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Fußball vor Ort TSV Landolfshausen/Seulingen will mit Mut und Risiko zum Klassenerhalt
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort TSV Landolfshausen/Seulingen will mit Mut und Risiko zum Klassenerhalt
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15:57 09.08.2019
Niklas Wucherpfennig vom TSV Landolfshausen/Seulingen geht in dieser Szene gegen Nörtens Schlussmann Dominik Hillemann leer aus. Quelle: Heller
Göttingen

Als Trainer Marco Wehr im vergangenen Januar übernahm, hatte der TSV 17 Punkte auf dem Konto und eine recht klägliche Ausbeute von 21 Toren zu beklagen. Am Ende der Serie standen der siebte Platz, 44 Punkte und 64 Treffer zu Buche – der TSV hatte in den Spielen unter Wehr mehr als doppelt so oft getroffen wie zuvor.

„Das Hauptaugenmerk war, Tore zu schießen“, sagt Wehr im Rückblick. Die Treffer, die dann auch wie reife Früchte fielen, seien letztlich „der Schlüssel zum Klassenerhalt“ gewesen. „Wir haben in der Rückrunde früh den Gegner angegriffen und uns viele Chancen erarbeitet“, sagt der Coach. „Wir haben die anderen Teams sehr oft vom eigenen Tor weg gehalten, es war eine sehr mutige Spielweise. Ich habe eigentlich immer versucht, mutig spielen zu lassen.“

Natürlich habe es auch negative Erfahrungen gegeben: „Wir haben in beiden Spielen gegen die SVG zusammengenommen neun Gegentore kassiert. Die SVG hat lange Bälle hinter die Abwehr gespielt“, erläutert Wehr. Doch aus Erfahrung wird man schließlich auch klug. Wehr: „Grundsätzlich wollen wir die Liga halten, indem wir so weiter spielen.“

Jenseits aller urlaubs- und verletzungsbedingten Ausfälle sei die Vorbereitung ziemlich gut verlaufen. „Die Tests waren so weit okay, Niederlagen gar nicht dabei, aber läuferisch und in puncto Fitness haben viele Spieler einen Schritt gemacht“, berichtet der TSV-Coach. Aktuell wünsche er sich allerdings, mehr Akteure zur Verfügung zu haben. „Man hat eine Formation im Kopf, aber das ist schon mal nicht möglich“, so Wehr.

Im einzelnen fehlen für das Acosta-Spiel Kapitän Moritz Jünemann, der im Urlaub ist, und einige verletzte Akteure: unter anderem Jonas Nolte, Marijan Becker, Marius Münter und Keeper Joachim Hagemann, für den Sven Wienecke das Tor hütet. Auch Stoßstürmer Patrick Kraus ist verletzt, steht aber zumindest im Kader und wird auf der Bank Platz nehmen.

Angesichts der Personalmisere habe das Team bei der 1:3-Niederlage in Kästorf zum Saisonauftakt am vergangenen Wochenende „eigentlich recht gut gespielt“, unterstreicht Wehr. „Mit einer Niederlage startet man nicht gern in die Saison, aber man muss sich auch die Kräfteverhältnisse vor Augen führen: Wir haben beim Meisterschaftsfavoriten gespielt, und für unsere Verhältnisse sind sehr wichtige Leute ausgefallen. Trotzdem haben wir 75 Minuten lang auf Augenhöhe mitgehalten.“

Neu dabei im 22er-Kader sind Vincent Brima, ein Perspektivspieler, der auf der Außenbahn zu Hause ist und aus Sandershausen kam, sowie Justin Günther, ein Stürmer vom SC Hainberg. Eine große Einkaufstour ist beim TSV Landolfshausen/Seulingen traditionell nicht möglich. „Wir können nur über die Geschlossenheit, den Gemeinschaftsgeist kommen – und unseren Plan gnadenlos durchziehen“, sagt Wehr und meint damit das gewisse Risiko, das eine offensive, mutige Spielweise mit sich bringt.

„Ein einstelliger Tabellenplatz wäre schön, aber wir haben ein schweres Startprogramm. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als Stück für Stück Punkte zu sammeln“, verdeutlicht der Trainer. Einen zweiten Fingerzeig für ihn und seinen TSV gibt es im Spiel gegen den BSC Acosta – ein unbequemer Gegner, der darauf lauern werde, sein Team mit langen Bällen auszukontern, wie Wehr prognostiziert.

Von Eduard Warda

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