Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Tour d'Energie 2014 Göttinger Tour d'Energie 2014 ist Besuchermagnet
Sportbuzzer Mehr Themen Tour d'Energie Tour d'Energie 2014 Göttinger Tour d'Energie 2014 ist Besuchermagnet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 28.04.2014
Kleider machen Leute: Der Radsportbegeisterung am Max-Planck-Gymnasium wächst mit eigenen MPG-Trikots. Quelle: EF
Anzeige
Göttingen

Die jüngsten Fahrer sind bei der zehnten Auflage Charlotte Michels und Janick Hoffmann, der in Jühnde und damit in direkter Nachbarschaft zum Hohen Hagen zu Hause ist.

Er sei total aufgeregt, zumal es sein erstes Rennen überhaupt ist. Vorbereitet hat er sich bei einem Radsportcamp auf der Radbahn im Stadion am Sandweg, mit Spinning und mit vielen Touren über Ostern.

Anzeige

„Meine Eltern fahren oft Fahrrad und haben mich mitgenommen“, sagt der Zwölfjährige über eine Anfänge. Michael und Ursula Hoffmann sind als Erziehungsberechtigte auch bei der Tour dabei. Die Radsportbegeisterung des Sohnes wirkt dabei auf die Eltern motivierend. „Jetzt packt es uns wieder“, sagt Ursula Hoffmann – außer am Hohen Hagen. „Meiner Mutter fahre ich davon“, berichtet Janick stolz.

Der älteste Teilnehmer der Tour ist ein alter Bekannter, der bereits 2009 den Hohen Hagen meisterte, dabei als 76-Jähriger in seiner Altersklasse Ü 60 siegte – und in der Radsportszene zur Prominenz zählt: Der 81-jährige Bruno Podesta aus Hochheim am Main ist neunfacher Weltmeister der Senioren und spult noch heute seine 10 000 Kilometer pro Jahr ab.

Auf niemanden angewiesen

Für dieses Jahr hat er sich der ehemalige KFZ-Meister sieben bis acht Rennen mit dem Saisondebüt in Göttingen vorgenommen. Podesta ist in den 40er-Jahren über seinen Bruder zum Radsport gekommen. „Fußball hat mir nicht gefallen“, erzählt er. Später fuhr er mit der Nationalmannschaft Olympia-Ausscheidungen.

Podesta schätzt am Radfahren, „dass man für sich allein fährt und auf niemanden angewiesen ist. Es ist ein Einzelsport und ein harter Sport.“ An der Göttinger Tour gefallen ihm die Strecke und die gute Organisation. Podesta verspricht: „Ich werde nicht der Schlechteste sein.“

Die stärkste Gruppe in der seit 2008 ausgetragenen Schulwertung stellt mit diesmal rund 60 Fahrern das Max-Planck-Gymnasium (MPG). Das ist vor allem Lehrer Tom Johnen zu verdanken, dessen Begeisterung sich auf Schüler, Kollegen und einige Eltern übertragen hat. Trainiert wurde seit Januar immer sonntags um 10 Uhr. „Wir waren immer zwischen drei und 20 Fahrern“, berichtet der 50-jährige Johnen.

Angefangen hatte es 2008 mit 15 Teilnehmern. Der Aufschwung sei mit eigenen Trikots gekommen. Johnen hat ein Herzensanliegen: „Dass im Straßenverkehr mehr Rücksicht auf Radfahrer genommen wird“ – schließlich gehe es beim MPG-Training auch darum, auf dem Rad sicherer zu werden.

Von Eduard Warda