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Fußball vor Ort Fußball-Kreisliga: Trainer trauen mehreren Mannschaften den Titelgewinn zu
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Fußball-Kreisliga: Trainer trauen mehreren Mannschaften den Titelgewinn zu
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18:01 09.08.2013
Von Michael Geisendorf
Trägt nicht allein die Favoritenbürde: Der Bovender SV mit Brendi Shaqiri (vorne), hier gegen die ebenfalls stark eingeschätzten Groß Ellershäuser mit Sebastian Bierwag. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Die Coaches trauen neben Bovenden noch vier, fünf anderen Mannschaften den Titelgewinn zu. Einig sind sie sich, dass die Liga gegenüber der vergangenen Saison stärker und ausgeglichener besetzt ist.

SV RW Harste – DSC Dransfeld. Harstes Trainer Martin Wagenknecht sieht die SG Bergdörfer, die zum Auftakt Hertha Hilkerode empfängt, als härtesten Konkurrenten der Bovender. Doch auch der FC Lindenberg-Adelebsen ist für ihn ein heißer Meisterschaftskandidat. Mit der eigenen Mannschaft strebt er einen sicheren Mittelfeldplatz an. „Wir sind besser aufgestellt als letzte Saison und hoffen, dass wir nicht wieder bis zum Schluss zittern müssen“, sagt Wagenknecht. Vor Aufsteiger Dransfeld hat er gehörigen Respekt: „Es ist schön, dass wir mit einem Heimspiel beginnen. Aber in Dransfeld herrscht große Euphorie. Außerdem hat der DSC die SG Bergdörfer aus dem Pokal geworfen.“

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DSC-Coach Helmut Rehbock, für den Bovenden, Groß Schneen, Groß Ellershausen und Lindenberg-Adelebsen die Favoriten sind, blickt dem Saisonstart erwartungsfroh entgegen: „Wir freuen uns, in dieser Klasse spielen zu dürfen, hoffen, sie halten  und einigen Favoriten ein Bein stellen zu können.“

FC Mingerode – FC Hainberg II. Unvoreingenommen und locker wollen SCH-Coach Christian Dreher und sein Aufsteiger-Team in die neue Klasse starten. „Für uns ist das ein großes Event. Wir kennen keinen, und keiner kennt uns. Das kann von Vorteil sein“, glaubt Dreher, für den die SG Bergdörfer der Top-Favorit ist. Er weiß, dass Gastgeber Mingerode ein dicker Brocken ist, hat aber alle Mann an Bord und traut seiner Mannschaft durchaus eine Überraschung zu.

FC Lindenberg-AdelebsenDJK Desingerode. FC-Spielertrainer Björn Nolte glaubt, dass seiner Mannschaft nach Rang drei in der vorigen Saison erneut den Sprung in die Top three schaffen kann, „wenn es so gut läuft wie in der Rückrunde“. Anwärter auf die ersten drei Plätze sind für ihn allerdings Bergdörfer, Seeburg und Bovenden. Bei der Reihenfolge möchte er sich aber nicht festlegen. Desingerode kennt er als unbequemes, kampfstarkes Team: „Aber es ist ein Heimspiel, und das wollen wir gewinnen.“

SV Groß Ellershausen/Hetjershausen – SV Seeburg. Seeburg und Bovenden führen auch beim neuen Groß Ellershäuser Coach Matthias Knauf die Hitliste an. Bei den eigenen Zielen bleibt er bescheiden: „Wir wollen den Abstand zur Spitze verringern und im zweiten Jahr weiter oben angreifen. Erst einmal müssen zehn alte und neue Spieler eine Mannschaft werden.“ Dass mit Bezirksliga-Absteiger Seeburg gleich zu Beginn ein Schwergewicht wartet, findet Knauf in Ordnung. Es sei eine gute Orientierungshilfe für die eigene Stärke.

SVG II – TSV Groß Schneen. SVG-Coach Kenan Masic freut sich, dass Torjäger Terrance Roy rechtzeitig zum Saisonstart wieder fit ist und er in Bestbesetzung auflaufen kann. Die typische Aufsteiger-Zielsetzung – „Wir wollen die Klasse halten“ – relativiert Masic umgehend: „Ich kenne die Klasse nicht, denke aber, wir können einen einstelligen Platz erreichen“, glaubt der Coach, der gegen Groß Schneen  auf Sieg spielen will. Masic' Titelkandidaten Bergdörfer, Bovenden, FCLA und Seeburg stimmen mit denen seines Groß Schneer Kollegen Michael Tappe überein. Sein Saisonziel hat er klar vor Augen: „Wir wollen uns weiter stabilisieren und einen guten  Mittelfeldplatz belegen.“

GW Hagenberg – Bovender SV. Für Hagenbergs Trainer Holger Lagershausen gibt es hingegen nur einen Top-Favoriten: Auftaktgegner Bovenden. Er ist dankbar, dass sich der BSV auf einen Heimrecht-Tausch eingelassen hat, so dass die Grün-Weißen das Match gegen den Titelkandidaten als Highlight ihrer Sportwoche präsentieren können. „Noch mehr freuen würde ich mich, wenn ich nicht verletzungsbedingt auf sechs Stammspieler verzichten müsste“, bedauert Lagershausen, der nicht wieder in der Abstiegszone zittern möchte und einen einstelligen Tabellenplatz anstrebt.

Bovendens Coach Jelle Brinkwerth ist froh, dass sein Team von den meisten Konkurrenten nicht in die Überflieger-Position gehievt wird. „Das entspricht auch den Tatsachen“, unterstreicht der bisherige 05-Trainer, der Groß Ellershausen, Seeburg, Bergdörfer, Lindenberg-Adelebsen und Groß Schneen als etwa gleichstark einschätzt. Brinkwerth: „Es reicht ja nicht, gute Spieler zu haben. Unser vorrangiges Ziel ist es, eine Mannschaft zu werden, dann sehen wir, was möglich ist.“ Die Vorgabe des BSV-Vorstandes sei nicht, um jeden Preis Meister zu werden. „Da sind wir vorsichtiger geworden.“