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Fußball vor Ort Landesliga: Weise wäre mit Punkt bei SVG Göttingen zufrieden
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Landesliga: Weise wäre mit Punkt bei SVG Göttingen zufrieden
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00:18 19.10.2013
Kampf um jeden Ball: Dzevad Gracic von Tuspo Weser Gimte (vorn), hier gegen Weendes Kai Rätzel. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Wegen anhaltenden Misserfolgs des Aufsteigers und dem Abstiegsrang 14 nach elf Spielen habe sich der Klub von Trainer Matthias Weise getrennt – und das vor dem Gastspiel des 44-Jährigen in seiner Fußball-Heimat Göttingen am Sonntag um 14.30 Uhr beim Tabellenzweiten SVG. „Da ist gar nichts dran“, sagte Bobby Schneider, 2. Vorsitzender des Tuspo, auf Tageblatt-Nachfrage. „Wir sind froh, dass wir Matthias haben.“

Weser Gimte hatte als Aufsteiger zunächst auch in der Landesliga für Furore gesorgt und war mit sechs Punkten aus zwei Spielen gestartet. Das war es dann aber auch mit Siegen. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Folge und dabei stets heftige Klatschen. Der vorläufige Negativ-Höhepunkt war das 0:4 gegen Northeim, das seitdem Tabellenführer ist.

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Weise kann sich nur vorstellen, dass der vermeintliche Rauswurf in Göttinger Kreisen gestreut wurde, um ihn von Weser Gimte loszueisen. „Angeblich bin ich in Göttingen im Gespräch“, so Weise.

Beim Tuspo aber ist er ein Held, denn der Klub hat ihm die größten Erfolge der Vereinsgeschichte zu verdanken: die Bezirksliga-Vizemeisterschaft 2012 und den Landesliga-Aufstieg 2013. Das Pikante am Duell ist, dass Weise interimsweise bis zum Saisonende 2011 die SVG trainiert hat – als Nachfolger von Carsten Lakies und Vorgänger des aktuellen Trainers Knut Nolte.

„Wie ein roter Faden durchgezogen“

Nun bei Weser Gimte plagen den Coach vor allem Verletzungssorgen: Gegen die SVG fehlen fünf Spieler des aktuellen Kaders, die zur Meistermannschaft gehört haben.

„Das begann schon in der vergangenen Saison, dann hat sich Timo Jesswein in der Vorbereitung einen Schädelbasisbruch zugezogen. Das hat sich wie ein roter Faden durchgezogen“, sagt Weise. „Für mich ist das der langen Saison mit zwei brutalen Monaten mit Nachholspielen geschuldet.“

Andererseits sei klar gewesen, dass sich der Unterschied zwischen Bezirks- und Landesliga auf „eineinhalb Schritte“ belaufe. Trotz des Misserfolgs könne er in Ruhe arbeiten, unterstreicht Weise. „Ich habe eine junge Mannschaft. Die soll dazulernen, auch wenn es am Ende nicht reicht.“ Seit dem schlechten Hillerse-Spiel sei ein Aufwärtstrend zu bemerken.

Auch gegen den Titelkandidaten und Weises alten Klub SVG sei das Ergebnis zweitrangig: „Es kommt nur darauf an, wie wir die Spiele verlieren.“ Mit einem Punkt, sagt Weise, wäre er zufrieden.

Von Eduard Warda