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Fußball vor Ort Holger Faupel vom Tuspo Weende tritt bei WM-Qualifikation an
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Holger Faupel vom Tuspo Weende tritt bei WM-Qualifikation an
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17:17 29.05.2014
Pfeilschnell unterwegs: Holger Faupel vom Tuspo Weende auf seiner Zeitfahrmaschine. Quelle: Move100
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Göttingen

Vorausgesetzt er qualifiziert sich, trifft er dort unter anderem auf das ehemalige Tour-de-France-Idol Laurent Jalabert.

Für Faupel wäre es die dritte WM-Teilnahme. 2012 in Südafrika wurde er im Finale der Zeitfahrer Sechster, im vergangenen Jahr im italienischen Trento fuhr er auf den achten Platz. „Diesmal will ich unbedingt aufs Podium. Das habe ich mir fest vorgenommen“, sagt der Radsportler.

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Doch zunächst einmal steht die Qualifikation auf dem Programm. Am gestrigen Donnerstag gab es in Kopenhagen eine Besichtigung der Strecke, auf der 2011 die Zeitfahr-WM der Profis ausgetragen wurde. Mit dem Kampf gegen die Uhr ist es für Faupel in Dänemark allerdings noch nicht getan:

Nach einem Ruhetag am Sonnabend nimmt der 49-Jährige auch noch am Sonntag an der Qualifikation für das Straßenrennen teil, dessen Strecke von Kopenhagen nach Helsingör führt.

Vorbereitung im SVG-Stadion

Einen großen Teil der Vorbereitung auf das Rad-Spektakel absolvierte Faupel auf der Radbahn im SVG-Stadion. Ein Hauptgrund dafür ist die eigene Sicherheit. „Mit der Zeitfahrmaschine bin ich 40 bis 50 Stundenkilometer schnell, und Autofahrer können so eine Geschwindigkeit überhaupt nicht einschätzen“, berichtet der Radsportler. „Auf der Göttinger Bahn habe ich keinen Verkehr und kann gefahrlos trainieren.“

Im Stadion am Sandweg hat er in der jüngeren Vergangenheit zweimal wöchentlich am Abend Einheiten absolviert, unter anderem um dem Training der SVG-Fußballteams aus dem Weg zu gehen. „Mit den Leuten von der SVG habe ich das gut abstimmen können“, berichtet Faupel.

Je nach Ausstattung kostet eine Zeitfahrmaschine, wie er sie fährt, 7000 bis 7500 Euro. Rechnet man etwa die Kosten für An- und Abreise zu Weltmeisterschaften dazu, wird der Radsport „ein sehr teures Hobby“, unterstreicht Faupel.

Hobbyfahrer außen vor

Zum ersten Mal sind bei der WM-Qualifikation reine Hobbyfahrer außen vor. Gestartet werden darf nur mit einer Lizenz – „es wird eine reine Amateur-WM“, erläutert der 49-Jährige, der seit seiner ersten Teilnahme in der Altersklasse der 44- bis 49-Jährigen für den Tuspo Weende startet. Seit einiger Zeit fahren außerdem immer mehr Ex-Profis bei der Amateur-WM.

In diesem Jahr ist unter anderem der Franzose Laurent Jalabert dabei, 1997 Zeitfahr-Weltmeister der Profis.

„Gegen solche Fahrer anzutreten, ist ein fantastisches Gefühl, eine ganz tolle Geschichte“, sagt Faupel, der heute äußerst selbstbewusst antritt. „Die Quali werde ich sicherlich problemlos schaffen“, sagt er. Sollte alles klappen, wie er sich das vorstellt, wird er in Ljubljana von seiner Frau angefeuert werden.

Die war bereits im vergangenen Jahr in Trento dabei. Südafrika vor zwei Jahren ließ sie allerdings aus. „Da waren ihr zu viele Krabbeltiere“, sagt Faupel schmunzelnd.