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Fußball vor Ort VfL Wolfsburg bezwingt in Bernshausen FSV Gütersloh mit 4:1
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort VfL Wolfsburg bezwingt in Bernshausen FSV Gütersloh mit 4:1
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20:26 27.07.2014
Trickreich: Wolfsburgs Nationalspielerin Alexandra Popp (rechts) lässt Jaqueline Mantears vom FSV Gütersloh ins Leere laufen. Quelle: sent sportfoto
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Bernshausen

Die Verantwortlichen des dortigen Sportvereins freuten sich über den Auftritt des zweimaligen Frauenfußball-Champions-League-Gewinner VfL Wolfsburg als Höhepunkt seines Sportfestes, die rund 500 Zuschauer über ein Spiel der Extraklasse und Susanne Schulze-Konopka  als Vorsitzende des Trägervereins „Elternhilfe für das krebskranke Kind Göttingen e.V.“ über einen Scheck über 2000 Euro. „Das ist absolut klasse“, sagte sie.

Der prominente Gast aus der Autostadt war mit geballter internationaler Klasse an den Seeburger See gekommen, war gespickt mit zahlreichen deutschen sowie serbischen, norwegischen, schwedischen  und schweizerischen Nationalspielerinnen.

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Der Deutsche Meister der vergangenen zwei Jahre zeigte von Beginn an seine Extraklasse, beherrschte den Zweitligisten FSV Gütersloh und gewann völlig verdient mit 4:1 (3:0). Dabei  war der Pokalsieger von 2013 ohne Nationalspielerin Viola Odebrecht, die sich im Aufbautraining befindende Ex-Gütersloherin Lina Magull, Isabel Kerschowski und  Zsanett Jakabfi ins Untereichsfeld angereist.

Zudem musste Nationalspielerin Nadine Keßler nach dem Aufwärmen wegen auftretender Knieprobleme passen.

„Ich finde das Spiel klasse“

Das tat aber dem beeindruckenden Auftritt der Grün-Weißen keinen Abbruch. Sie ließen dem FSV kaum eine Chance, ließen Gütersloh teilweise minutenlang hinter dem Ball herlaufen. Zu kritisieren ist einzig der fahrlässige Umgang mit den zahlreichen Chancen.

So forderte „Wölfe“-Trainer Ralf Kellermann auch immer wieder lautstark mehr Konzentration im Abschluss.  Allerdings hatten die Schwedin Nilla Fischer als souveräne Abwehrchefin und Angreiferin Alexandra Popp auch Pech mit Lattenschüssen.  

„Ich bin insgesamt zufrieden, da wir erst seit Kurzem wieder trainieren“, sagte der 45-jährige Wolfsburger Coach, sprach von einer guten Integration der Neuverpflichtungen Babett Peter (früher Potsdam und Frankfurt), Vanessa Bernauer (Schweiz), Caroline Hansen (Norwegen) und Jovana Damnjanovic.  Sein Gegenüber Ralf Lietz lobte trotz der Niederlage seine junge  Elf, die sich bestens verkaufte gegen den hohen Favoriten.

Glücklich war auch der neunjährige Marc Wollborn, Stürmer in der E-Jugend der JSG Höhbernsee. „Ich finde das Spiel klasse“, sagte der blonde Lockenkopf strahlend. Völlig happy verließen auch vier junge Mädchen aus Bernshausen das Sportgelände, wedelten begeistern mit den Autogrammen der Wolfsburger Stars.

Und auch Schiedsrichter Andre Grimmer (Waake) strahlte und lobte die faire Gangart, hielt dabei seinen kleinen Sohn auf dem Arm – der berechtigte Grund dafür, dass er zukünftig „nur noch“ Spiele in der Landesliga leiten wird.

Tore:  1:0 Hansen (17.), 2:0 Müller (32.), 3:0 Bernauer (35.), 3:1 Theiß (46.), 4:1 Blässe (79.). – Zuschauer: circa 500.

Von Jochen Meyer