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Tour d'Energie 2009 5000 Zuschauer bei Tour d'Energie in Göttingen
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20:49 06.03.2014
Dominierten gestern das Bild auf den Straßen in der Region: 2070 Jedermann-Radsportler gingen bei der Tour d’Energie an den Start. Hier ist das Feld auf der Straße zwischen Mengershausen und Jühnde zu sehen.
Dominierten gestern das Bild auf den Straßen in der Region: 2070 Jedermann-Radsportler gingen bei der Tour d’Energie an den Start. Hier ist das Feld auf der Straße zwischen Mengershausen und Jühnde zu sehen. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Der Jubel ist groß, als der erste Radrennfahrer auf die Bürgerstraße einbiegt.

Auf den letzten zwei Kilometern der 46 Kilometer langen Strecke hatte sich Jonas Leefmann aus Bremen von der Spitzengruppe abgesetzt und hat nun 50 Meter vor dem Ziel genügend Zeit, die Atmosphäre im Zielbereich zu genießen – und diese ist um 12.26 Uhr prächtig.

GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey berichtet später von 5000 Zuschauern, die sich im Verlauf des gestrigen Tages auf der Bürgerstraße einfinden. „Kurz vor der letzten Rechtskurve habe ich die Zuschauer schon gehört. Das hat mich noch einmal richtig angetrieben“, zeigt sich Leefmann, der nach seinem zweiten Platz im Jahr 2007 nun ganz oben auf dem Treppchen steht, vom Interesse der Göttinger begeistert. 

Beste Frau über die 46-Kilometer-Distanz wird Ricarda Wannigmann aus Münster. Der Grund für ihr gutes Abschneiden ist die Unterstützung ihres Teams Agapedia Münsterland. „Meine Jungs haben mich heute durchgebracht“, so die 26-Jährige, die beim größten Jedermann-Radrennen Niedersachsens zum ersten Mal am Start ist.

Dass Teamarbeit im Radsport groß geschrieben wird, dies beweist bei der Tour d’Energie auch eine Jugendgruppe des Tuspo Weende, die großen Beifall erhält, als sie gemeinsam im Ziel einfährt.

Eine halbe Stunde nach der Ankunft der Besten über die 46-Kilometer-Strecke überqueren schon die ersten Teilnehmer der 82-Kilometer-Distanz die Linie. Anders als beim vorangegangenen Rennen wird die Königsdisziplin im Sprint entschieden.

Die nötigen Kraftreserven dafür hat Nico Wernicke vom Team Univega. „Ich hatte das Glück, dass ich mit meiner Mannschaft am Schluss taktieren konnte und mich auf den letzten Metern richtig gut gefühlt habe“, berichtet der Schweinfurter nach der Siegerehrung. In der Konkurrenz der Frauen darf sich Christina Utsch aus Essen über den Gesamtsieg freuen.

Nur gute Worte findet sie für Strecke, Organisation und Publikum. „Es hat einfach alles gepasst. Was draußen auf der Strecke los war, war einfach der Wahnsinn“, lobt sie nach ihrer Zieleinfahrt.

Vor allem am Hohen Hagen erhalten die Radsportler große Unterstützung. Umrahmt wird der dortige Streckenabschnitt von Menschen, die in Zweier- und Dreierreihen stehen, und auch in den einzelnen Ortschaften, durch die die Strecken führen, ist eine Menge los.

„Die Leute verbinden das Event beispielsweise mit einem Grillnachmittag und feuern die Radfahrer vom heimischen Garten aus an. Es zeigt, dass die Veranstaltung identitätsstiftend ist“, so Frey, der nach dem Renntag von nur wenigen Unfällen berichtet. „Drei Teilnehmer mussten ins Krankenhaus. Aber es wird keine bleibenden Schäden geben“, beruhigt er.

Auch das gegenüber den Vorjahren gestiegene Interesse der Göttinger Schulen freut die Organisatoren. Gleich fünf Bildungseinrichtungen machen bei der fünften Auflage der Tour den Sieger in der Schulwertung unter sich aus. Das Theodor-Heuss-Gymnasium nimmt die Goldmedaille entgegen.

Dass nicht unbedingt die Zeit ausschlaggebend für die Platzierung ist, zeigt das Beispiel von Lokalmatador Markus Gauer (Tuspo Weende). Mit 2:06,21 Stunden weist er zwar eine bessere Zeit auf als der Gesamtsieger Nico Wernicke, am Ende aber muss sich der Göttinger mit Platz vier zufrieden geben.

Zu erklären ist dies damit, dass es bei den besten 50 Teilnehmern nicht darauf ankommt, was ihr Transponder, der beim fliegenden Start am Rosdorfer Kreisel aktiviert wird, am Ende anzeigt. Entscheidend ist die Reihenfolge, in der die Fahrer im Ziel ankommen. Nur auf den hinteren Rängen ist die Zeit ausschlaggebend für die Platzierung.

Videoimpressionen vom Radrennen finden Sie hier.