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Fußball vor Ort Zwei Lokalderbys prägen den 19. Kreisliga-Spieltag
Sportbuzzer Fußball Fußball vor Ort Zwei Lokalderbys prägen den 19. Kreisliga-Spieltag
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16:40 29.03.2012
Von Michael Bohl
Eng am Mann: Seulingens Timon Habenicht (Mitte) verfolgt Desingerodes Johannes Weber.
Eng am Mann: Seulingens Timon Habenicht (Mitte) verfolgt Desingerodes Johannes Weber. Quelle: Tietzek
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Eichsfeld

In Seulingen wollen die Gastgeber ihre Derbypleite aus der Vorwoche, als man in Hilkerode unterlag, gegen den Nachbarn aus Desingerode ausmerzen.  Heimrecht genießt der FC Mingerode im Spiel gegen Dransfeld, während Hertha Hilkerode in Harste antritt. Sämtliche Partien beginnen am Sonntag um 15 Uhr.

SV Seeburg – SG Obernfeld/Rollshausen (3:1 im Hinspiel). „Wir dürfen nicht patzen“, warnt Seeburgs Trainer Ansgar Kühne davor, die vermeintlich leichte Aufgabe gegen das Kellerkind aus Obernfeld als Selbstläufer und von vornherein als gewonnen zu betrachten. „Obernfeld steht mit dem Rücken zur Wand, von daher dürfen wir sie nicht unterschätzen.

Ich bin überzeugt davon, dass wir sie schlagen werden, aber nur dann, wenn bei uns die Einstellung stimmt.“ Im Titelduell mit der  SV Groß Ellershausen/Hetjershausen dürfe man keine Zähler verschenken und nicht so spielen wie in der ersten Halbzeit des Gastspiels in Bovenden, betont Kühne: „Das war schwach. Der zweite Durchgang war dann besser. So müssen wir auch am Sonntag spielen.“

Nur zu gerne würde Obernfelds neuer Teamchef Thomas Besteck dem Favoriten ein Bein stellen: „Wir werden versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten, auch aktiv immer wieder Konter fahren und unsere Chancen bei Standardsituationen zu nutzen, damit Seeburg merkt, dass nicht nur eine Mannschaft spielt“, kündigt Besteck an. Mut haben ihm seine Spieler im Vorfeld bereits gemacht: „Die haben mir berichtet, dass sie gegen Seeburg eigentlich immer ganz gut ausgesehen haben.“

TSV Seulingen – DJK Desingerode (1:0).  Nach dem dürftigen Auftritt in Hilkerode, der eine 0:1-Niederlage zur Folge hatte, will der TSV im nächsten Derby sein freundlicheres Gesicht zeigen. „Gegen Hilkerode hatten wir einen schlechten Tag. Aber das ist abgehakt. Wir müssen gegen Desingerode jetzt unbedingt gewinnen, um so schnell wie möglich nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben“, fordert TSV-Trainer Daniel Thiele.

Dem Derbycharakter misst Desingerodes Timo Diederich keine Bedeutung bei – dazu, so der Spielertrainer, sei die Lage in der Abstiegsregion einfach zu prekär. „Wir müssen punkten, egal gegen wen, und uns richtig durchbeißen“, verlangt Diederich. Ein besonderes Spiel sei es für viele seiner Jungs trotzdem: „Viele von denen haben schließlich in der Jugend in Seulingen gespielt.“

FC Mingerode – DSC Dransfeld (2:4). „Dransfeld ist eine Art Horrorgegner für uns“, blickt Mingerodes Spielertrainer Thomas Schulz der „Hausaufgabe“ gegen den DSC mit gemischten Gefühlen entgegen. In der vorigen Saison verlor sein FC beide Begegnungen (0:1, 0:2), in der laufenden Serie das Hinspiel mit 2:4. „Und bevor ich hierhergekommen bin, war für Mingerode gegen Dransfeld auch schon nicht viel zu holen“, hat sich Schulz berichten lassen.

Um die Negativserie zu durchbrechen, weiß er, müsse sich seine Elf entschlossener präsentieren als beim unglücklichen 3:4 in Diemarden. „André Meyna ist aber zurück, und ich hoffe, dass wir mit ihm unsere Defensive wieder stabilisieren können“, sagt Schulz, der von seiner Crew auf jeden Fall ein selbstbewusstes Auftreten erwartet: „Wir müssen so spielen wie wir das sonst zuhause auch immer tun“, fordert er.

RW Harste – FC Hertha Hilkerode (0:1). Einen Punkt will Hertha-Coach Peter Schütz auf jeden Fall aus Harste mitbringen, auch wenn er erneut nicht seine Bestbesetzung aufbieten kann: „Wir haben noch einige Blessuren.“ Unabhängig davon steht für Schütz fest: „Wir müssen uns gegenüber dem Seulingen-Spiel steigern. Wir brauchen mehr Gelassenheit am Ball, um in unseren Aktionen nach vorn ruhiger zu werden.“ Schütz weiß um diese Schwäche und verspricht: „Wir arbeiten daran und werden uns Stückchen für Stückchen verbessern.“