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2011 22. Sparkasse & VGH Cup: „Ausnahmezustand bei Sparta“
22. Sparkasse & VGH Cup: „Ausnahmezustand bei Sparta“
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15:22 15.01.2014
Große Kulisse: In der Lokhalle beim Sparkasse & VGH-Cup treten 16 „Regios“ an, darunter acht Teams aus dem Altkreis.
Große Kulisse: In der Lokhalle beim Sparkasse & VGH-Cup treten 16 „Regios“ an, darunter acht Teams aus dem Altkreis. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Ein regelrechter „Run auf Karten“ habe eingesetzt, nachdem bekannt wurde, dass Sparta unter anderem auf den Pokalverteidiger Mainz 05, den FC Fulham aus England und den VfL aus Wolfsburg trifft.

Aber auch für andere Vertreter aus der Region, die Außenseiter, die in den ersten drei Turniertagen auf Favoritenstürze aus sind, gehört das internationale Hallenfußballturnier für A-Junioren zu den Höhepunkten des Sportjahres.

„In nur wenigen Stunden hatte ich Kartenvorbestellungen, die noch nie da waren“, berichtet Lohmann, der glaubt, dass der „sehr gute Auftritt im letzten Jahr“ mit dem Erreichen der Zwischenrunde „euphorisiert“ hat.

Im Kampf um den begehrten vierten Platz sind aus der Region die JSG Bergdörfer, der FC Auetal und die JSG Dransfeld/Rosdorf Gegner des Landesligisten.

„Das Turnier genießen, gut aussehen und diszipliniert spielen“

„Nicht verstecken, einfach mitspielen“, lautet die Devise von Friedrich-Georg Rehkop, Abteilungsleiter Junioren beim Kreisligisten Dransfeld/Rosdorf. Die Flippothek-Gruppe sei eine „Todesgruppe“, unterstreicht er, vielleicht könne man Sparta „ein kleines Schnippchen schlagen“.

Ansonsten gelte für die Spieler: „Das Turnier genießen, gut aussehen und diszipliniert spielen.“

Zu den Stadtvereinen zählt der SC Hainberg, in der Staffel zwei der Göttinger Kreisliga mit 18 Punkten Vorsprung überlegener Tabellenführer – 13 Spiele, 13 Siege.

Als „schwere, aber lösbare Aufgabe“ stuft Kapitän Paul Müller die Konkurrenz in der Vario-Bau-Gruppe ein, immer den Blick auf den vierten Platz gerichtet, denn Kopenhagen, Dortmund und Bremen sind wohl eine unüberwindliche Hürde.

„Wenn wir nicht weiterkommen, machen wir was falsch“

Aber vielleicht gelingt mit der Unterstützung der Anhänger ja doch eine Überraschung, schließlich wird wohl der SC-interne Vorverkaufsrekord von 330 Tagestickets aus dem Vorjahr geknackt.

Außerdem sind aus der Kernstadt neben Sparta Kreisligist SVG und Landesligist RSV 05 dabei, der seit dieser Saison im A- und C-Juniorenbereich mit dem SCW kooperiert. Zwar werde man in die Spiele gegen drei Gruppengegner aus der Kreisliga „nicht locker reingehen“, wie Trainer Hans-Jörg Ehrlich betont.

„Aber wenn wir nicht weiterkommen, machen wir was falsch.“ Im Prinzip sehe er den Cup jedoch als „Veranstaltung, bei der sich die Spieler mit den Großen messen können“, und dementsprechend soll jeder Akteur aus dem 20-köpfigen Kader zum Zuge kommen.

Marcus Schmidt-Lehmkuhl, Abteilungsleiter Junioren der SVG, erachtet es als günstig, dass die Schwarz-Weißen zunächst gegen die drei regionalen Konkurrenten spielen müssen. Bilshausen, Grone, Münden – „alles machbar, da können wir mitschwimmen“, glaubt Schmidt-Lehmkuhl. Was folgt, ist die Kür gegen den HSV, Schalke und Vorjahresfinalist Wien.

Ein wenig Turnierluft schnuppern

„Es ist schön für die Jungs, dass sie in einer so reizvollen Gruppe spielen“, unterstreicht der Abteilungsleiter.

In derselben Gruppe und derselben Kreisliga-Staffel ist Mitveranstalter FC Grone zu Hause. Trainiert wird das Team vom Rehbach von Routinier Dieter Kernchen, der auf elf Spieler zurückgreifen kann. Auf Augenhöhe sei Grone mit der SVG und Münden, aber auch gegen den Bezirksligisten Bilshausen hält Kernchen in der Halle eine Überraschung für möglich.

Im vergangenen Jahr noch als JSG West am Start und als Gruppenfünfter ausgeschieden, haben Holtensen, Hagenberg, Elliehausen und Esebeck mittlerweile den Jugendförderverein (JFV) West gegründet. Die A-Junioren sind seitdem ein wenig hinter den Erwartungen zurückgeblieben, umso motivierter wird das Team von Kevin Kahl in das Lokhallen-Turnier gehen.

Als Turnierneuling geht Kreisligist JSG Friedland/Bremke an den Start. „Für uns geht es darum, ein wenig Turnierluft zu schnuppern“, sagt Jugendkoordinator Thorsten Rettberg.

Der vierte Platz sei wahrscheinlich für den RSV 05 reserviert, und so sei es Ziel, „nicht Gruppenletzter zu werden“. Für die Spieler sei der Auftritt „ein Bonbon“ – und vielleicht habe man „als Underdog die Möglichkeit, den ein oder anderen Favoriten ein wenig zu kitzeln“.

Von Eduard Warda