Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Fußball vor Ort Neuer HSV-Trainer Joe Zinnbauer hat in der Saison 1989/90 für die SVG gespielt
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Neuer HSV-Trainer Joe Zinnbauer hat in der Saison 1989/90 für die SVG gespielt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:24 17.09.2014
Trägt jetzt einen akkuraten Kurzhaarschnitt: Joe Zinnbauer.
Trägt jetzt einen akkuraten Kurzhaarschnitt: Joe Zinnbauer. Quelle: Witters
Anzeige
Göttingen

Denn seine ersten fußballerischen Schritte im Männerbereich absolvierte Zinnbauer in der Saison 1989/90 beim Oberligisten SVG. Sein damaliger Trainer Latermann blickt zurück.

„Er war gar nicht eingeplant und kam über einen Vereinsfunktionär, mit dem er weitläufig verwandt ist, kurz vor Saison“, erzählt der 68-Jährige. Zinnbauer, zuvor für den fränkischen TSV Wendelstein aktiv, sei ein „lieber, netter Spieler“ gewesen, habe aber nur zum erweiterten Kader gezählt.

Zwar sei der damals 19-jährige Linksfuß sehr schnell gewesen und technisch gut ausgebildet, ihm habe aber der Ehrgeiz gefehlt, sich in der dritthöchsten Liga durchzusetzen, so Latermann. „Es war aber auch nicht einfach für ihn. In der Mannschaft gab es jede Menge gestandene Akteure, und Joe war sehr jung und kam auch nicht aus der Region“, nimmt ihn der erfahrene Coach in Schutz.

Weg des Profitrainers

1989 ist noch nicht abzusehen gewesen, dass der heute 44-Jährige mit dem markanten fränkischen Dialekt einmal den Weg des Profitrainers beschreitet. Eines ist Latermann aber schon nach wenigen Gesprächen mit Zinnbauer klar: „Der ist sicherlich kein Dummer.“ Bot sich eine Chance, habe sie der Mittelfeldakteur stets wahrgenommen. „Das ist auch an seinem beruflichen Werdegang erkennbar“, betont Latermann.

So habe der HSV-Coach während seiner aktiven Laufbahn im Finanzsektor sowie als Spielerberater sehr gut verdient. Während seines Engagements beim Karlsruher SC kam es zu einem legendären Auftritt im ZDF-Sportstudio: Zinnbauer war eingeladen worden, weil er mehr Geld besaß als der Etat des KSC betrug.

Latermann traut seinem Ex-Schützling zu, den HSV wieder in ruhige Gewässer zu manövrieren: „Wenn der von ihm betreute HSV II in der Regionalliga acht Siege aus acht Spielen holt, spricht das für eine gute Leistung des Trainers.“ Der, so fällt Latermann noch ein, habe sich bei der SVG blendend mit dem inzwischen verstorbenen Clemens Hoping verstanden. Dessen Merkmal: „Lange blonde Haare wie Dieter Bohlen von Modern Talking.“