Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Fußball-EM „Die letzte heiße Phase“
Sportbuzzer Mehr Themen Fußball-EM „Die letzte heiße Phase“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
22:36 25.05.2012
Im Trainingslager in Frankreich läuft die EM-Vorbereitung auf Hochtouren. Quelle: dpa
Anzeige
Tourrettes

Die Schweiz ist für uns ein sehr guter Gegner, vielleicht so das kleine Holland“, erklärte Löw vor dem vorletzten Testlauf vor dem EM-Auftakt am 9. Juni gegen Portugal. Löw verschärfte den Turnier-Countdown am Freitag in Südfrankreich mit klaren Ansagen: „Mit dem Spiel und der Ankunft der Bayern-Spieler im Trainingslager beginnt für uns nochmals ein neuer Abschnitt, die letzte heiße Phase der Vorbereitung. Der Prolog war gelungen, die harten und schwierigen Etappen folgen jetzt.“ Am Dienstag wird Löw noch vier Nationalmannschaftsazubis aus dem Kader streichen, aber keinen der acht Bay  ern-Nachzügler. „Sie sind Leistungsträger bei uns. Und sie haben international klasse Leistungen abgerufen“, betonte er.

Das erste Länderspiel ohne Bayern-Akteure seit zwei Jahren sei kein „absoluter Härtetest“, bemerkte Löw vor dem 51. Duell mit den von Ottmar Hitzfeld betreuten Eidgenossen am heutigen Sonnabend
(18 Uhr, live im ZDF) im Basler St. Jakob-Park. Aber man treffe auf einen Gegner, „der uns viel abverlangen wird“.

Anzeige

Löw möchte nach zwei Wochen Training möglichst viele seiner 19 verfügbaren Akteure in einem Wettkampf sehen. Im Blickpunkt steht die Abwehrreihe mit Benedikt Höwedes, Per Mertesacker, Mats Hummels und Marcel Schmelzer. Der lange verletzte Mertesacker muss im ersten Wettkampf seit drei Monaten „den letzten Schritt“ machen, um dann als Abwehrchef zur EM zu fahren.

Von der Form der Außenverteidiger Höwedes (rechts) und Schmelzer (links) will der Bundestrainer mit abhängig machen, auf welcher Seite Kapitän Philipp Lahm bei der EM spielen wird. „Ich lass’ es noch ein bisschen offen. Wir werden sehen, wie sich die Außenverteidiger gegen die Schweiz präsentieren“, erklärte Löw.

Im Angriff soll Miroslav Klose Spielpraxis sammeln. Löw will bei dem zuletzt angeschlagenen Torjäger zwar „kein Risiko“ eingehen. 60 bis 70 Minuten soll Klose aber spielen. Seine Sorgen um die EM-Fitness des Routiniers seien aber kleiner geworden, betonte Löw. Klose vor Gomez und Cacau – so lautet das Stürmer-Ranking. „Aber die nächsten zwei Wochen sind auch noch wichtig. Wir brauchen ,Miro‘ für 90 Minuten und in mehreren Spielen“, sagte Löw. Als Alternative wird er womöglich noch Marco Reus testen.

Mehr als der endgültige 23-Mann-Kader beschäftigt Löw die Turniermannschaft, in der die Bayern-Profis herausragende Rollen übernehmen sollen. Den Final-Tiefschlag von Bastian Schweinsteiger & Co. gegen Chelsea erklärte er ab sofort zum Tabuthema. „Ich halte es an der Zeit, dass bei uns völlige Normalität einkehrt. Dass die Bayern-Spieler zu spät kommen – egal. Der Finalsieg wäre schön gewesen, toll. Aber das interessiert mich nicht mehr“, sagte Löw.

Von Klaus Bergmann und Jens Mende

22.05.2012
Fußball-EM Nationalmannschaft im Training - Löw verschärft EM-Tempo
19.05.2012
Anzeige