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Fußball vor Ort SCW Göttingen schießt SV Lengede ab
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort SCW Göttingen schießt SV Lengede ab
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19:39 26.11.2017
Furiose erste Halbzeit: Der SCW Göttingen fegt den SV Lengede mit 6:2 vom Platz. Quelle: Peter Heller
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Göttingen

SCW GöttingenSV Lengede 6:2 (6:1). Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, als Florian Berg einen Eckball über den Torwart hinweg zur Heimführung einnetzte. Nur wenige Minuten später erhöhte Ladushan Ravindran auf 2:0. Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken spielten die Weender nun befreit auf und drängten Lengede mit frühem Pressing tief in die eigene Hälfte. Einer der daraus resultierenden Ballgewinne mündete im dritten Heimtor: Vom rechten Flügel aus rutschte eine Flanke an den zweiten Pfosten durch, wo Andre Weide nur noch einschieben musste. Nach der furiosen Anfangsphase prägten viele kleinere Fouls das Bild. Mit einem Sonntagsschuss traf Julian Kratzert in der 30. Minute von der Mittellinie. Im direkten Gegenzug traf Justin Folchmann für die Gäste. Jannik Psotta, der an diesem Tag groß aufspielte, stellte mit einem Doppelpack noch vor der Pause auf 6:1.

„Der Sieg heute ist hochverdient. Die Jungs haben aggressiv, giftig und mit Köpfchen gespielt und sich die Punkte erarbeitet. Für die Zuschauer war die erste Halbzeit natürlich super“, sagte SCW-Trainer Marc-Eugen Zimmermann. In der zweiten Spielhälfte, die durch viele Fouls und Diskussionen geprägt war, sei dann die Luft rausgewesen. Für die Gäste traf Onur Bacaksiz in der 57. Minute zum 6:2-Endstand. Lengede-Trainer Dennis Kleinschmidt war verärgert: „In der ersten Halbzeit waren wir überhaupt nicht auf dem Platz. Uns hat die Leidenschaft gefehlt, wobei uns die frühen Gegentore das Genick gebrochen haben.“ – Tore: 1:0 Florian Berg (5.), Ladushan Ravindran (9.), 3:0 Andre Weide (14.) 4:0 Julian Kratzert (30.), 4:1 Justin Folchmann (31.), 5:1/6:1 Jannik Psotta (34.)/(37.), 6:1 Onur Bacaksiz (57.).

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SC Hainberg – BSV Ölper 1:0 (0:0). „Wenn Du unten drin stehst, geht so ein Ball eben nicht rein“, haderte Ölpers Trainer Gertjan Durishti mit dem Schicksal. Er hatte in der Nachspielzeit beim SC Hainberg den Ausgleich auf dem Fuß, traf nach einer Ecke aber nur den Pfosten. Sein Mannschaftskapitän hatte kurz darauf ebenfalls kein Glück. Seinen Ball klärte Hainbergs Andre Kaufmann per Kopf auf der Linie. „Hinten raus haben wir total gewackelt“, sagte Hainbergs Trainer Dennis Erkner. Seinen Jungs fehle die Erfahrung, die Führung routiniert über die Zeit zu bringen. Doch insgesamt zeigte er sich mit der Leistung seines Teams zufrieden. „Wir wussten, dass wir auf dem engen Platz gegen eine Mannschaft, die hinten kompakt steht, wenig Chancen bekommen.“

Und so versuchten es die Hainberger häufig mit Fernschüssen, die aber meist über das Tor gingen. In der 55. Minute vergab Niklas Pfitzner aus neun Metern, als er Ölpers Torwart Dennis Glatz direkt anschoss. „Den muss er einfach machen“, sagte Erkner. In der 74. Minute machte Pfitzner es besser und verwandelte eine Hereingabe von Yannick Broscheit. In der Folge beherrschte Hainberg das Geschehen, bis zur hektischen Nachspielzeit, als Pfosten und Kaufmann den Sieg retteten. – Tore: 1:0 Niklas Pfitzner (74.).

Von Tobias Schreiber und Rüdiger Franke