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Fußball vor Ort Rassiges Eichsfeld-Derby geht an Landolfshausen/Seulingen
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Rassiges Eichsfeld-Derby geht an Landolfshausen/Seulingen
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19:33 20.10.2018
Wilhelm Richter FC Höherberg (grün) vs. Henning Neuhaus TSV Landolfshausen/Seulingen II (blau): Der TSV gewinnt das rassige Eichsfeld-Derby|
Wilhelm Richter FC Höherberg (grün) vs. Henning Neuhaus TSV Landolfshausen/Seulingen II (blau): Der TSV gewinnt das rassige Eichsfeld-Derby| Quelle: Helge Schneemann
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Eichsfeld

In der Fußball-Kreisliga hat die Reserve des TSV Landolfshausen/Seulingen die Tendenz der vergangenen Wochen bestätigt und gewann das Eichsfelder Derby beim Tabellendritten FC Höherberg verdient mit 4:2 (0:0). Die Gäste sammelten wichtige Zähler im Abstiegskampf – für den FC war es ein Dämpfer im Hinblick auf die Aufstiegsplätze.

„Wir spielen jede Woche mit anderen Leuten und einige davon können wir leider nicht ersetzen“, sagte FC-Trainer Thorsten Breit nach den intensiven 90 Minuten. Eher mäßig war das mit Spannung, aber nur mit lediglich 80 Zuschauern besuchtem, erwarte Eichsfelder Derby gestartet. Vor beiden Toren passierte herzlich wenig – folglich gingen die Akteure in einer bis dato enttäuschenden Partie torlos in die Pause. „Wir hatten zwar ein, zwei gute Chancen, nutzen konnten wir sie allerdings nicht“, blickt Breit zurück.

Nach dem Wechsel nahm die Intensität, die Torchancen, aber auch die Härte deutlich zu. Den wahren Torreigen eröffneten die bis dato eher bieder agierenden Gäste durch David Steinhauer (52.), der mit links trocken abzog und einen tollen Treffer für den TSV erzielte. Der Türöffner für die abstiegsbedrohten Gäste, die jetzt mit mehr Selbstvertrauen agierten. Nach einem Freistoß erzielte Timon Habenicht per Kopf das mittlerweile verdiente 2:0 (68.). Von der Breit-Elf war, ohne den zehn Wochen in Nepal weilenden Julius Meier, offensiv wenig zu sehen. Erst ein Strafstoß, den Paul Jünemann (72.) zum 1:2-Anschluss nutzen konnte, brachte wieder etwas Esprit in die Partie. Viele Zweikämpfe prägten die Schlussphase– sieben Verwarnungen musste Schiedsrichter Marc Schramm (Rosdorf) in einer harten Partie verteilen.

Erneut Steinhauer war es, der die Schulz-Elf gut zehn Minuten vor dem Ende mit 3:1 in Führung brachte – die Entscheidung in Wollbrandshausen? Nein, denn die Gastgeber kamen fast postwendend, nur zwei Minuten nach dem Treffer, durch Henrik Kurth zurück und es stand 2:3. Es war alles andere als hochklassig, spannend allerdings bis weit in die sechs minütige Nachspielzeit, als Leon Curdt die endgültige Entscheidung für die Gäste erzielte. „Wir haben verdient verloren, auch wenn das dritte und vierte Gegentor aus Kontern entstanden ist. Unser Gegner hat uns heute teilweise durch Härte den Schneid abgekauft“, bilanzierte Trainer Breit, der mit seinem Team nicht zum Tabellenzweiten SG Werratal aufschließen konnte. „Natürlich ist das ärgerlich. Nach sieben Spielen waren alle drei noch punktgleich. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen personell wieder mehr Alternativen haben werden“, ergänzte Breit.

Ganz anders war die Stimmungslage auf Seiten des TSV Landolfshausen/Seulingen II, die wichtige drei Zählen einfahren konnten und sich mit dem fünften Saisonsieg auf Platz neun der Kreisliga verbesserten. „Es läuft derzeit ganz gut. Wir haben verdient gewonnen. Die Schlussphase war zwar hektisch, aber wir hätten Höherberg nach der 2:0-Führung nicht mehr so ins Spiel kommen lassen dürfen“, sagte TSV-Sprecher Martin Habenicht.

Von Jan-Philipp Brömsen