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I. SC Göttingen 05 gewinnt auswärts, SC Hainberg holt ersten Punkt

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18:44 05.09.2021
Yusuf Yazici (M.) vom TSV LaSeu hat es schwer, an den beiden Braunschweiger Spielern vorbeizukommen.
Yusuf Yazici (M.) vom TSV LaSeu hat es schwer, an den beiden Braunschweiger Spielern vorbeizukommen. Quelle: foto: Helge Schneemann
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Göttingen

Der I. SC Göttingen 05 bleibt nach einem Auswärtssieg – aus heimischer Sicht – das beste Team in der Fußball-Landesliga mit nunmehr zwei Siegen aus drei Spielen. Dagegen musste der TSV Landolfshausen/Seulingen seinen bis dahin punktlosen Gegner an sich vorbeiziehen lassen. Erneut nur einen Punkt holte der SSV Nörten-Hardenberg, dem es im Moment nicht gelingt, seine spielerische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Auch der SC Hainberg sicherte sich einen Punkt trotz vieler Torchancen.

SV GW Calberlah – I. SC Göttingen 05 1:2 (0:1). In der ersten Druckphase der Schwarz-Gelben fiel auch – „folgerichtig“, so Trainer Kevin Martin – das 1:0. Einen Schnittstellen-Pass von Norick Florschütz verwandelte Bent Friebe nach zwölf Minuten zum Führungstreffer. „In dieser Phase waren wir zweikampfstärker und drückend überlegen“, berichtete Martin. Ab der 25. Minute kamen die Gastgeber besser ins Spiel, 05 erspielte sich keine Chancen mehr. „In der Halbzeit habe ich mehr von den Spielern gefordert“, sagte der 05-Coach, der statt einer Erhöhung der Führung aber den Ausgleich mit ansehen musste.

Ein eigentlich schon von der Abwehr geklärter Ball landete bei den Platzherren, die mit einer genauen Flanke in den Strafraum den Torschützen bedienten. „Danach sind wir zehn Minuten ins Schwimmen geraten, hatten echt höchste Not“, so Martin. Seine Co-Trainerin Annabelle Winkelmann ergänzte: „In dieser Phase hat man dann aber auch gesehen, dass wir im Vergleich zur Vorwoche doch schon einen kleinen Schritt nach vorn gemacht haben.“ Die Göttinger fingen sich wieder und erzielten in der Schlussphase den Siegtreffer. Jannis Wenzel stand bei einem Freistoß-Abpraller von Florschütz genau richtig und machte das Tor. Für den Kapitän war es nach längerer Verletzungspause ein starkes Comeback im Team.

Sorgen bereitete dem Coach dagegen eine Verletzung im Hüft- oder Rückenbereich von Jonah Wenzel, der schon nach sieben Minuten den Platz verlassen musste. Der Notarztwagen war vor Ort, hat den jungen Spieler dann aber doch nicht mitgenommen. „Für uns waren es drei wichtige Punkte – angesichts des schwierigen Programms in den kommenden Wochen“, sagte Martin mit Blick auf den nächsten Gegner Schöningen, der Bad Harzburg 6:0 vom Platz fegte. – Tore: 0:1 Friebe (12.), 1:1 Plagge (50.), 1:2 Jannis Wenzel (80.).

TSV Landolfshausen/Seulingen – TSC Vahdet Braunschweig 0:3 (0:1). Den Platzherren ist es schwer gefallen, die Ausfälle zu kompensieren – das berichtete Trainer Florian Jünemann. Er sprach vom „erschwerten Weg zum Tor, den wir im Moment nicht so richtig hinbekommen“ und nannte damit das derzeit größte Problem des TSV LaSeu an: Die Mannschaft erspielt sich zu wenige Möglichkeiten. „Vor dem Tor fehlt einfach die Entschlossenheit, da sind wir zu verspielt, wird der Ball lieber noch einmal quer gespielt.“ An dieser Abschlussschwäche gilt es jetzt im Training zu arbeiten. „Die Spieler müssen wieder mehr Selbstbewusstsein bekommen und die Pille mal wieder einfach in die Bude bekommen“, fordert Jünemann, der mit der Abwehrleistung seines Teams – trotz der drei Gegentreffer – zufrieden war. „Wir stehen kompakt und gut“, sieht er in diesem Mannschaftsteil nicht den größten Verbesserungsbedarf. – Tore: 0:1 Ugrac (29.), 0:2 Ayaz (66.), 0:3 Demiri (90.+4).

BSC Acosta – SSV Nörten-Hardenberg 1:1 (1:1). Nach fünf Minuten stand schon ein verschossener Foulelfmeter beim SSV zu Buche. „Wir waren wieder feldüberlegen, haben wieder ein hervorragendes Spiel gemacht, aber auch erneut dickste Chancen liegen gelassen. Das ist echt fahrlässig, was wir geboten haben“, ärgerte sich SSV-Trainer Jan Diederich nach dem Spiel. „Am Ende konnten wir froh sein, bei den Standards nicht noch ein weiteres Gegentor kassiert zu haben. Nach den letzten beiden Spielen hätten wir schon vier Punkte mehr auf dem Konto haben können“, rechnete der Coach vor, der sogar noch um Keeper Dennis Koch bangen musste. Er hatte sich einen Finger ausgekugelt, musste aber die Partie zu Ende spielen, weil kein zweiter Torhüter auf der Bank saß. – Tore: 0:1 Psotta (33.), 1:1 Römsch (45.+4).

SC Hainberg – MTV Isenbüttel 2:2 (1:1). Der Gegner spielte sehr körperbetont und als Folge daraus, das Spiel auch nicht in voller Besetzung zu Ende. „Wir hatten in der zweiten Halbzeit 25 überlegene Minuten, haben mutig nach vorn gespielt und haben Latte und Pfosten getroffen oder der Ball wurde abgewehrt. Ich kann meinen Spielern keinen Vorwurf machen, letztlich hat das Glück ein wenig gefehlt“, sagte SCH-Trainer Lukas Zekas. Zwei Foulelfmeter wurden in der Schlussphase gegeben und auch jeweils von den Teams verwandelt. – Tore: 1:0 Gundlach, 1:1, 1:2 (FE), 2:2 Fiedler (FE).

Von Kathrin Lienig