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Sportmix Frisbee boomt, nicht nur in Göttingen
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21:31 18.03.2019
Das Göttinger Newcomer-Team „7Up“ (weiße Trikots) im Duell mit den Mainzelrennern: Beim Gänseliesel-Cup geht es um den Spaß am Ultimate-Frisbee-Sport. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen

 Eine nette Atmosphäre: Zehn Spieler mit einer Frisbee-Scheibe im Duell, begleitende Musik und zwei Kinderstimmen kommentieren das Spiel. Ole und Till Rössing, die in der Nähe des FKG wohnen, sitzen am Mikrofon. „Wir hatten nichts zu tun und haben gefragt, ob wir helfen können. Bisher kannten wir Frisbee gar nicht“, erzählt der zehnjährige Ole, der zusammen mit seiner Bruder Till (acht Jahre) die Spielzüge in toller Manier kommentierte. „Starke Defense“, rief Ole.

Zwei Göttinger Teams am Start

Neben den beiden „kleinen Hallensprechern“ saß Karolin Prott, die seit einem Jahr selbst spielt. „Musik gehört dazu – besonders in den letzten fünf Minuten“, so Prott. In beiden FKG-Hallen fanden die Spiele der 15 deutschen Teams und der einen österreichischen Mannschaft statt. „Mindestens eine Frau muss dabei“, berichtete Prott, die das Frisbee-Spiel als sehr laufintensiv bezeichnet. Gerade spielen die „Göttinger 7“ gegen die Funaten – es ist spannend. Kurz vor Schluss steht es 9:8 für die Gastgeber, euphorisch kommentiert von Ole. Nur zehn Sekunden vor dem Ende fällt der Ausgleich, die Funaten platzierten ihre Scheibe in der sogenannten Endzone und es steht 9:9 – Remis. Die Spieler klatschen sich ab, alles ist sehr sportlich und fair. Ein gemeinsamer Kreis zum Abschluss der Partie.

Die Göttinger gingen mit zwei Mannschaften an den Start. Neben den „Göttinger 7“, die es letztlich bis ins Finale schafften, spielte noch ein sogenanntes Newcomer-Team mit dem Namen „7up“. Die „Rookies“ belegten einen guten elften Platz. „Hier handelt es sich um Spaßturnier. Eigentlich kommt Frisbee ja vom Hochschulsport“, berichtet Nicolas Fink, der zugleich von einer starken Entwicklung in den vergangenen Jahren berichtet. „Es gibt viele neue Vereine und auch in Schulen wird vermehrt Frisbee gespielt. Der Sport ist fair und anspruchsvoll zugleich“, so der Göttinger. Bei den Turnieren gehe es neben dem sportlichen Aspekt auch um eine nette Atmosphäre und darum Leute aus der „Frisbee-Szene“ zu treffen.

Vorbereitung auf EM in Portugal

Für Fink läuft aktuell die Vorbereitung auf die Europameisterschaft, die im Mai in Portugal stattfindet. Zusammen mit Esther Kunay gewann der 35-Jährige 2015 den WM-Titel im Mixed-Wettbewerb in Dubai. Drei bis viermal trainieren die Spieler des Hochschulsportes und der BG 74 in der Woche. „Ich trainiere zweimal, mache aber zudem ein Athletik- und Kräftigungsprogramm“, berichtet Fink. Desweiteren nimmt noch ein Göttinger Spieler, Wieland Lühder, an der Europameisterschaft in Portugal teil.

Klassischerweise wird Frisbee auf dem Feld im „7 gegen 7“ gespielt, aber auch im Sand. Das Gänselieselturnier in Göttingen wird traditionell in der Halle ausgespielt.

Die Teilnehmer übernachten in der Halle. Ganz einfach mit Schlafsäcken oder Luftmatratzen. „Wir versorgen die Spieler über die beiden Tage komplett. Frühstück und vieles mehr“, berichtet der Organisator. Während des Turniers ist ein Buffet aufgebaut: Salate, kühle Getränke und Kuchen stehen zur Auswahl – zu haben für eine Spende. „Das klappt sehr gut. Es zahlen alle einen festen Beitrag für das Wochenende, damit kommen wir gut aus“, so der 35-Jährige.

Aufnahme in DOSB als Ziel

Den Frisbee-Sport sieht Fink stark im Kommen. Mehr als 10000 Spieler gibt es deutschlandweit. Ziel sei es, in den DOSB aufgenommen zu werden. Besonders beliebt ist Frisbee in den USA und Kanada. „Es ist alles äußerst fair, wir spielen ohne Schiedsrichter. Da funktioniert der Teamspirit und es gibt praktische keine Diskussionen“, berichtet Fink. Sportlich sicherten sich die Dresdener in einem spannenden Finale den Titel. Das Göttinger Team war eben ein guter Gastgeber.

Von Jan-Philipp Brömsen

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