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2014 25. Sparkasse & VGH Cup: Riether und Beister über das A-Juniorenturnier
25. Sparkasse & VGH Cup: Riether und Beister über das A-Juniorenturnier
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12:02 15.01.2014
Zurück in die Zukunft: Sascha Riether (r.) im Wolfsburg-Trikot gegen Clint Dempsey vom FC Fulham, für den Riether heute selbst spielt. Quelle: dpa
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Göttingen

Zu einem großen Teil hängt der große Zuspruch mit den Stars von morgen zusammen, die unter dem Hallendach zu erleben sind und sich in der Vergangenheit die Klinke in die Hand gegeben haben. So wie Sascha Riether, der das Turnier im Jahr 2000 mit dem SC Freiburg gewonnen hat, später unter anderem beim VfL Wolfsburg spielte und heute in England beim FC Fulham – aktueller internationaler Teilnehmer – unter Vertrag steht.

„Ich habe sehr gute Erinnerungen an das Turnier. Die Atmosphäre und die Organisation sind nur schwer zu toppen“, sagt der heute 30-jährige Riether. Nach seiner Jugendzeit spielte er im Profibereich von 2002 bis 2007 für Freiburg, danach vier Jahre lang für den VfL Wolfsburg. Nach einem Jahr beim 1. FC Köln wechselte der Mittelfeldspieler schließlich 2012 zum FC Fulham nach London.

M. Özil

„Für junge Spieler ist es eine super Erfahrung“, sagt Riether über den Cup. „Nur selten hat man die Gelegenheit, vor so einem großen Publikum zu spielen, und die Fans in Göttingen haben für eine tolle Stimmung gesorgt.“ Hinzu komme, dass es „spannend und lehrreich ist, sich gegen große Namen zu messen. Ich erinnere mich noch an Barcelona, BrØndby und die Glasgow Rangers.“

Stars des Profifußballs

Große Namen des Turniers sind auch Manuel Neuer, Xherdan Shaqiri (heute spielen beide beim FC Bayern), Carlos Zambrano (Eintracht Frankfurt), Benedikt Höwedes (Schalke 04) und Marcel Schmelzer (Borussia Dortmund). Mesut Özil (FC Arsenal) wurde 2006 als Schalke-Akteur zum besten Spieler des Turniers gekürt.

Mit Özil und Neuer verbindet Riether eine Freundschaft. Alle drei haben neben ihrem Talent viel Ehrgeiz und Disziplin bewiesen, um heute als Profifußballer zu den Stars zu zählen. „Es ist wichtig, am Ball zu bleiben. Die Konkurrenz ist groß, aber es geht darum, täglich an sich zu arbeiten und sich zu verbessern“, unterstreicht Riether. Das ist auch das Credo von Maximilian Beister vom HSV.

M. Neuer

„Wichtig ist für einen jungen Spieler, sich im täglichen Fußballgeschäft zu beweisen“, sagt er. Der 23-jährige gebürtige Göttinger, dessen Cousin Felix Neumann dem Kader des Bezirksligisten SCW angehört, war zwar 2009 für das Lokhallen-Turnier gemeldet, dann aber doch kurzfristig verhindert.

Schwerer Schritt ins Profigeschäft

Den Sprung ins Profigeschäft zu schaffen, ist schwer. Noch viel schwerer ist es jedoch, sich darin zu behaupten. „Der Fußball muss neben der Schule an erster Stelle stehen“, sagt Beister. „Man muss immer 100-prozentigen Einsatz zeigen. Es muss im Kopf stimmen: Viele Spieler sind talentiert, aber es fehlt dann etwas.“ Sich bei einem Hallenturnier mit internationalen Mannschaften zu messen, sei zwar sehr interessant. Das Tagesgeschäft komme aber natürlich an erster Stelle.

Als Teilnehmer des Jahres 2000 gehört Riether im Vergleich zu Beister fast schon einer anderen Generation an. Einen Quantensprung in der Ausbildung junger deutscher Talente gab es spätestens mit der WM 2006 – das sieht auch Riether so: „An der Entwicklung der Nationalmannschaft kann man sehen, dass im Jugendbereich fantastische Arbeit geleistet wurde. Heute wird den Jugendlichen ein großartiger Grundstein geboten, und es liegt an ihnen, was sie daraus machen.“

Beister und Riether haben den Sprung geschafft. Talente, die von heute an in der Lokhalle aufspielen, hoffen noch auf eine Profikarriere. In Riethers Brust schlagen bei der 25. Auflage des Cups zwei Herzen: Er hat früher für den aktuellen deutschen U-19-Meister Wolfsburg gespielt und tritt jetzt für Fulham gegen den Ball. Wer soll diesmal gewinnen? Riether grinst und sagt: „FFC“ – Fulham FC.

Von Eduard Warda

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