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2011 22. Sparkasse & VGH Cup: Sparta lässt VfL Wolfsburg beim 3:2 alt aussehen
22. Sparkasse & VGH Cup: Sparta lässt VfL Wolfsburg beim 3:2 alt aussehen
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15:07 15.01.2014
Von Michael Geisendorf
Kein Angst vor großen Namen: Martin Richter von der JSG Dransfeld/Rosdorf nimmt es mit Fulhams Oliver Monguel (links) auf.
Kein Angst vor großen Namen: Martin Richter von der JSG Dransfeld/Rosdorf nimmt es mit Fulhams Oliver Monguel (links) auf. Quelle: Vetter
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Göttingen

Mit breitem Grinsen schlenderte Sparta-Trainer Esmir Muratovic durch die Lokhalle. „Das war schon eine super Sache“, kommentierte Muratovic kurz und bündig das Ergebnis des packenden Duells, in das Sparta ohne jeden Respekt vor dem großen Namen gegangen war.

Nach der 1:2-Auftaktniederlage der Göttinger gegen die JSG Bergedörfer und dem eigenen 9:0 über den FC Auetal hatten die Wolfsburger den unterklassigen Kontrahenten wohl nicht ganz ernst genommen.

Doch Sparta machte von Beginn an mächtig Druck – nicht zuletzt, weil Muratovic bei fast jeder Offensivaktion für den stark parierenden Torhüter Thorben Schmied einen weiteren Feldspieler brachte – und erspielte sich früh gute Torchancen. Erster Jubel brandete in der fast ausverkauften Lokhalle auf, als Dino Maglica die Spartaner 1:0 (5.) in Führung schoss.

Keine Blöße gegeben

Der Außenseiter ließ sich selbst vom 1:1 (8.) durch Andrea Rizzo nicht aus dem Konzept bringen. Iwan Yousif legte zum 2:1 (11.) nach, und Robert Kazmierczak sorgte eine Minute vor Schluss mit dem 3:1 für die Entscheidung. Das 3:2 durch Emes Uzun änderte daran nichts mehr.

Keine Blöße gaben sich die anderen europäischen und deutschen Spitzenteams, die bereits am Donnerstag im Einsatz waren. Während der FC Kopenhagen die JSG Höhbernsee und die JSG Schoningen/Bollensen/Weser jeweils klar mit 5:0 besiegte, musste sich der englische Vertreter FC Fulham ganz schön strecken, um Kreisligist JSG Dransfeld/Rosdorf mit 5:3 in die Knie zu zwingen – dank der drei Treffer von Superstürmer Marcello Trotta, Torschützenkönig des Turniers 2010. Gegen Sparta gingen die Briten dann konzentrierter zu Werke gewannen souverän mit 3:0.

Den höchsten Sieg des Tages feierte Bundesligist Hannover 96 mit 12:1 gegen die JSG Friedland/Bremke. Zuvor hatten die Roten beim 5:1 gegen den TSV Seulingen und dem 6:4 gegen den tapfer kämpfenden RSV 05 nichts anbrennen lassen und sich die Spitzenposition in der Coca-Cola-Gruppe gesichert.

Avevor wusste seine Chance zu nutzen

96-Trainer Hartmut Herold ist stolz darauf, dass mit Christopher Avevor und dem Russen Willi Evseev zwei seiner Spieler, die im vergangenen Jahr beim Turnier in der Lokhalle waren, inzwischen zum Bundesliga-Kader von Trainer Mirko Slomka gehören, obwohl sie mit 18 Jahren noch bei den A-Junioren spielen könnten.

Besonders Avevor wusste seine Chance zu nutzen, nachdem beide etatmäßigen Innenverteidiger der Hannoveraner verletzt ausgefallen waren. „Er wurde bei drei Bundesliga-Partien über die vollen 90 Minuten eingesetzt, spielte gegen Stürmerstars wie den Wolfsburger Grafite, Münchens Mario Gomez und den Kölner Lukas Podolski und hat seine Aufgabe glänzend gelöst“, berichtete Herold.

Von den Akteuren, die diesmal beim Sparkasse & VGH-Cup mit von der Partie sind, traut er in erster Linie Stürmer Almir Kasumovic, der trotz seiner 16 Jahre schon regelmäßig bei der U 23 spielt, und dem 17-jährigen Mittelfeldstrategen Jannis Pläschke längerfristig zu, in die Fußstapfen von Avevor und Evseev zu treten und in den erweiterten Bundesliga-Kader aufzurücken.