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Feuerwerk der Turnkunst Feuerwerk der Turnkunst: Spitzensport und Show
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20:06 26.11.2013
Seit 2007 beim Feuerwerk der Turnkunst dabei: die Weltklasse-Athleten Thomas Greifenstein (l.) und Artem Ghazaryan. Quelle: EF
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Göttingen

Eine Präsentationsform, die ein breites Publikum anspricht und auch während der „Esperanto“-Tournee 2014 wieder knapp 200 000 Besucher in die Arenen locken soll. In Göttingen gastiert das Ensemble erneut für drei Veranstaltungen in der Lokhalle. Das Feuerwerk wird am 20., 21. und 22. Januar 2014 jeweils ab 19 Uhr gezündet, Einlass ist ab 18 Uhr.

„Wir nehmen keine Spitzenturner in unser Programm auf, die zwar einen Namen haben, sich in unserer Show aber schonen“, betont Produktionsleiter Wolfram Wehr-Reinhold.

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Wer bei Europas erfolgreichster Turnshow auftritt, der müsse Spitzenleistung mit Show kombinieren, um dem hohen Anspruch der Verantwortlichen hinter den Kulissen, aber auch den Erwartungen der Zuschauer gerecht zu werden.

Urgestein des „Feuerwerks“

Das Beispiel der beiden ehemaligen Bundesligaturner Artem Ghazaryan und Thomas Greifenstein zeigt, dass man Leistungsturnen gut mit Showveranstaltungen kombinieren kann, ohne dass die Leistungsfähigkeit darunter leidet.

Die beiden sind gewissermaßen ein Urgestein des „Feuerwerks“ und seit 2007 mit immer neuen Darbietungen Teil des Ensembles. „Schon während wir eigentlich reine Leistungsturner waren, wurden wir hin und wieder für Shows gebucht“, erinnert sich Ghazaryan. Seine Bundesliga-Laufbahn hat er dennoch nie vernachlässigt.

Er wurde mehrfacher Hessischer Meister sowie 2003 Europameister bei den „FICEP-Games“ am Sprung und mit der Mannschaft. „Die ersten zwei Jahre bin ich noch allein aufgetreten, dann kam Thomas dazu. Die wenigsten Turner können von dem, was sie tun, leben, wir sind in Deutschland sogar die Einzigen, die damit finanziell über die Runden kommen.“

Im neuen Programm präsentieren Ghazaryan und Greifenstein zusammen mit dem Bundesligaturner und Olympiateilnehmer von Peking 2008 und London 2012 Martin Konecny sowie mit dem Bundesligaturner Tim Schneider eine Flugshow am Reck sowie eine eigens kreierte Darbietung an einem neuartigen und exklusiv konstruiertes Turngerät – einer Kombination aus Trampolin und Barren.

Stärker in den Köpfen der Menschen verankern

In der „Esperanto“-Tournee wird an mindestens einem weiteren Beispiel deutlich, wie gut das Zusammenspiel zwischen Wettkampfturnen und Show-Tournee funktionieren kann. So besticht die russische Weltklasseturnerin Anna Pavlova in ihren Wettkämpfen stets durch ihre außerordentliche Ausstrahlung.

Bei diversen Welt- und Europameisterschaften hat sie in den vergangenen zehn Jahren etliche Medaillen gewonnen. Mit ihrem Charisma wird Pavlova das Publikum am Schwebebalken sowie am Boden in ihren Bann ziehen.

„Das deutsche Turnen wäre gut beraten, Spitzenathleten mehr Raum und Zeit zu geben, um über den Tellerrand zu schauen und sportliche Erfahrungen in neuen Zusammenhängen außerhalb des reinen Wettkampfes zu sammeln. Das macht den Kopf frei“, sagt Wehr-Reinhold.

Eine deutschlandweite Showveranstaltung, wie das Feuerwerk der Turnkunst, sei eine einzigartige Möglichkeit, die deutschen Athleten einem Massenpublikum zu präsentieren und so das klassische Turnen stärker in den Köpfen der Menschen zu verankern.

Von Heike Werner

Tickets sind noch für alle drei Göttinger Veranstaltungen in der Tageblatt-Geschäftsstelle an der Jüdenstraße 13c erhältlich. Als Teil des Abo-Plus-Pakets erhalten Tageblatt-Abonnenten auf bis zu vier Tickets 20 Prozent Rabatt.