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Sportmix BG Göttingen kassiert deutliche 60:82-Pleite in Vechta
Sportbuzzer Sportmix BG Göttingen kassiert deutliche 60:82-Pleite in Vechta
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15:55 30.12.2018
BG-Guard Dominic Lockhart versuchte viel, doch sein Team kassierte eine deutliche Pleite bei RASTA Vechta Quelle: Christian Becker / pfbecker.de
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Vechta

„Wir hatten zu viele Ballverluste und zu wenige getroffene Dreier um so ein Auswärtsspiel bei einem Playoff-Anwärter zu gewinnen. Zudem haben wir zu wenige Offensiv-Rebounds geholt“, sagte BG-Headcoach Johan Roijakkers nach der Niederlage im mit 3140 Zuschauern ausverkauften RASTA-Dome. Nach dem starken Auftritt am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen die Brose Baskets Bamberg erhofften sich die Göttinger beim Aufsteiger nach sieben Niederlagen mal wieder ein Erfolgserlebnis – doch daraus wurde nichts.

Die Partie allerdings begann verheißungsvoll, denn Mathis Mönnighoff und Darius Carter sorgten für eine schnelle 4:0-Führung, die allerdings von konzentriert wirkenden Gastgebern sofort durch zwei verwandelte Dreier durch Austin Hollins gekontert wurden. Nach dem guten Start der BG folgte ein 11:0-Lauf für RASTA und der gute Auftakt war schnell verpufft. Die Veilchen fanden im ersten Viertel offensiv praktisch gar nicht statt und erzielten magere zehn Punkte. Entscheidend für das Zwischenergebnis von 17:10 für Vechta waren insbesondere die Turnovers (Ballverluste). Deren neuen prägten eine insgesamt Leistung der Göttingen.

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Nicht nur die vielen Fehler des Roijakkers-Teams, sondern die starken Hollins und Josh Young stellten die BG-Defensive häufiger vor arge Probleme. Und mit der aggressiven und gut funktionierenden Zonen-Presse von RASTA kamen die Veilchen gar nicht zurecht. Die Dreierquote der Göttinger wurde auch im zweiten Abschnitt nicht besser, einzig der agile Dominic Lockhardt unterbrach eine Serie von vier Dreiern des Aufsteigers mit einem eigenen Erfolgserlebnis. Mitte des zweiten Viertels lag die BG schon mit über 20 Punkten in Rückstand – an einen Sieg glaubte nach nicht einmal 15 Minuten schon keiner mehr. Zudem kassierte Kapitän Michael Stockton früh sein drittes Foul, so dass er von Roijakkers eine Auszeit bekam.

Kurz vor der Pause kamen die Gäste dann etwas besser in die Partie, da auch Vechta nun viele Fehler machte. Mit einem 7:0-Lauf durch Derek Willis, Penny Williams und Carter verkürzte die BG kurz vor der Halbzeit. Das Highlight hatten erneut die Gastgeber auf ihrer Seite: Chris Carter knallte einen sehenswerten Dunk mitten ins BG-Herz und zog dazu noch das Foul – eine tolle Aktion des US-Amerikaners. Mit 43:28 ging es in die Pause. Einzig die Anzahl der Turnovers wurde geringer, ansonsten ging bei der BG herzlich wenig.

Gut starteten die Veilchen in das dritte Viertel. Stockton und Willis erzielten die ersten fünf Punkte für die Gäste. Die Aufholjagd? – Nein. Der überragende Hollins und das gesamte Team von Vechta dominierte in der Folge wieder die Partie und zog der BG erneut davon, so dass es nach 30 Minuten verdientermaßen 60:45 für die Gastgeber stand.

Im Schlussabschnitt passierte dann nicht mehr viel – die Partie war frühzeitig entschieden. Die BG kassierte die achte Niederlage in Folge. Vielmehr musste man im letzten Viertel noch Angst haben, dass die Niederlage noch deutlich ausfällt. 24 Turnovers standen am Ende in der Statistik – das ist für eine Basketball-Bundesliga-Mannschaft einfach zu viel. Zudem erzielten die Veilchen gerade einmal vier Dreier. Einzig Derek Willis und Dominic Lockhardt zeigten annähernd Normalform.

Zu Beginn des neuen Jahres (2. Januar) geht es im Derby gegen die wieder erstarkten Braunschweiger weiter, bevor die BG nur drei Tage später in der Sparkassen-Arena auf die Eisbären Bremerhaven trifft.

Von Jan-Philipp Brömsen

29.12.2018
23.12.2018