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Regional 160 Teilnehmerinnen beim Frauensporttag des Stadtsportbundes Göttingen
Sportbuzzer Sportmix Regional 160 Teilnehmerinnen beim Frauensporttag des Stadtsportbundes Göttingen
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00:18 10.08.2013
Balanceakt beim Frauensporttag des SSB: die „Storchen-Stellung“ auf dem wackeligen Togu-Jumper. Quelle: Pförtner
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Göttingen

„Wir wollen Trends und neue Bewegungsanreize vorstellen, die für Vereine interessant sind“, erklärt Hans-Jürgen Mack vom SSB.  Die Teilnehmer beim Togu Jumper etwa greifen zuerst in die Luft, als würden sie Kirschen pflücken. Dann stehen sie wie ein Storch auf dem Sprungkissen, das wie ein halber Petzi-Ball aussieht. Und zu guter Letzt werden auf dem Balanciergerät im Takt der Musik Kniebeugen ausgeführt. „Es ist wirklich nicht einfach, das Gleichgewicht zu halten“, bilanziert Hannelore Arnold, während sie sich den Schweiß von der Stirn tupft. „Und je älter man ist“, pflichtet Christa Schulz lachend bei, „desto schwieriger wird es.“

Zylinderförmige Massagerolle

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Flexibilität fordert und fördert auch die Black Roll. Während Oberschenkel, Gesäß, oder Nacken auf der zylinderförmigen Massagerolle bewegt werden, wird auch die Konzentration auf das entsprechende Körperteil gerichtet. „Denn Entspannung ist ja immer auch eine Kopfsache“, verdeutlicht Referent Edmund Boettcher. Er empfiehlt allen Sportlern, ein Gerät wie die Black Roll ins Training einzubauen, um Belastungsbeschwerden vorzubeugen: „Viele raffen sich zum Sport auf – wollen dann aber nicht auch noch Regenerationsmaßnahmen durchführen“, weiß der Physiotherapeut.

Entspannung pur ist auch das Achtsamkeitstraining: „Das ist wie eine Mischung aus Yoga und autogenem Training“, findet Marianne Brüller. „Man muss sich auf sich selbst besinnen, kann herunterkommen – und so Muskelspannung abbauen“, sagt die 80-Jährige vom ASC, die die Übung als „sehr angenehm“ empfand.

Mit vier Frauen angefangen

Dass die Auswahl der einzelnen Sportarten durchdacht ist, verdeutlicht Ines Graeber vom SSB: „Einerseits suchen wir das Modernste, das sich finden lässt.“ Andererseits achte das Organisationsteam auf einen Wechsel zwischen langsamem und schnellem Sport. „Fünf Powersportarten – das wäre nicht sinnvoll“, sagt Graeber.

An den ersten Frauensporttag vor mehr als einem Jahrzehnt kann sich Renate Franke noch gut erinnern: Mit vier Frauen habe man angefangen und sei unter anderem Kanu gefahren, schwelgt sie in Erinnerungen. „Und irgendwie ist es schön“, sagt sie, „die Veranstaltung so wachsen zu sehen.“ Wenngleich Franke zu den erfahreneren Teilnehmerinnen zählt, so würden insgesamt auch immer mehr junge Frauen an den Workshops teilnehmen, stellt Graeber fest.

Bisschen etwas von Schatzsuche

Ein bisschen etwas von Schatzsuche hat der Orientierungslauf-Walk: „Wir bekommen einen Plan vom Sportgelände, und müssen zu markanten Objekten wandern“, erklärt eine der Teilnehmerinnen. Zu einem Baum etwa, zu einem Flutlichtmast, oder zu einer Hausecke. „Und wenn man schließlich den Posten findet“, ergänzt ihre Kollegin, „dann ist der Triumph groß.“

„Insgesamt lief es einfach wunderbar“, resümiert Mack, der die Gemeinschaft als „eine große Familie“ bezeichnet. Die einzigen Wermutstropfen der Veranstaltung nieseln nach anderthalb Stunden vom bewölkten Himmel hinab. Doch mit der nötigen Improvisation wird zum Abschluss noch ein „Anti-Gewitter-Tanz“ getanzt und eben einfach etwas früher das Buffet eröffnet. Und die Balancierkissen vom Togu Jumper erfüllen schließlich noch einen weiteren nützlichen Zweck: Zwei Teilnehmerinnen verdeutlichen, dass sie – über dem Kopf getragen – als Schutzschild vor den Regentropfen dienen können. Kreativität und Flexibilität sind beim Frauensporttag eben Trumpf.

Von Timo Holloway

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