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Fußball vor Ort Hallenfußball: Eintracht Braunschweig gewinnt Mobilcom-Debitel-Cup
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Hallenfußball: Eintracht Braunschweig gewinnt Mobilcom-Debitel-Cup
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19:51 23.12.2013
Artistische Ballannahme: Sparta-Spieler Jonas David (links) gegen Jan Kuhle vom FC St. Pauli.
Artistische Ballannahme: Sparta-Spieler Jonas David (links) gegen Jan Kuhle vom FC St. Pauli. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Die erste Auflage des mit zehn Teilnehmern ausgerichteten Cups überzeugte: Es herrschten gute Spielbedingungen, es wurde sehr ordentlicher Fußball geboten und die Veranstalter hatten ein attraktives Feld zusammengestellt. Unter anderem trat die litauische Nationalmannschaft an. Die Ränge waren mit bis zu 600 Zuschauern gut gefüllt, wohl mit ein Grund dafür, dass 05-Präsident Hans-Jörg Ehrlich ankündigte, die Veranstaltung auch 2014 ausrichten zu wollen.

Gespielt wurde zunächst in zwei Gruppen á fünf Teams, anschließend wurden die Halbfinals ausgetragen. In der ersten Gruppe setzte sich der spätere Turniersieger aus Braunschweig mit vier  klaren Siegen locker durch.

Um Platz zwei gab es zwischen 05 und Hannover 96 ein richtiges Endspiel, wobei die SCer den Vorteil hatten, dass ihnen aufgrund des besseren Torverhältnisses bereits ein Remis für den zweiten Platz reichte.

„Man sieht deutlich, dass die Qualität fehlt“

Doch wer geglaubt hätte, das Team von Coach Jan-Philipp Brömsen würde es dementsprechend vorsichtig angehen lassen, sah sich getäuscht: Mit 4:2 fegten die Gastgeber 96 aus der Halle und zogen verdient ins Semifinale ein. Das erreichte auch Sparta, und zwar mit vier Siegen, von denen nur der gegen St. Pauli (3:2) knapp ausfiel.

Für einige kam das Abschneiden des Greitweg-Teams überraschend, für andere nicht: „Die sind die Einzigen, die mit ihrem 97er-, also dem älteren Jahrgang, hier sind“, verriet ein Insider. Aber auch er rieb sich wie die meisten Zuschauer verwundert die Augen ob des Auftretens der litauischen Nationalmannschaft: Die Balten verloren alle ihrer vier Spiele.

„Das ist doch nur eine Regionalauswahl“, glaubte St.-Pauli-Coach Hansi Bargfrede, in den 80er-Jahren Spielmacher des legendären Kiez-Clubs. „Man sieht deutlich, dass die Qualität fehlt.“ „Nein“, widersprach Arunas Zekas, Trainer der A-Junioren des 1. SC 05, „Das ist eine richtig gute Truppe.

Extrem umkämpftes Halbfinale

Die haben allerdings eine 24-stündige Anfahrt in den Knochen und sowohl Freitag als auch Sonnabend gespielt, sind also total geschafft.“ Ob nun Nationalspieler oder nicht: Die Gäste aus dem Baltikum traten sehr diszipliniert und bescheiden auf, da könnte sich mancher hierzulande lebende Jugendliche eine Scheibe von abschneiden.

In einem extrem umkämpften Halbfinale, in dem für kurze Zeit jeweils zwei Spieler beider Teams gleichzeitig Zwei-Minuten-Strafen abbrummen mussten, besiegte Braunschweig St. Pauli mit 3:2. Anschließend putzte Sparta den 1. SC mit 3:0, wobei ein SC-Spieler mit einer völlig unnötigen Zeitstrafe wegen wiederholten Meckerns sein Team entscheidend schwächte.

Das Spiel um Platz drei gewann St. Pauli gegen 05 mit 5:1. Ebenso deutlich ging das Endspiel aus: Braunschweig schlug Sparta 4:0. Zum besten Spieler des Turniers wurde anschließend ein Eintracht-Akteur gewählt, wobei Hansi Bargfrede das anders sah: „Mir hat Spartas Marcel Heimbüchel richtig gut gefallen.“

Von Hauke Rudolph