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Feuerwerk der Turnkunst Feuerwerk der Turnkunst: Esperanto-Show präsentiert FateFusion
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20:05 26.11.2013
Spektakuläre Darbietung: Das Duo FateFusion verschmilzt zur Einheit.
Spektakuläre Darbietung: Das Duo FateFusion verschmilzt zur Einheit. Quelle: EF
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Göttingen

Michelle Dziony und Christian Groth, das erste Rollstuhl-Partnerakrobatik-Duo Deutschlands, zeigen in ihrer emotionalen Show, dass Athleten mit und ohne Handicap harmonisch zu einer Einheit verschmelzen und Teil einer Showveranstaltung der internationalen Spitzenklasse werden können. Warum Kunstturnerin Dziony und Partner Groth, der seit einem Motorradunfall im Rollstuhl sitzt, im vergangenen Jahr beim „Supertalent“ auf RTL ein Millionenpublikum begeisterten, können die Zuschauer des Feuerwerks am 20., 21. und 22. Januar, jeweils ab 19 Uhr, in der Göttinger Lokhalle erleben.

Kernaussage der Esperanto-Show

Dass die Welt eine (Körper-)Sprache spricht, der Kernaussage der neuen Esperanto-Show, hat das Duo FateFusion geradezu verinnerlicht. Mit seiner spektakulären Nummer aus Tanz und Akrobatik vereint es auf höchst ungewöhnliche Weise Bewegungs und Lebenswelten miteinander. „Zwischen Rollifahrern und Fußgängern kann über die Bewegung eine normale Verbindung entstehen, so wie zwischen unterschiedlichen Sprachen auch“, beschreibt Groth den Bezug zur Tournee und setzt damit Bewegung und Sprache ganz im Sinne des Tournee-Titels auf eine Ebene.

Er hofft, dass durch das Feuerwerk der Turnkunst das Thema Inklusion in den Köpfen der Menschen noch präsenter und selbstverständlicher und in möglichst allen Bereichen umgesetzt wird. „Die beiden zeigen, dass sich die Leistungen von Menschen mit und ohne Handicap auf Augenhöhe befinden und verkörpern damit das inklusive Sportverständnis unserer Show“, betont Produktionsleiter Wolfram Wehr-Reinhold.

Komplexe Elemente und mehr Akrobatik

„Wir wollten mit unserem Tanz zeigen, dass der Unterschied zwischen Rollstuhlfahrern und Fußgängern gar nicht so groß ist und den Zuschauern Berührungsängste nehmen“, sagte Michelle Dziony nach der RTL-Show. Für die kommende Tournee haben die beiden ihre Nummer weiter ausgebaut. „Wir haben unsere Darbietung verlängert, einige komplexe Elemente und mehr Akrobatik einbezogen. Dazu gehören verschiedene Hebefiguren, die wir bis zum Beginn der Tournee noch erweitern wollen“, erläutert Christian Groth.

Besonders für ihn sind die vielen Kraftelemente eine tägliche Herausforderung. Aufgrund seiner Lähmung ab dem achten Brustwirbel, kann er seine Bauchmuskulatur nicht zur Stabilisation nutzen. „Es ist ein ständiges Herantasten an die neuen Elemente, aber es wird immer besser, und ich werde immer fitter“, versichert er. Er empfindet die vierwöchige Tournee als Herausforderung: „Schwierig werden die täglichen Auftritte an immer anderen Orten und die damit verbundene körperliche und mentale Belastung. Aber ich fühle mich der Aufgabe gewachsen.“

Europas erfolgreichste Turnshow

Wie in den Jahren zuvor wird auch das neue Ensemble des TUI Feuerwerk der Turnkunst zu einer großen Familie zusammenwachsen. Sprachbarrieren und Verständigungsschwierigkeiten der Künstler aus Deutschland, Russland, Kolumbien, Dänemark oder Indien werden spielerisch überwunden. Über die vielen unterschiedlichen Bewegungsformen und -kulturen werden alle Künstler sich bereichert fühlen und voneinander lernen, ist Wehr-Reinhold überzeugt. Das Verschiedensein gehöre zum Feuerwerk wie der Applaus zu Europas erfolgreichster Turnshow. „Deshalb wird Chris mit seinem Rollstuhl einfach nur einer von vielen Künstlern sein.

hew/mig

Tickets und Informationen: TUI-feuerwerkderturnkunst.de; Telefon 05    11/980    97    98 oder in den Geschäftsstellen des Göttinger Tageblattes (Jüdenstr. 13c) und des Eichsfelder Tageblattes (Auf der Spiegelbrücke 11).

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Die Auftritte in Göttingen sind ihm viel lieber als die anderswo. „In der Lokhalle ist alles viel enger, viel näher dran. Da wird die Stimmung richtig kanalisiert“, sagt Michael Bauer. Und der Pressesprecher des Niedersächsischen Turner-Bunds muss es wissen.

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