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Fußball vor Ort Fußball-Sparkassen-Cup: Groß Schneen schlägt Grone deutlich
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08:56 15.07.2013
Auch in der Luft stark: Bremkes Torschütze Fabian Kobold (l.) gegen Lenglerns Jan-Paul Kleinschmidt.
Auch in der Luft stark: Bremkes Torschütze Fabian Kobold (l.) gegen Lenglerns Jan-Paul Kleinschmidt. Quelle: Pförtner
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Grone

Im zweiten Gruppenspiel gelang dem TSV Bremke/Ischenrode ein hart erkämpftes 2:0 (0:0) gegen die SG Lenglern.

In der Begegnung des Kreisligisten-Siebten der vergangenen Saison gegen den Landesliga-Absteiger und Bezirksliga-Titelfavoriten verliefen nur die ersten knapp zehn Minuten so, wie der wohl überwiegende Teil der 200 Zuschauer erwartet hatte: Grone machte das Spiel und kam zu Chancen, wobei die größte von Özkan „Ötze“ Beyazit vergeben wurde, der am blitzschnell reagierenden TSV-Keeper Sven Sauermann scheiterte.

Nachdem Maik Schulze den Außenseiter überraschend in Führung geschossen hatte (10.), lief bei den Platzherren nicht mehr viel zusammen. Zwar waren sie stets feldüberlegen, konnten sich allerdings so gut wie überhaupt keine Möglichkeiten mehr erspielen.

Anders das Team von Neu-Trainer Michael Tappe, das die Räume eng machte, geschickt verschob und vorne konsequent seine Chancen suchte. Von denen ergaben sich dann auch eine ganze Reihe, und dreimal durfte der Außenseiter noch jubeln, und zwar in Minute 62(Dennis Kurth), 64 (Florian Berg) sowie 86 (Benny Trantau).

Bremke hatte nichts entgegenzusetzen

„Es war ein sensationeller Einstand“, jubelte Tappe nach dem Abpfiff, „wir haben taktisch alles richtig gemacht und sind als komplettes Team aufgetreten.“

FC-Teammanager Sven Galinsky, der den im Ostsee-Urlaub weilenden Goran Andjelkovic auf der Bank vertrat, war selbstverständlich nicht zufrieden, aber auch nicht wirklich sauer: „Uns steckten vier harte Trainingseinheiten, die wir innerhalb von fünf Tagen absolviert hatten, in den Knochen – da fehlt schon mal die Spritzigkeit.

Das Ergebnis ist natürlich nicht schön, aber jetzt wissen wir zumindest, dass wir noch eine ganze Menge mehr tun müssen.“

In der zweiten Begegnung des Nachmittags machte die SG Lenglern in den ersten 20 Minuten das, was sie in fast allen Spielen der vergangenen  Kreisliga-Saison getan hatte: Sie beherrschte den Gegner völlig. Bremke hatte dem Angriffswirbel des Bezirksliga-Aufsteigers nichts entgegenzusetzen und konnte von Glück reden, nicht mit mehreren Toren im Rückstand zu liegen.

Kurios: Trotzdem wäre der Bezirksliga-Neunte der vergangenen Saison fast in Führung gegangen, doch Sascha Dierks Hammer prallte vom Innenpfosten in die Arme von SG-Schlussmann Bastian Hellmich (25.).

In der zweiten Hälfte passierte zunächst nicht viel, bis die Kräfte zu schwanden begannen. Und zwar auf Bremker Seite bei Björn Denecke, der am Freitag geheiratet hatte und „noch ein wenig erschöpft“ war, wie er es ausdrückte.

Nach der Umstellung lief es besser

Bei der SG dagegen bei fast allen Akteuren, welche samt und sonders über die gesamten 90 Minuten gehen mussten, weil keine Ersatzspieler zur Verfügung standen. So wurde der TSV am Ende immer stärker, was Fabian Kobold zweimal nutzte, und zwar jeweils mit einem Flachschuss aus der Distanz (71., 83.).

„Fürs erste Spiel war es ganz ordentlich“, befand TSV-Coach Ralf Stieg, „am Anfang standen wir stark unter Druck, aber nachdem wir die Viererkette umgestellt hatten, lief es sofort besser.“ Lenglerns Coach Dirk Tauber gewann dem Duell trotz der Niederlage ausschließlich Positives ab: „Ich bin mit der Leistung vollauf zufrieden.“

Am Tag zuvor hatte er zusammen mit der ganzen Mannschaft eine traurige Pflicht erfüllt und den langjährigen Team-Betreuer Otto Kronhardt zu Grabe getragen. Vor dem Anpfiff gab es für den im Alter von 67 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit Verstorbenen eine Schweigeminute.

Von Hauke Rudolph