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Fußball vor Ort Fußball-Oberliga: Abstiegsbedrohter 1. SC Göttingen 05 hat Heimspiel
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18:52 11.04.2014
Meistens der Turm in der Abwehrschlacht: 05-Kapitän Christian Horst (rechts), hier gegen den TSV Ottersberg. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Spielbeginn im Jahnstadion ist um 15 Uhr. Die Chancen gegen die Gäste aus Egestorf stehen momentan nicht schlecht, und das nicht nur weil Germania am vergangenen Wochenende eine 1:2-Heimniederlage gegen den Tabellenzwölften VfL Oldenburg einstecken musste.

In der Presse war zum Ende der Woche zu lesen, dass Egestorf mit einer Notelf anreist: Die Verantwortlichen des Klubs rechnen für die Partie in Göttingen mit bis zu zehn Ausfällen, darunter einige Leistungsträger. Unter anderem sollen vier A-Junioren im Kader stehen. „Das wird kein einfaches Spiel“, wird Germania-Trainer Jan Zimmermann zitiert.

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Diese Nachricht dürfte Wasser auf die Mühlen der 05-Fans sein, denn bei einer weiteren Niederlage wäre der Klassenverbleib nicht mehr als ein theoretisches Konstrukt. „So lange, wie es rechnerisch möglich ist, werden wir nicht aufgeben“, gibt sich 05-Kapitän Christian Horst kämpferisch.

Zwar fehlen beim Gastgeber mit Thorben Rudolph, der nach seiner fünften gelben Karte gegen Egestorf aussetzt, und dem noch für zwei Spiele rotgesperrten Torhüter Niko Wolany ebenfalls zwei wichtige Akteure, und auch Stürmer Robert Crespo hat unter der Woche nur Lauftraining absolviert.

Fünfte Gelbe Karte droht

„Doch sonst sind alle da“, sagt Horst, der jedoch ebenfalls aufpassen muss: Er und Patric Förtsch haben bereits vier gelbe Karten gesammelt.

Mit den Gästen hat 05 aus dem Hinspiel noch ein Hühnchen zu rupfen: „Bis zur 80. Minute lief es super und wir führten mit 2:1“, erinnert sich Horst. Dann habe Grzegorz Podolczak eine 100-prozentige Chance vergeben, 05 einen Gegentreffer kassiert und kurz vor Schluss auch noch einen Strafstoß zum 2:3 – der Gastgeber sinnt am Sonntag auf Revanche.

Nicht unbedingt motivationsfördernd war allerdings die 2:4-Niederlage nach einer 2:0-Führung in Lüneburg. „65 Minuten waren super, dann bekommen wir ein blödes Gegentor nach einer langen Flanke und verlieren komplett den Faden“, sagt Horst im Blick zurück.

Viele junge Spieler

„Es war vielleicht Unsicherheit, die Angst vor Fehlern.“ Außerdem dürfe nicht vergessen werden, dass dem Team viele junge Spieler angehören, „die nicht wissen, wir man mit so einer Situation umgehen muss“.

Doch deprimiert sei bei 05 niemand, unterstreicht Horst. „Das war ärgerlich, aber ein Sieg in Lüneburg hat eh’ niemand von uns erwartet.“ Es sei durchaus möglich, acht Punkte in sieben Begegnungen aufzuholen, zumal 05 in den Partien dieses Jahres „bis auf Uphusen jedes Spiel super gespielt hat. Wir müssen einfach an uns glauben und das Quäntchen Glück haben.“

05-Vizepräsident Jens Handkammer ließ unterdessen durchblicken, dass sich die für die 17. Kalenderwoche (21. bis 27. April) geplante Mitgliederversammlung verzögern könnte. „Das könnte sich durchaus noch verschieben“, sagte Handkammer. Am Wochenende sollen im Hinblick auf die Versammlung „finale Dinge“ vorbereitet werden. „Die Handlungsfähigkeit des Vereins ist in keinster Weise gefährdet“, betonte der 05-Vizepräsident.

Von Eduard Warda