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Fußball vor Ort Girls Kick: 61 Schulen aus Stadt und Landkreis messen sich
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Girls Kick: 61 Schulen aus Stadt und Landkreis messen sich
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16:08 12.06.2013
Mädchen, wohin man blickt: Über 600 Fußballspielerinnen spielen beim Girls Kick auf acht Kleinfeldplätzen auf dem Gelände des Sportzentrums der Universität. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Diejenigen, die nicht gerade engagiert übers Spielfeld hetzen oder ihre Tore ausgelassen bejubeln, testen ihre Schusskraft, spielen informell oder absolvieren Fitnesstests.

Über 600 Mädchen aus 61 Schulen aus Stadt und Landkreis kicken um die Titel bei der achten Auflage. Den Siegerpokal in der jüngeren Altersklasse (AK) I sichern sich die „Girls 2 Go Theo 1“ vom Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium durch einen 1:0-Sieg über „Die Smilies“ von der KGS Moringen. Mit dem gleichen knappen Resultat gewinnen „Die Chicas“ von der IGS Bovenden in der AK II im Endspiel gegen „Die wilden Ursulinen“ von der St.-Ursula-Schule in Duderstadt.

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Optimale Raumaufteilung auf kleinem Feld

Dass auf acht kleinen Feldern gespielt wird, sei in erster Linie der Vielzahl an Mannschaften geschuldet, die jüngere AK ist komplett ausgebucht, erklärt Organisatorin Sandra Hallmann. Das bringt allerdings zugleich den Vorteil mit sich, dass die Spielerinnen auf eine optimale Raumaufteilung achten müssen und zudem öfters in den Genuss von Erfolgserlebnissen in Form von Toren kommen. „Das hat sich bewährt und ist ein Grund dafür, dass die Qualität von Jahr zu Jahr steigt“, sagt Hallmann.

Hohe Teilnehmerzahl bereitet Sorgen

Der Trend, dass immer mehr Vereinsspielerinnen am Girls Kick teilnehmen, bereitet Reinhard Nothdurft ein wenig Sorgen. „Beim Girls Kick sollte der Leistungsgedanke nicht im Vordergrund stehen. Hier sollten einfach alle Mädchen, die Lust haben, spielen können“, sagt der erfahrene Sportlehrer am Hainberg-Gymnasium, und erhält dabei Unterstützung vom sportinteressierten Allrounder Steven Ruhstrat, der die Auswahl des Felix-Klein-Gymnasiums betreut und dies ähnlich sieht.

Auch halte er nicht viel davon, dass die Teams während der Spiele von Lehrern gecoacht werden, so Nothdurft. Er überlasse das seinen Schülerinnen selbst, die dadurch ein gesteigertes Gemeinschaftsgefühl entwickeln und sich in der Selbstorganisation üben.

Gezieltes Training an den Schulen

Hallmann gibt ihm in einem Punkt Recht. „Wenn hier Vereinstrainer rumlaufen und gezielt nach Talenten suchen, ist das unangebracht.“ Ein gezieltes Training in der Schule sei hingegen äußerst positiv zu werten. Dafür werden eigens sogenannte Schulsportassistentinnen (SSA) ausgebildet. Im besten Fall leiten diese dann Arbeitsgemeinschaften und organisieren kleinere Turniere der Schulen untereinander.

Celine Schäfer und Romina Grabowski sind schon seit 2011 SSAs an der Albert-Schweitzer-Schule in Adelebsen. „Es macht Spaß und stärkt unser Selbstbewusstsein“, erläutert Romina. Für Celine, die Trainerin einer E-Juniorinnen-Mannschaft beim FC Lindenberg-Adelebsen ist, stellt der Girls Kick den Höhepunkt einer jeden Saison dar.

Von Rupert Fabig

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