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Fußball vor Ort Oberliga: Steinhauer vor Spiel in Osterode zurück im Göttinger Team
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18:22 30.09.2014
Wieder für den 1. SC 05 am Ball: Florian Steinhauer. Quelle: Vetter
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Göttingen

Najeh hat mich am Montagabend angerufen. Wir hatten ein positives und ehrliches Gespräch. Jetzt ist alles geklärt. Ich freue mich, wieder für 05 aufzulaufen, da mir der Verein sehr am Herzen liegt“, versicherte Steinhauer.

Am Montagnachmittag, 29. September, hatte der Verteidiger noch verkündet, er wolle erst wieder für die Göttinger spielen, wenn Braham sich bei ihm entschuldigt. Zwischen beiden war es beim Punktspiel in Spelle zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen.

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Braham sprach gestern von einem Missverständnis, das nun ausgeräumt sei. „Ich hatte nie ein Problem mit Flo und bewundere ihn als Menschen sehr. Sonst hätte ich ihn nicht von meinem Ex-Klub Nordshausen nach Göttingen geholt“, betonte Braham. Ursprung des Vorfalls in Spelle seien taktische Undiszipliniertheiten Steinhauers gewesen.

„Ich habe ihm nach seiner Auswechslung klar zu verstehen gegeben, dass er seine Rolle akzeptieren muss, um sich dem Erfolg der Mannschaft unterzuordnen. Er hat dann etwas überreagiert, aber Flo ist noch sehr jung“, erklärte der Coach. Da Steinhauer, den er zu jedem Training aus Kassel mitbringt, für ihn eine Art kleiner Bruder sei und sich einsichtig gezeigt habe, sei der Vorfall aus der Welt geräumt, so Braham.

Benefizspiel in Osterode

Der Trainer unterstrich zudem, dass er ein hohes Ansehen bei seinen Akteuren genieße: „Meine Jungs schätzen mich in erster Linie für meine Menschlichkeit. Das wird deutlich, wenn die ganze Mannschaft nach einem Tor zuerst zu mir rennt. Auch mit allen meinen ehemaligen Spielern stehe ich noch in engem Kontakt.“

Steinhauer wird vermutlich schon am Mittwochabend, 1. Oktober, wieder das schwarz-gelbe Trikot überstreifen. Um 19 Uhr gastiert 05 zu einem Benefizspiel zu Gunsten des an Leukämie erkrankten Nachwuchsfußballers Lukas Hagenbruch beim 1. FC Freiheit in Osterode.

Braham möchte den Test gegen den ungeschlagenen Tabellenzweiten der Kreisliga Nord nutzen, um Akteuren Spielpraxis zu verschaffen, die zuletzt wenig zum Einsatz kamen. „Die Jungs sollen die 90 Minuten genießen und sich bloß nicht verletzen“, kommentierte der Tunesier.

Das ist die größte Angst des 37-Jährigen: „Ich habe eine Strategie, und mein Training hat Hand und Fuß. Die Resultate können sich aber nicht einstellen, da ich vom Pech verfolgt bin und ständig alle verletzt sind.“

Kommentar

Geste verdient Respekt

Najeh Braham hat menschliche Größe gezeigt. Dass er sich bei seinem Spieler Florian Steinhauer entschuldigt hat, verdient Respekt. Den Vorwurf des Starrsinns und autoritären Führungsstils muss er sich nicht gefallen lassen.

Der 1. SC 05 hat von Saisonbeginn an betont, aufgrund mangelnder Erfahrung und Qualität um den Klassenverbleib zu spielen. Umso wichtiger ist es, dass der Mannschaftsgeist intakt ist, und die Spieler sowie der Trainer zueinander stehen.

Dass sich Braham nun auf Steinhauer zubewegt hat, ist genau der richtige Schritt. Somit ist die Basis gelegt, dass sich künftig wieder Erfolgserlebnisse bei 05 einstellen können.

Den Autor erreichen Sie per Mail an sport@goettinger-tageblatt.de

R. Fabig

Von Rupert Fabig