neuhaus und der markierte aus sechs Metern das 1:0 – nicht unverdient. In einer insgesamt fairen Partie, in der Schiedsrichter Liam Draf (Göttingen) nur viermal gelb verteilte, kam Weende kurz vor der Pause zu einer Doppelchance: Zunächst scheiterte Marius Placzek mit einem Fernschuss an TSV-Keeper Marcel Rudolph. Nach der anschließenden Ecke traf Innenverteidiger Jannis Käding per Kopf nur die Latte. Praktisch im Gegenzug nutzte Kraus (38.) die dritte Torchance der Gastgeber zum 2:0 – Effektivität pur. Mit diesem Ergebnis ging es vor knapp 100 Zuschauern auch in die Pause.

Spannung bis in die Nachspielzeit

In den ersten 15 Minuten des zweiten Abschnitts passierte so gut wie gar nichts. Weende wirkte etwas aktiver, ohne jedoch zu zielstrebigen Offensivaktionen zu kommen. Bei der Wehr-Elf, die jetzt clever auf Konter wartete, fehlt oftmals der letzte, entscheidende Pass, wodurch die Partie lange Zeit nicht entschieden war. Das Spiel schien so dahin zu laufen und kaum einer der Beteiligten zweifelte an einem Heimsieg, als die Gastgeber den Anschluss durch Kratzert (80.) selbst vorlegten: Neuhaus und Rudolph mit Abstimmungsproblemen und der SCW-Stürmer sagt Danke –nur noch 2:1.

In den letzten zehn Minuten musste La/Seu noch einmal zittern, denn die Zimmermann-Elf setzte jetzt alles auf eine Karte, wurde aber nicht belohnt. Glück hatte der TSV als Verteidiger Jonas Nolte mit einem Querschläger seinen eigenen Torwart zu einer Glanzparade zwang, der den Ball noch gerade eben über die Latte lenken konnte. In der dritten Minute der Nachspielzeit fiel dann die Entscheidung durch Marius Münter, nachdem ein Konter über den eingewechselten Lukas Kusch gut zu Ende zu gespielt wurde. 3:1 –Abpfiff und wichtige Zähler für Landolfshausen/Seulingen, hingegen wird der Klassenverbleib für den SCW immer unwahrscheinlicher.

„Könnte Abstieg bedeuten“

„Wir haben alles gegeben – mehr ist nicht drin. Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Landolfshausen hat verdient gewonnen. Für uns könnte diese Niederlage der Abstieg bedeuten“, so SCW-Trainer Marc Zimmermann.

„Wir waren das aktivere Team und hatten gute Aktionen. Vor allem haben wir Weende kaum zur Entfaltung kommen lassen. Dadurch, dass wir das dritte Tor nicht gemacht haben, wurde es hinten raus noch einmal eng. Der Sieg gibt Luft, dennoch ist alles noch ganz eng“, sagte TSV-Trainer Wehr.

Von Jan-Philipp Brömsen

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