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Regional 1. Radpolo-Bundesliga: Obernfelder Teams gewinnen
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20:25 09.06.2013
Von Vicki Schwarze
Mit den Fingerspitzen geklärt: Victoria Morick (l./RVO II) pariert den Schuss, Luisa Artmann (M.) und Vanessa Krauss (Ginsheim) schauen zu.
Mit den Fingerspitzen geklärt: Victoria Morick (l./RVO II) pariert den Schuss, Luisa Artmann (M.) und Vanessa Krauss (Ginsheim) schauen zu. Quelle: OT
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Obernfeld

Sechs Punkte sollte die erste Vertretung nach Möglichkeit holen. Das Duo lag sogar über dem Soll und sicherte sich sieben Zähler. Neun sollten es beim RVS II werden. Die Freundinnen blieben einen Zähler drunter. Zufrieden war Trainer Kopp aber allemal mit seinen Schützlingen.

Für Morick/Artmann begann das Turnier gleich mit einem Paukenschlag, trafen die Neulinge doch mit dem RV Etelsen auf den Spitzenreiter. Absolut ausgeglichen verlief die erste Halbzeit, die folgerichtig mit 3:3 endete. Und zur Überraschung aller trumpften die Eichsfelderinnen im zweiten Durchgang auf, führten mit 6:3, als ihnen ihre Nerven einen Streich spielten und sie den deutlichen Vorsprung noch abgaben, so dass das Match schließlich mit 6:6 endete.

Mehrere Male Bodenkontakt hatte im zweiten Spiel gegen Ginsheim Luisa Artmann, die gegen die robusten Ginsheimerinnen arg gebeutelt wurde. Doch das Duo biss die Zähne zusammen, führte zur Halbzeit mit 5:0 und gewann am Ende mit 8:3.

Knapp, aber nicht unverdient siegten die Stahlross-Damen gegen Kostheim mit 4:3. „In der letzten Minute haben wir noch ein bisschen gezittert, aber letztlich haben wir verdient gewonnen“, fand der Obernfelder Coach. In der abschließenden Begegnung des Tages gegen Schlusslicht Seeheim sah alles nach einem klaren Erfolg für die Eichsfelderinnen aus, die schnell mit 3:1 führten.

Doch die Gäste erwiesen sich als zäh und widerspenstig und verkürzten auf 3:4. „Kommt, quält euch noch mal“, ging die Aufforderung in Richtung Luisa und Victoria. Doch angesichts der Temperaturen in der Halle und den kräftezehrenden Spielen vorher war der Akku leer bei dem Duo, so dass der Gegner schließlich noch zum Ausgleich kam.

Überhaupt kein gutes Gefühl vor diesem Spieltag hatte Jennifer Kopp. Gerade morgens erst um 6.30 Uhr auf dem Flughafen in Hannover nach einem zehntägigen Türkei-Urlaub gelandet, ging sie mit sehr gemischten Gefühlen ins Turnier. Doch es lief ausgezeichnet, nicht zuletzt auch, weil Partnerin Sandra Nordmann, die erst ihre erste Bundesliga-Saison bestreitet, immer mehr an Sicherheit und Stärke gewinnt.

Und so gewannen die Obernfelderinnen ihr wichtiges Auftaktspiel gegen Ginsheim souverän mit 4:2. „So hatte ich mir das vorgestellt“, freute sich Josef Kopp. Und auch mit dem 3:3 gegen die nicht zimperlichen Kostheimerinnen konnte er sehr gut leben. „Es sind beides Linkshänderinnen, da entwickeln sich die unmöglichsten Situationen“, erklärte Kopp. Doch Tochter und Schwiegertochter in spe meisterten auch diese Hürde.

„Man merkt einfach, dass Sandra immer sicherer wird. Sie hat sehr gut gespielt“, lobte Jennifer ihre Partnerin. Keinerlei Probleme besaß das Duo dann im abschließenden Match gegen Seeheim. Schon im Hinspiel hatten sie klar mit 9:1 gewonnen. Dieses Mal waren sie beim 6:1 noch gnädig. Und so gehen jetzt beide Mannschaften mit einem beruhigenden Polster in den letzten Spieltag, der am 22. Juni in Langwedel stattfindet. Artmann/Morick auf Dritte und Kopp/Nordmann als Sechste.