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Fußball vor Ort Groner Kunstrasenplatz zu teuer
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Groner Kunstrasenplatz zu teuer
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18:42 06.03.2012
Objekt der Begierde: Kunstrasenplatz, hier in Duderstadt.
Objekt der Begierde: Kunstrasenplatz, hier in Duderstadt. Quelle: Straubel
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Göttingen

Der FC-Vorsitzende Rainer Skibbe hatte im Tageblatt darauf hingewiesen, dass Grone „einen großen Schein mit hinlegen“ würde. Er erhoffte sich noch in diesem Jahr eine Entscheidung pro Kunstrasenplatz.

„Der Druck des FC Grone ist größer als das öffentliche Bedürfnis nach Veränderung“, mutmaßt Frey gegenüber dem Tageblatt. Darüber hinaus „wollen eigentlich alle Klubs einen Kunstrasenplatz“ – neben Grone unter anderem die SVG, und auch im Maschpark, wo der JFV Göttingen spielt, soll einer entstehen. „So ein Plätzchen kostet netto 400 000 bis 450 000 Euro.Das sind Summen, die nicht einfach so in der Portokasse rumliegen“, so Frey.

Als vor sechs Jahren unter anderem der Weender und der Greitweg-Kunstrasen gebaut wurden, hätten sich die Kosten auf jeweils rund 300 000 Euro belaufen. Seitdem seien die Preise gestiegen, denn Kunstrasenplätze „verkaufen sich deutschlandweit wie geschnitten Brot, und in sechs Jahren ist nichts billiger geworden“. Außerdem seien die Areale in Weende oder auch am Jahnstadion relativ klein. Im Maschpark habe man aber 110 bis 115 Meter Länge und eine Tiefe von 70 Metern. Bei großen Plätzen sei man heute schnell bei 700 000 bis 800 000 Euro Kosten, „es ist halt ein Unterschied, ob man 6500 oder 7500 Quadratmeter baut“.

Kunstrasen im Maschpark?

Im Hinblick auf Gerüchte, dass der Kunstrasenplatz im Maschpark schon beschlossene Sache sei, spricht Frey von „Radio Eriwan“ – einer freien Erfindung. Beabsichtigt sei, betont  er, dass beim Verkauf von städtischem Grund für Gewerbezwecke ein Kunstrasenplatz gebaut wird. Voraussetzung ist, dass ein Teil des Sportareals betroffen ist. „Man sagt: Wenn wir einen Teil aufgeben, rüsten wir die Fläche auf, so dass sie im Sommer und Winter bespielbar ist, zumal sie mit einer Trainingsbeleuchtung ausgestattet ist.“

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings doch für den FC Grone: Vor sechs Jahren, berichtet Frey, seien vier Kunstrasenplätze (BSA Weende, BSA Greitweg, kleiner und großer Kunstrasenplatz am Jahnstadion) im Paket gebaut worden. „Das war damals ein größeres Auftragsvolumen, und der Hersteller ist deshalb an den Preis rangegangen.“ Komme es mittelfristig dazu, dass mehrere Kunstrasenplätze gleichzeitig gebaut werden, „ist auch im Preis was drin“. Bis dahin gilt: „Der Schein, den der FC Grone hinlegen will, müsste schon ziemlich groß sein.“

Von Eduard Warda