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Fußball vor Ort Kampf und schnelle Konter
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19:09 18.03.2012
Kampfstarke Landolfshäuser: TSVer Philipp Tups setzt sich gegen Grones Jan-Paul Kleinschmidt (r.) durch.
Kampfstarke Landolfshäuser: TSVer Philipp Tups setzt sich gegen Grones Jan-Paul Kleinschmidt (r.) durch. Quelle: Pförtner
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Grone

„Wir hätten eine Bude machen müssen, eigentlich sogar fünf“, meinte FC-Coach Goran Andjelkovic.  „Wir haben im Moment die Seuche, die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlt“, fasste er das Spiel zusammen. Und er lobte den TSV: „Die haben stark gekämpft.“ Zufrieden zeigt sich Gäste-Trainer Ingo Müller. „In der ersten Halbzeit haben wir fast perfekt gespielt und nur eine Torchance zugelassen, selbst aber gefährliche Konter gesetzt.“

„Wir hatten nur zwei Ersatzleute, sonst wäre ich in der Halbzeit raus gegangen“, sagte der  angeschlagene Torschütze zum 2:0 Diego-Manuel Jöken, der zugab, dass der Sieg glücklich gewesen ist. Grone spielte nur 30 Minuten druckvoll, versenkte aber auch 100-prozentige Torchancen nicht. Sowohl Ercan Beyazit als auch Moisidis scheiterten im Eins-gegen-Eins am starken Torwart Rudolph. Auch El-Eid nutzte seine Torchancen nicht, traf zunächst den Ball freistehend vor Rudolph nicht richtig und schob nach schöner Drehung das Leder aus acht Metern am langen Eck vorbei. Viele Chancen, keine Tore. „Eine halbe Stunde guter Fußball ist einfach zu wenig“, sagt Andjelkovic.

Wenig kreativ

Mit zunehmender Spieldauer zeigte sich, dass der FC konditionell und auch technisch stärker ist. Kreative Ideen, vor allem so lange der TSV noch Kraft hatte, zeigte jedoch kein FC-Akteur. Eine Torchance in den ersten 60 Minuten ist zu wenig für einen Aufstiegsanwärter. An Einsatz mangelte es nicht, vielmehr an Übersicht. Gerade Huck rannte sich diverse Male in der vielbeinigen TSV-Abwehr fest. Aber auch Ercan Beyazit oder Koch trennten sich oft zu spät vom Ball. Schwach auch die Standardsituationen des FC.

Landolfshausen verteidigte in erster Linie, vier bis fünf Spieler blieben konsequent hinter der Mittellinie. Die Konter, meist vorgetragen über Jöken auf dem linken Flügel, waren gefährlich. Das 1:0 resultierte aus einem Ballverlust von Ercan Beyazit. Jöken war links frei durch, hob den Kopf und schob überlegt an die 16er-Kante, wo Köhne freistand und den Ball Vollspann ins Tor jagte. Jöken war es auch, der in der 45. Minute Meyer zu einer Glanzparade zwang. Mit den Fingerspitzen lenkte der Torwart den Ball an den Innenpfosten. In der Nachspielzeit war er jedoch chancenlos: Parierte er den ersten Ball von Jöken noch, musste er den Nachschuss zum 2:0-Endstand passieren lassen.

FC: Meyer – Schweiger, Gouloudis, Kleinschmidt, Manssoor – Koch, Erkan Beyazit, Behrens (62. Moisidis), Leuze (45. Keil) – Ercan Beyazit, Huck (62. El-Eid). – TSV: Rudolph – Eickschen, Kreitz (55. Fedderken), Eschholz, Schütze – Weidenbach, Zöpfgen, Köhne, Junge, Jöken – Tups (51. Jünemann). – Tore: 0:1 Köhne (34.), 0:2 Jöken (90+4).

Von Michael Kerzel