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SG Lenglern peilt mit 13 Neuzugängen den Klassenerhalt an

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19:57 18.07.2020
Neuzugänge der SG Lenglern mit Trainer Thomas Hellmich (2. von rechts): Kenny Nguyen, Bleron Pergjegjaj, Vadim Wiedenmeier, Timo Friedrichs, Marvin Gutacker, Torwart-Trainer Tobias Vogel, Pascal Kanbach, Co-Trainer Florian Wagenknecht, Niklas Heise und Alfred Yeboah. Quelle: Pförtner
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Lenglern

Das kann auf jeden Fall als Umbruch bezeichnet werden: Fußball-Bezirksligist SG Lenglern hat bei der Teamvorstellung gleich 13 Neuzugänge vorgestellt. Allerdings muss das Team von Trainer Thomas Hellmich auch auf erfahrene Spieler wie Özkan Beyazit verzichten. Der Klassenerhalt soll auch mit dem stark verjüngten Kader gelingen.

Es hat sich einiges verändert bei der SG Lenglern: Bei der Teamvorstellung auf dem Sportplatz an der Brandenburger Straße wurden den rund 30 Interessierten gleich 13 Neuzugänge präsentiert. Nicht mehr im 26-Kader dabei sind bekannte Größen wie Özkan „Ötze“ Beyazit und Johannes Schweiger. „Es war schon geplant, dass wir einigen jungen Spieler aus der zweiten Mannschaft die Chance auf die Bezirksliga geben wollen“, sagt SGL-Coach Thomas Hellmich. Neu im Trainerteam ist C-Lizenzinhaber Florian Wagenknecht, Sohn vom ehemaligen Oberligatrainer Martin Wagenknecht, der aktuell noch die SG Lenglern/Harste in der 1. Kreisklasse trainiert.

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„Normaler Bezirksligaverein“

Der 65-Jährige betont, dass in den vergangenen Jahren eher weniger auf die Jugend gesetzt wurde und daher jetzt ein Umdenken stattgefunden hat. „So lange ich mich erinnere, gab es in Lenglern keine A-Jugend. Jetzt haben wir einige junge Spieler. Das müssen wir nutzen“, so der A-Lizenzinhaber. Bereits vor einigen Jahren sei eine ähnliche Chance verpasst worden. „Auch auf die Gefahr hin, dass wir möglicherweise nicht in der Klasse bleiben, müssen wir diesem Umbruch wagen. Vielleicht schaffen wir es ja erneut“, sagt Hellmich. Auch nicht mehr als Gönner an Bord ist Julius Albrecht, sein finanzielles Engagement für die erste Mannschaft deutlich reduziert hat. „Wir sind jetzt ein normaler Bezirksligaverein“, witzelt der SGL-Trainer.

Ein wenig Kritik äußert der Coach hingegen zum geplanten Modus in der Bezirksliga. Nur 16 Spiele seien nicht zielführend – zudem fehle das Flecken-Derby gegen den Bovender SV. „Wir müssen erst einmal das Team ins Laufen bekommen, dann ist schon wieder Winterpause. Da kann man ja nur zusätzliche Testspiele vereinbaren“, moniert der 65-Jährige.

Guter erster Eindruck

Von den zahlreichen Neuzugängen erwartet Hellmich viel, vor allem mehr Tempo im Spiel. Das sei bei den bisherigen Einheiten schon aufgefallen. „Arigon und Vitali sind praktisch auch Zugänge – die fast kein Spiel absolviert. Die Jungs müssen in der Vorbereitung mitziehen. Bisher ist der Eindruck positiv“, sagt Hellmich. Dass besonders der Abgang von „Ötze“ nicht so leicht zu kompensieren ist, gibt auch der Übungsleiter zu. „Natürlich haben wir gestandene Spieler verloren. Wir aber versuchen, in Lenglern eine neue Euphorie zu entwickeln – im Umfeld und bei den Zuschauern“, schreibt sich Hellmich als oberstes Ziel auf die Fahne.

Die Zugänge: Ole Casper (I. SC 05), Timo Friedrichs (SSV Nörten), Pascal Kanbach (FC Lindeberg Adelebsen), Vadim Wiedenmeier (Sparta), Alfred Yeboah (SVG II), Marvin Gutacker, Niklas Heise, Moritz Knull, Bastian Millnitz, Lucas Nguyen, Kenny Nguyen, Bleron Pergjegjaj, Adrian Scherbarth (alle eigene 2. Herren).

Die Abgänge: Özkan Beyazit (unbekannt), Nils Fiege, Roland Kues (2. Herren), Marcel Geisler, Sören Karkossa (Sparta Göttingen), Dominik Leuze (Pause), Johannes Schweiger (unbekannt), Hamudi Suleiman (FC Gleichen) und Sascha Wittkowski (Pause).

Von Jan-Philipp Brömsen