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Sportler der Woche Julia Marzoll: Ein Ruhetag pro Woche
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22:01 14.06.2013
Von Kathrin Lienig
Julia Marzoll
Julia Marzoll Quelle: SPF
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Duderstadt

Mit dem Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft hatte die Rittmarshäuserin im Mai bereits angedeutet, dass mit ihr auch auf nationaler Ebene zu rechnen ist. Im Finale unterlag die Sechstklässlerin des Göttinger Felix-Klein-Gymnasiums dann der Nummer eins der Setzliste – denkbar knapp im Tiebreak des dritten Satzes. „Ich habe 4:1 geführt, dann aber keinen Punkt mehr gemacht.“ Traurig und enttäuscht sei sie anschließend gewesen. „Aber das Leben geht weiter. Mal sehen, welche von den Spielerinnen in drei, vier Jahren noch dabei ist“, gab sie sich einige Tage nach der Niederlage bereits wieder kämpferisch.

Julia war fünf Jahre alt, als sie in Umzugskartons einen alten Tennisschläger ihres Vaters gefunden hat. Sie hatte Interesse, ihre Eltern fuhren mit ihr zu Blau-Weiß-Vereinstrainer Alec Ungureanu. Mit dem steht sie heute noch dreimal pro Woche für mehrere Stunden auf dem Platz. „Ich habe damals immer mehr Spaß bekommen, habe die Fortschritte ja selbst bemerkt“, erzählt sie. Das erste Turnier war der Zwergen-Cup in Förste. Inzwischen hat sie auch schon im Leistungszentrum Hannover mit der ehemaligen Schweizer Weltranglisten-Spielerin Patty Schnyder trainiert, die Trainer dort sind längst auf sie aufmerksam geworden.

Noch ist ein Wechsel ins Sportinternat der Landeshauptstadt kein Thema. „Die Schule krieg ich gut hin, mein Schnitt ist etwa 2,0“, freut sich Julia jetzt auf die Ferien. Dann geht es mit dem Familien-Wohnmobil zu international besetzten Turnieren in Deutschland, wo sie als Nummer sechs der Deutschen Rangliste weitere wichtige Punkte sammeln möchte.