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Fußball vor Ort SV Göttingen: Osterwochenende nach Maß
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort SV Göttingen: Osterwochenende nach Maß
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19:44 21.04.2014
Freuen sich über den Treffer zum 2:0: Florian Evers (links) und Torschütze Nicola Grimaldi. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Damit hat sich der Rückstand auf Northeim bei einer weniger ausgetragenen Partie auf vier Punkte reduziert.

„Wir sind doch wieder im Rennen und spielen um die Meisterschaft“, jubelt SVG-Trainer Knut Nolte nach dem Abpfiff der Hillerse-Partie und der frohen Kunde aus Northeim. Die Schwarz-Weißen haben gegen einen früh attackierenden und hoch stehenden Gegner einen Blitzstart:

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Nico Grimaldi spielt einen Traumpass in die Schnittstelle der Gästeabwehr, und Florian Evers lässt sich nach vier Minuten die Chance nicht nehmen. Hillerses Defensive stellt sich zunächst löchrig dar und droht stets, überlaufen zu werden. So wie in der achten Minute, als Grimaldi allein vor TSV-Torwart Pribyl auftaucht, jedoch am Oberschenkel des Keepers scheitert. „Ey Jungs, so geht das nicht“, schimpft Hillers-Trainer Hans-Heinrich Pahl.

Gäste werden gefährlicher

Mitte der erste Hälfte werden die Gäste etwas gefährlicher, jedoch ohne sich nennenswerte Chancen zu erarbeiteten. Lediglich bei der kuriosesten Szene des Spiels wird es für die SVG etwas eng: Abwehrchef Jan Hoffmann schirmt den in Richtung Toraus trudelnden Ball mit dem Körper ab und wird von TSV-Stürmer Joscha Knauth hart gerempelt.

Der Schiedsrichter zögert – und pfeift Strafstoß. Aufregung im SVG-Stadion, die sich erst legt, als die Assistentin dem Referee klar macht, dass dieser ihr Zeichen fehlinterpretiert hat. Der Unparteiische nimmt daraufhin seine Entscheidung zurück, und es gibt Abstoß (24.).

Ein Zerhusen-Kopfball nach Eckstoß von Evers geht links vorbei (35.), im Prinzip jedoch plätschert die Partie so dahin – auch in der zweiten Hälfte: Die SVG lässt klare Aktionen vermissen, Hillerse steht weiterhin hoch, jedoch viel kompakter.

Grimaldi macht das 2:0

In der 53. Minute ist das SVG-Erfolgsduo wieder im Einsatz, und nach einem Eckball von Evers und einer Volleyabnahme von Grimaldi steht es 2:0. Viel mehr passiert nicht, außer dass SVG-Keeper Denny Cohrs mit einer Glanzparade unter Beweis stellt, dass er nicht eingeschlafen ist (88.).

„Er ist da, wenn man ihn braucht“, lobt Nolte, der sich zwar ein aktiveres Spiel über die Flügel gewünscht hätte. Aber: „Wir hatten nur 36 Stunden zwischen den Spielen, dafür war es so, wie wir uns das vorgestellt haben“ – Josu Vicuna (Rippenprellung) konnte sogar geschont werden. „Nächste Woche kommt Vicunas Familie. Die wollen ihn doch spielen sehen“, sagt Nolte. Im Resultat also perfekt. Und 180 Zuschauer wie 05 hatte die SVG auch.

SVG: Cohrs – Alexander, Hoffmann, Zerhusen, Käschel – Ziegler (80. Psotta), Hafner, Zekas, Schütte (53. Kazan) – Evers (78. Käding), Grimaldi. – Tore: 1:0 Evers (4.), 2:0 Grimaldi (53.).
In Calberlah hatte die SVG durch Tore von Hafner (13.) und Schütte (61.) bei einem späten Gegentreffer von Hernier per Strafstoß (85.) gesiegt. „Das hat mir nicht so gefallen. Die Spieler taten so, als ob wir schon vorher gewonnen hätten“, berichtete Nolte, dessen Team viermal den Pfosten traf. „Wir haben verdient gewonnen, uns das Leben aber selbst schwer gemacht.“

Von Eduard Warda