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Fußball vor Ort Warum gerade junge Männer zu Ultras werden
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12:30 21.03.2018
Die Ausstellung zum Thema "Kicker, Kämpfer, Legenden - Juden im deutschen Fußball" ist noch bis Donnerstag zu sehen.
Die Ausstellung zum Thema "Kicker, Kämpfer, Legenden - Juden im deutschen Fußball" ist noch bis Donnerstag zu sehen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Die Ausstellung „Kicker, Kämpfer, Legenden – Juden im deutschen Fußball“ ist derzeit noch in den Räumlichkeiten der Supporters Crew 05 in Göttingen zu sehen. In Kooperation mit der Göttinger Hochschulgruppe und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft wurde eine begleitende Vortragsreihe erstellt, die Antisemitismus im deutschen (Fußball-)Sport thematisiert. Veranstaltungsort ist der Fan-Raum der Supporters an der Oberen-Masch-Straße 10.

Am Donnerstag, 22. März, referiert dort um 19.05 Uhr der Journalist und Göttinger Geschlechterforscher Simon Volpers zum Thema: „Ultras – wo Männer gemacht werden“. Von 17 bis 20 Uhr ist die Ausstellung noch bis Donnerstag für Interessierte geöffnet. Nähere Informationen zu den Vorträgen und Terminen werden im Internet unter supporterscrew05.blogsport.de bekanntgegeben.

Die Göttinger Fans haben die Ausstellung um einen eigenen Teil über Ludolf Katz ergänzt. Der jüdische Fußballer war 1934 nach fast 15-jähriger Mitgliedschaft vom Verein Göttingen 05 ausgeschlossen worden. Katz gelang die Flucht aus Nazi-Deutschland in die USA. Für ihr Engagement gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus erhielten die 05-Fans im Jahr 2015 den Julius-Hirsch-Preis des Deutschen Fußballbundes. Die mit 7.000 Euro dotierte Auszeichnung erinnert an den jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch (1892-1943).

Von Piero Costanzo