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Fußball vor Ort SVG-Spielerinnen geben Punkt gegen Bemerode ab
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort SVG-Spielerinnen geben Punkt gegen Bemerode ab
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11:42 27.11.2017
Göttingens Julia Stahl setzt sich im Kopfballduell durch.
Göttingens Julia Stahl setzt sich im Kopfballduell durch. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

Das Spiel begann verhalten. Die Gäste versuchten sich zwar nach drei Minuten mit einem ersten Schuss, doch der ging am Tor vorbei. Die SVG verschärfte nach sechs Minuten das Tempo. Jessica Tschechne setzte auf der linken Seite Ann-Kathrin Einfeldt in Szene, allerdings fand deren Hereingabe in den Strafraum keinen Abnehmer. Zwei Minuten schickte Tschechne Einfeldt erneut auf den Weg in den Strafraum. Aus diesem Angriff resultierte der erste Abschluss für die Göttingerinnen, allerdings kein Tor. Einfeldt tauchte in dieser Phase im Minutentakt vor dem Bemeroder Tor auf, doch beim dritten Anlauf stellte Torfrau Chantal Meyer geschickt den Winkel zu.

Nach einer Viertelstunde wendete sich das Blatt. Bemerodes Josepha Wirausky setzte sich an der linken Eckfahne durch und passte den Ball zurück zu Stefanie Heinz. Deren Schuss aus 18 Metern senkte sich über Göttingens Torfrau Danica Lakemann ins Tor. Die Hausherrinen kreierten weitere Chancen. Nach einer Ecke durch einen schönen Schuss von Tschechne (23.) konnte Meike Lüttich den Ball nicht im Tor unterbringen. Fünf Minuten später lief ein Angriff über Einfeldt und Miriam Wedemeyer. Im Strafraum rutschte Julia Stahl knapp am Ball vorbei.

Der Ausgleich für die SVG fiel in der 32. Minute. Mira Marie Hippe hatte auf der rechten Seite einen langen Ball nicht aufgegeben. Ihre Hereingabe verwandelte Wedemeyer sicher. Die Hausherrinnen wollten mehr. Tschechne versucht fünf Minuten später zweimal Meyer zu überwinden. Zunächst hat sie mit einem Kopfball nach einer Ecke keinen Erfolg, dann lenkte Meyer ihren Schuss zur nächsten Ecke.

Göttingens Spielerinnen freuen sich über das Tor zum 1:1. Quelle: Swen Pförtner

Das Bild blieb in der zweiten Hälfte gleich. „Wir tun uns ein wenig schwer, Chancen herauszuspielen“, sagte Gästetrainerin Heidi Kalden. Bemerode hatte zwar viele Spielanteile, aber Göttingen erarbeitete sich Möglichkeiten, vornehmlich aus Standards. Den ersten Freistoß bekamen aber die Gäste (47.). „Der war unnötig“, kommentierte SVG-Trainerin Sandra Hallmann am Spielfeldrand. „Hoffentlich wird das nicht bestraft.“ Ihr Wunsch wurde erhört. In der 54. Minute starteten ihre Spielerinnen den ersten gefährlichen Angriff nach der Pause. Hippe ging über rechts, aber ihre Hereingabe fand keinen Abnehmer. Zwei Minuten später hätte es noch einmal gefährlich für die Hausherrinen werden können. Lena Stetter konnte einen Bemeroder Konter nicht entscheidend stoppen, doch die Gäste zogen keinen Nutzen aus der Situation.

Am Ende hielt Torfrau Chantal Meyer den Punkt für die Gäste fest. Einen gefährlichen Schuss von Wedemeyer lenkte sie zur Ecke (68.), einen Kopfball von Katharina Spangardt, den manch einer schon im Tor sah, noch auf die Latte (81.). Und auch Wedemeyers Freistoß aus 25 Metern (86.) konnte sie über das Tor abwehren. „Die Torfrau war sehr gut“, lobte auch Hallmann. Wie Kalden bezeichnete die Göttinger Trainerin das Ergebnis als „irgendwie gerecht“. „Wir waren nicht zwingend genug“, analysierte sie. Das sei auch der Tatsache geschuldet, dass ihr fünf Spielerinnen fehlten. Die SVG hätte das Spiel gern verlegt, aber Bemerode habe dies abgelehnt. So wechselte sie mit Spangardt, Amelie Bruns und Aylin Dehninger drei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft ein, die ihre Sache gut machten. „Ich bin total stolz, dass wir eine so gute zweite Mannschaft haben“, sagte Hallmann. – Tore: 0:1 Heinz (16.), 1:1 Wedemeyer (32.)

Von Rüdiger Franke