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SVG Göttingen unterliegt Tündern durch Treffer in der Nachspielzeit

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19:43 18.10.2020
Die SVGer Nicolas Krenzek (l.) und Justin Taubert können es nicht fassen. Quelle: Pförtner
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Göttingen

 Die SVG Göttingen muss die Tabellenführung in der Staffel Hannover/Braunschweig der Fußball-Oberliga Niedersachsen nach einer knappen Heimniederlage gegen den HSC Blau-Weiß Schwalbe Tündern abgeben. Die Göttinger verursachten kurz vor dem Ende des Spiels einen Elfmeter, den die Gäste zum 4:3-Auswärtssieg nutzten. Während das Spiel vor 300 Zuschauern normal über die Bühne gehen konnte, wurde das Spiel von Eintracht Northeim bei Arminia Hannover abgesetzt, weil ein Testergebnis eines Eintracht-Spielers, einem Corona-Verdachtsfall, nicht rechtzeitig vorlag.

Die SVG hatte in der 1. Minute mit der ersten Chance des Spiels das 0:1 hinnehmen müssen, nachdem sich Robin Tegtmeyer auf der linken Seite durchgesetzt und in die Mitte auf Lukas Kramer aufgelegt hatte, der den Ball problemlos im Tor unterbrachte. Die Göttinger steckten den Gegentreffer jedoch gut weg und kamen kurz darauf zu vielen Tormöglichkeiten. Zunächst konnte Gästetorwart Lukas Masur einen Schuss von Nicolas Krenzek parieren, dann hielt der Schlussmann der Tünderaner nach der darauffolgenden Ecke einen Schuss von Justin Taubert.

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In der 9. Minute hatte Tim-Niklas Schumachers, der nach einem Konter zum Schuss kam, die nächste Chance für die Gäste. Im Anschluss hatten die Göttinger doppeltes Aluminium-Pech: Nachdem Lukas Presch in der 13. Minute den Ball aus der Distanz an die Latte geschossen hatte, traf Richard Hehn zwei Minuten später bei einem direkt ausgeführten Freistoß den Pfosten. Die SVG hätte zu diesem Zeitpunkt bereits mit zwei Treffern führen können, in dieser Phase des Spiels war sie die deutlich überlegene Mannschaft.

Schließlich traf Presch in der 31. Spielminute zum längst überfälligen 1:1 nach Vorarbeit von Krenzek. Zwei Minuten später machte Julian Kratzert den Doppelschlag der Göttinger perfekt: Kratzert nahm einen weiten Pass aus dem Mittelfeld stark mit, lief auf Torwart Masur zu und schob die Kugel ins kurze Eck.

Die letzten fünf Minuten vor der Halbzeit waren symbolisch für den gesamten Spielverlauf: In der 41. Minute traf Taubert erneut die Latte – der dritte Aluminium-Treffer der Göttinger. Wenig später schoss Tim-Niklas Schumachers nach einer Flanke von Ugur Aydin, der auf der linken Offensivseite sehr auffällig war, den Ausgleich für die Gäste.

Im zweiten Durchgang ging Tündern erneut früh in Führung. Ugur Aydin schoss in der 52. Minute einen Ball von der rechten Seite volley ins lange Eck. In der Folge kam die SVG nicht mehr zu so vielen Torchancen wie im ersten Durchgang. Die einzigen Möglichkeiten hatten Krenzek, dessen Schuss in der 65. Minute aus kurzer Distanz gehalten wurde, und Steffen Doll, der einen Kopfball nach einer Ecke in der 77. Spielminute rechts neben das Tor setzte.

In der Schlussphase wurde es turbulent: Als in der 84. Minute Taubert im gegnerischen Strafraum zu Fall kam, zeigte Schiedsrichter Felix Bickel auf den Punkt. Presch gleich daraufhin zum 3:3 aus. Anschließend erhöhten die Gäste den Druck noch einmal. In der 87. Minute hielt SVG-Torwart Dennis Henze einen Schuss von Sören Vespermann.

Dann kam in der dritten Minute der Nachspielzeit Tegtmeyer mit viel Tempo auf Henze zu, umkurvte Keeper und wurde von Henze am Bein getroffen. Schiedsrichter Bickel entschied ein weiteres Mal auf Elfmeter, den Chris Olivier Niebling zum 4:3-Sieg verwandelte.

SVG-Trainer Dennis Erkner war mit dem Auftritt seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden: „Wir waren heute in allen Mannschaftsteilen schlecht. Dazu zähle auch ich mich als Trainer“, sagte der Coach selbstkritisch. „Wir hatten pures Chaos in unserem Spiel. Das zeigt sich allein am Gegentreffer nach einer Minute. Vielleicht war ich die Woche über ein bisschen zu nett.“

Von Pascal Wienecke