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Fußball vor Ort Oberliga: SC 05-Trainer Hans-Jörg Ehrlich über Auftakt und Saisonziele
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Oberliga: SC 05-Trainer Hans-Jörg Ehrlich über Auftakt und Saisonziele
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22:08 05.08.2013
„Wir brauchen viel Glück“: Hans-Jörg Ehrlich. Quelle: Theodoro da Silva
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Wie fällt Ihr Fazit des Punktspielauftakts aus?
Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und waren dem Gegner spielerisch klar überlegen. Die einzige Torchance der Ottersberger resultierte aus einem individuellen Fehler. Das einzige, was mich gestört hat, war unsere Abschlussschwäche: Wir hatten fünf Hundertprozentige, die du reinmachen musst.

Und die zweite Hälfte?
Nach unserem Führungstreffer sind wir komischerweise konfuser geworden. Das Stellungsspiel wurde schlechter und der Abstand zwischen den Mannschaftsteilen zu groß. Wie aus dem Nichts ist dann auch noch das 1:1 gefallen.

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Die Ottersberger haben nur noch Kick and Rush gespielt, und wir bekamen Schwierigkeiten. Glücklicherweise kam eine Trinkpause, und ich konnte auf die Spieler einwirken: Schiebt mal nach vorn, haltet die Abstände ein!

Was muss die Mannschaft noch lernen?
Wir müssen noch an den Abläufen arbeiten, Positionswechsel einstudieren. Die Grundordnung ist ein Thema und auch das schnelle Umschalten von Angriff auf Abwehr sowie das Doppeln.

Vor allem müssen wir aber auch bei den Torchancen effektiver werden, ich sage mal: drei Ecken ein Tor. Wir gehen die Themen nach und nach an, das wird noch vier bis sechs Wochen dauern. Aber die Mannschaft zieht gut mit.

Wie ist der Sieg über Ottersberg im Hinblick auf das 1:3 im Pokal in Lüneburg einzuordnen?
Für uns war gegen Lüneburg klar mehr drin. Das war über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe. Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Chancen und ein besseres Eckenverhältnis. Lüneburg war allerdings auch gut drauf, da mache ich mir keine Gedanken.

Wie geht es Stürmer Krzysztof Podolczak, der sich die Schulter ausgekugelt hatte?
Wir müssen jetzt erst mal gucken, ob er operiert werden muss. Einen Tag später war er übrigens schon wieder beim Training und ist locker gelaufen. Heute steigt er ins Training ein. Das ist unbegreiflich.

Was ist momentan die größte Baustelle um die Mannschaft herum?
Es geht darum, eine gute Lösung bei den Wintertrainingszeiten und den Zeiten auf Kunstrasen zu finden. Die Zusammenarbeit mit der GoeSF (dem Platzbetreiber, Anm. d. Red.) ist übrigens sehr gut.

Unser Ziel muss es sein, im Maschpark einen Kunstrasenplatz zu bauen. Das geht nicht von heute auf morgen, aber wenn man ein Ziel erreichen will, muss man es sich erst mal setzen.

Den wievielten Platz wird 05 am Ende der Saison belegen?
In den letzten zehn Jahren war die schlechteste Platzierung der von mir trainierten Teams Platz vier. Aber im ernst: Man kann es nicht sagen. Die Saison ist lang, und wir brauchen viel Glück.

Wir haben das Team extrem verjüngt, und Platz neun wäre ein großer Erfolg. Ich will den optimalen Erfolg und werde das Maximale dafür tun. 

Das Interview führte Eduard Warda

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