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Fußball vor Ort SVG besiegt nach einer Klasseleistung den MTV Wolfenbüttel mit 3:0
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort SVG besiegt nach einer Klasseleistung den MTV Wolfenbüttel mit 3:0
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21:09 18.08.2013
In überragender Verfassung: SVG-Regisseur Florian Evers bringt sein Team gegen den MTV Wolfenbüttel auf die Siegerstraße. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Die SVG rangiert hinter Northeim und Petershütte auf Tabellenplatz drei, hat allerdings ein Spiel weniger absolviert. Türöffner war wieder einmal Mittelfeldregisseur Florian Evers. Kurz nach Wiederanpfiff spielte er links raus auf Jannik Psotta, forderte einen Doppelpass, erhielt den Ball auch zurück und überlupfte in sehenswerter Manier den langjährigen Keeper von Eintracht Braunschweig, Nico Lauenstein, zum 1:0 (50.).

Doch nicht nur Evers spielte gestern gut. Auch Kapitän Alexander Hafner auf der Sechser-Position, die Innenverteidiger Jan Hoffmann und Johannes Zerhusen sowie Psotta auf links und Stürmer Nicola Grimaldi, der sich gegen Wolfenbüttel steigerte und dafür mit dem Treffer zum 3:0 belohnt wurde, sind momentan nicht aus dem Team wegzudenken. Trainer Knut Nolte lobte vor allem die Defensivleistung seiner Mannschaft. „Wir haben hinten Sicherheit reingebracht. Das war wichtig“, sagte der Coach.

Dabei präsentierte sich Wolfenbüttel beileibe nicht als Team, das im Vorbeigehen wegzuhauen ist. Der vom ehemaligen HSV-Profi Peter Lux trainierte MTV griff die Schwarz-Weißen zu Beginn früh an, verschob sehr diszipliniert und wirkte motiviert bis in die Haarspitzen. Die SVG antwortete mit langen Diagonalbällen und wurde im Passspiel immer sicherer, so dass die Zuschauer ein überdurchschnittlich ansehnliches Landesligaspiel erlebten. Torchancen hatte allerdings nur die SVG: Evers zielte rechts vorbei (14.) und zwang Lauenstein bei zwei Freistößen zu Glanzparaden (18., 35.), Grimaldi schoss links daneben (30.), und auch Freybergs Versuch wurde von Lauenstein über die Latte gelenkt (42.).

Der Gastgeber hatte zudem mehr vom Ball und dominierte regelrecht, so dass Lauenstein seine Mitspieler aufforderte: „Zweite Bälle, Männer!“ Wolfenbüttel war als Tiger losgesprungen und drohte, als Bettvorleger zu landen, zumal der Frust Stürmerstar Tuzlak gegen Hoffmann nachtreten und, vom ausgezeichneten Schiedsrichter Dario Holland dafür mit Rot bedacht, vom Feld schleichen ließ (45.). Lediglich Sturmtank Jörn Winkler stemmte sich gegen die Demontage, doch auch seine Aktionen blieben zahnlos.

Kurz nach der Führung sorgten in Durchgang zwei die üblichen Verdächtigen für die Vorentscheidung: Hafner bediente Evers, der alle Zeit der Welt hatte, eine butterweiche Flanke hereinzubringen, und Psotta traf per Kopf zum 2:0 (53.). Für Wolfenbüttel konnte auch der eingewechselte Marcel Schaare, dritter sehr guter Stürmer des MTV, an dem im Sommer auch 05 dran war, nichts mehr ausrichten. Zum Schluss spielte nur noch die SVG: Kazan hämmerte den Ball an die Latte (85.), Evers und Hafner starben bei einem Konter fast in Schönheit, und Hafner traf nur den Pfosten (86.).

Die Zuschauer waren längst aus dem Häuschen, erst recht, als durchgesagt wurde, dass die SVG II auf dem Hagenberg mit 4:1 in Front liegt und Grimaldi nach Abschlag Cohrs und Ablage Evers für das 3:0 sorgte (88.). „Das war spitze“, jubelte Stadionsprecher Rainer Freudenberg. „Ich habe ein paar Spielern am Freitag richtig den Kopf gewaschen, auch wenn das gar nicht meine Art ist“, sagte Trainer Nolte nach dem Schlusspfiff zur Leistungexplosion. Wenn es danach so wie gestern läuft, darf er das gern öfter machen.

SVG: Cohrs – Käschel, Hoffmann, Zerhusen, AlexanderHafner, Zekas – Freyberg (71. Kazan), Evers, Psotta (79. Philipp) – Grimaldi (88. Paroglou). – Tore: 1:0 Evers (50.), 2:0 Psotta (53.), 3:0 Grimaldi (88.).

Von Eduard Warda