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Fußball vor Ort Landesliga: SVG Göttingen trotzt Tabellenführer Northeim
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Landesliga: SVG Göttingen trotzt Tabellenführer Northeim
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21:04 25.08.2013
Nur selten hochklassig: SVG-Regisseur Rene Illner überspringt Patrick Gemende. Quelle: Theodoro da Silva
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Northeim

0:0 hieß es am Ende einer Begegnung, die stark davon geprägt war, dass beide Seiten ihre Hauptaufgabe darin sahen, einen Gegentreffer zu verhindern. 

Alles wäre anders verlaufen, wenn Northeims Benjamin Zackenfels in der 2. Minute cooler reagiert hätte. Völlig ungedeckt stand der Ex-Sparta-Stürmer im Strafraum, doch anstatt den Ball in aller Ruhe anzunehmen und anschließend kontrolliert aufs Tor zu bringen, versuchte er es mit einer Direktabnahme – und schoss meterweit daneben.

Es war eine der wenigen wirklich aufregenden Szenen, die die rund 300 Zuschauer zu sehen bekamen. Beide Teams agierten nämlich über weite Strecken eher vorsichtig, gingen nur selten ein Risiko ein.

„In unseren bisherigen Spielen haben wir immer wieder schnell und präzise in die Tiefe gespielt, das hat heute vollständig gefehlt“, analysierte Wolfgang Schmidt nach Spielschluss. Der Eintracht-Coach ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: „Das war heute unterm Strich zu wenig.“

Vielleicht war der 61-Jährige ein wenig zu kritisch. Denn dass dem Tabellenführer nach vorne nicht viel gelang, lag nicht zuletzt auch an der guten Defensivarbeit der Gäste, die im Mittelfeld früh und konsequent störten und deren defensive Vierer-Kette sicher stand.

„Beide Seiten haben taktisch diszipliniert gespielt und kaum was zugelassen“, lautete der Befund von SVG-Coach Knut Nolte.

Fußballerisch waren die Gäste einen Hauch besser. Vor allem in der ersten Hälfte, in der sie mehr Ballbesitz hatten als die Platzherren und etwas zielstrebiger wirkten.

Doch mehr als zwei Chancen sprangen nicht dabei heraus: In der 17. Minute scheiterte Florian „Flo“ Evers aus spitzem Winkel an Eintracht-Schlussmann Thorben Reinhardt. Und kurz darauf segelte Nicola Grimaldi nur um Zentimeter an einem Psotta-Eckball vorbei.

In der zweiten Hälfte passierte lange Zeit wenig, erst in der Schlussphase wurde es noch mal etwas spannend. Zunächst scheiterte Hillemann mit einem – zu unplatzierten – Gewaltschuss an Denny Cohrs (79.), dann parierte Reinhardt einen Evers-Heber (84.).

Als dann in Minute 86 Zerhusen mit einer Leistenverletzung vom Platz musste und sein Team, weil es bereits dreimal gewechselt hatte, die letzten Minuten mit zehn Mann bestreiten musste, kam auf der Göttinger Bank noch mal Nervosität auf. „Nach hinten arbeiten“, brüllte Nolte, und das tat seine Mannschaft dann auch und brachte den Punktgewinn unter Dach und Fach.

Am Ende waren auch die Northeimer nur noch zu zehnt – Eckert hatte in der Schlussphase erst Alexander von den Beinen geholt, wenig später Evers niedergestreckt und dafür zurecht Gelb-Rot gesehen.

„Mein Ziel war es, das Spiel zu gewinnen“, sagte Nolte nach dem Abpfiff, „aber mit einem Punkt beim Spitzenreiter kann ich leben.“ Auf die Frage, ob das Spiel bei dem Club, den er zehn Jahre trainiert hatte, etwas Besonderes für ihn gewesen sei, antwortete der in Northeim Lebende: „Nein. Nur ‘ne kurze Anfahrt.“

SVG: Cohrs – Käschel (78. Illner), Alexander, Zerhusen, Hoffmann – Freyberg (64. Kazan), Hafner, Zekas, Psotta – Evers, Grimaldi (75. Vicuna). – Tore: Fehlanzeige.

Von Hauke Rudolph