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Fußball vor Ort TV Jahn Duderstadt ärgert sich maßlos über Schiedsrichterleistung
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort TV Jahn Duderstadt ärgert sich maßlos über Schiedsrichterleistung
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20:37 27.04.2014
In überragender Form: Der Duderstädter Torhüter Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp bei einer seiner gelungenen Abwehraktionen. Quelle: Jentzsch
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Duderstadt

Dabei mussten die Gastgeber nicht nur gegen den Spitzenreiter, sondern gegen das in diesem Spiel umstrittene Schiedsrichtergespann Frank Klinkermann und Klaus Henniges (Göttingen/Nörten-Hardenberg) antreten, das in einer ehedem hitzigen Partie mit einer Reihe von fragwürdigen Entscheidungen dem TV Jahn zusehends den Nerv raubte.

Der sonst eher zurückhaltende Trainer und Manager Ekkehard Loest ließ daher seinem Frust freien Lauf: „Ich bin maßlos enttäuscht. Das Spiel hatte diese Schiedsrichterleistung nicht verdient. Das war einfach nur ein Witz.“ Auch der diesmal nicht eingesetzte Torwart Christian Schmidt verließ wutentbrannt die Halle: „Das war ein tolles Derby. Getrübt aber haben das zwei Mann, die sich so aufgeführt haben, als hätten sie die Regeln nicht verstanden.“

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Die Schiedsrichterschelte zog sich im Nachhinein wie ein roter Faden durch die Reihen. Neun Zeitstrafen (davon drei gegen Matthias Heim und damit Disqualifikation in der 43. Minute) gegen Duderstadt, fünf gegen Northeim, das lähmte immer wieder den Spielfluss. Aber es gab auch Raum für ein gewisses Maß an Selbstkritik. „Wir haben die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit verpennt“, ärgerte sich nicht nur „Matze“ Heim.

Im zweiten Durchgang immer mehr Fehler gemacht

„Wir haben die Partie lange offengehalten. Mit den Northeimer Kontern haben wird dann das zugelassen, was wir nicht wollten. Am Ende kam noch Wurfpech dazu“, betrachtete Jan Philipp Nass die lang umkämpfte Partie. Er hatte in der ersten Halbzeit einen  Kapselriss in der linken Hand erlitten, biss die Zähne zusammen, war aber sichtlich gehandicapt.

Auch Kreisläufer Daniel Müller, der in der kommenden Saison zum Ligakonkurrenten HG Rosdorf-Grone wechselt, machte Schwächen aus: „Wir haben im zweiten Durchgang immer mehr Fehler gemacht. Wir hätten abgezockter spielen müssen.“

Carlos Swoboda wollte eigentlich wenige Tage nach seinem 33. Geburtstag zwei Punkte holen und verließ nach der Niederlage um so enttäuschter achselzuckend das Parkett: „Northeim hat eben die Partie cleverer  zu Ende gespielt.“
Bjarne Kreitz, dem mit dem 5:4 (12.) die erste Duderstädter Führung gelang („Wir haben zu oft kopflos und überhastet gespielt“), brachte einen Tag nach der Niederlage schon wieder Farbe in ein abwechslungsreiches Wochenende.

"Wir kommen zurück"

Am Sonnabend halfen sein Bruder Finn und er in der heimischen Gärtnerei und auf dem Markt in Osterode beim Verkauf, ehe  am Nachmittag der Einsatz in der zweiten Mannschaft auf dem Pflichtprogramm stand.
Glanzpunkte waren die Torhüter: Christian Wedemeyer-Kulenkamp im ersten Durchgang beim TV Jahn, der 40-jährige Marc-Oliver  Wode (der 2001/2002 für die Eichsfelder gespielt und jetzt seinen letzten Northeimer Auftritt hatte), in der zweiten Halbzeit, in der er zwei Siebenmeter von Torjäger Marc Tetzlaff (ihm gelang beim 17:16 sein 125. Saisontor) parierte. „Wir kommen zurück“, hatte der Keeper nach der Duderstädter 14:9-Führung zur Pause geahnt.

Trainer Christian Caillat war nach der guten ersten Halbzeit per Saldo stolz auf seine Spieler. „Sie haben bis zum Letzten gekämpft.“ Wobei er in der kommenden Saison gerne mit dem Team  als Trainer weiterarbeiten möchte: „Mit macht es jedenfalls sehr viel Spaß. Den Rest muss jetzt Ekki entscheiden.“

Von Ferdinand Jacksch