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Fußball vor Ort Jan-Philipp Brömsen über seinen neuen Job bei der SVG Göttingen
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Jan-Philipp Brömsen über seinen neuen Job bei der SVG Göttingen
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17:59 20.11.2017
Jan-Philipp Brömsen Quelle: SPF
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Göttingen

Er ist ein bisschen wie das berühmte Kaninchen aus dem Hut gezaubert worden: Etwas überraschend ist der ehemalige 05-Nachwuchstrainer Jan-Philipp Brömsen am Sonntag als Coach der SVG Göttingen, Schlusslicht der Fußball-Oberliga, und damit als Nachfolger des erkrankten Knut Nolte vorgestellt worden. Im Tageblatt-Interview spricht der 34-Jährige über seine neue Aufgabe.

Haben Sie sich am Sandweg schon einen Überblick verschafft?

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Ich habe das eine oder andere Gespräch geführt. Wichtig ist für mich momentan zu erkennen: Was ist das wahre Problem. Hat die Mannschaft nicht das Niveau? Ist sie gehemmt? In jedem Fall gibt es eine sehr große Verunsicherung, die man letztlich nur mit harter Arbeit besiegen kann.

Wie kam es zu ihrem Engagement am Sandweg?

Abteilungsleiter Thorsten Tunkel und ich haben uns vor einiger Zeit locker ausgetauscht, aber vom Traineramt war keine Rede. Wichtig war für alle Beteiligten, dass sich die Situation von Knut Nolte klärt.

Wie sieht nun Ihre Perspektive am Sandweg aus?

Ich habe nicht zugesagt, um den Job nur vier Monate zu machen. Mein Ziel ist es, die Liga zu halten, und ich bin froh über die Möglichkeit, nach 15 Jahren im Jugendbereich im Herrenbereich zu arbeiten.

Jan-Philipp Brömsen und der Fußball

Der 34-Jährige – gebürtig in Uslar, wohnhaft in Göttingen und ledig – hat zuletzt die SG Settmarshausen/Mengershausen in der 2. Kreisklasse C trainiert. Davor war der C-Lizenzinhaber und Ausbilder mehr als vier Jahre als Juniorentrainer (U17 und U19) und Jugendkoordinator (eineinhalb Jahre) beim 1. SC Göttingen 05 tätig. Die U17 und U19 hat er auch bei der SVG Einbeck trainiert, Sportlichter Leiter war er beim FC Weser. Seit 18 Jahren ist er Schiedsrichter, als Staffelleiter sitzt er im Schiedsrichterausschuss. war

Wer wird Ihr Co-Trainer?

Ich bin definitiv der Meinung, dass wir einen zweiten Mann brauchen. Wir müssen so schnell wie möglich einen finden.

Sie waren vier Jahre lang Jugendtrainer beim SVG-Rivalen 1. SC 05. War das ein Thema?

Das hat keine Rolle gespielt. Ich habe eher das Gefühl, dass vier bis fünf Jahre auf höchstem Niveau im Jugendbereich meiner Reputation gut getan haben.

Haben Sie sich schon bei allen vorgestellt?

Die Gespräche liefen mit Tunkel und dem Vorsitzenden Karl Würzburg. Andere Vorstandsmitglieder habe ich am Sonntag kennengelernt. Viel Zeit zum Reden haben wir aber nicht, das können wir im Winter machen.

Sie treffen Ihre ehemaligen 05-Schützlinge Hogreve, Henze und Ernst wieder. Freut Sie das?

Ich freue mich, dass es die drei Spieler in die Oberliga geschafft haben. Im Sommer, als sich unsere Wege getrennt haben, war ein Wiedersehen noch nicht abzusehen.

Werden Sie das Training intensivieren?

Momentan macht das keinen Sinn, aber im Januar werden wöchentlich wir vier bis fünf Einheiten haben. Wenn man andere Mannschaften überholen will, muss man mehr machen als andere Mannschaften.

Auf welchen Positionen besteht Handlungsbedarf?

Optimieren kann man immer. Aber auf der Sechser-Position oder in der Offensive auf den Außenpositionen könnten uns ein bis zwei Verstärkungen gut tun. Schließlich belebt Konkurrenz das Geschäft.

Wie lautet Ihre Spielphilosophie?

„Wenn man in Ballbesitz ist, kann man kein Gegentor kriegen.“ Ich bin ein Fan des 4-4-2-Systems, mag schnelles Umschaltspiel und bin Fan des Spiel von RB Leipzig.

Von Eduard Warda

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