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Regional 250 Tänzerinnen toben sich aus
Sportbuzzer Sportmix Regional 250 Tänzerinnen toben sich aus
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22:58 06.03.2012
Tanzen bis zur Erschöpfung: Die Teilnehmerinnen des Zumba-Workshops haben sichtlich Spaß am ausgelassenen Treiben.
Tanzen bis zur Erschöpfung: Die Teilnehmerinnen des Zumba-Workshops haben sichtlich Spaß am ausgelassenen Treiben. Quelle: Pförtner
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Geismar

„Die Frontfrau ist einfach super. Sie reißt die Masse ohne viele Worte mit“, zeigt sich die betagte Groß Schneerin Elisabeth Ropeter begeistert. Fendina Lau vom Organisator, dem Kreissportbund (KSB) Göttingen, pflichtet ihr bei: „Daniela hat einfach Feuer im Hintern. Sie lebt Zumba.“ Beim Zumba werden Elemente aus verschiedensten Tanz-, Fitness- und Aerobicformen miteinander kombiniert. Das A und O ist der Rhythmus. „Es ist eine Trendsportart, die auf die Vereinswelt überschwappt“, erklärt Lau. Sie selbst bekomme immer mehr Anfragen von Interessierten – „aber viele wissen gar nicht genau, was Zumba eigentlich ist“.

Sehr genau zu wissen, wie es funktioniert, scheint hingegen die Peruanerin Yesilda Balavarcaschien. Elegant lässt sie ihre Hüften kreisen, hat als ehemalige Flamenco- und Bauchtänzerin offenbar den Rhythmus im Blut. „Beim Zumba komme ich in Partystimmung, weil die Musik anders ist als gewöhnlich“, lächelt Balavarcaschien, die besonders von der „großen Bewegungsfreiheit“ angetan ist.

Während die lizensierte Trainerin Daniela Proto bei den vorwiegend spanischen Liedern mitsingt und durch Partner- und Gruppenübungen Variation schafft, müssen einige Teilnehmerinnen der Anstrengung Tribut zollen. Gelegentlich kann da nicht einmal mehr die Verpflegungsstation, die mit Wasser und Traubenzucker lockt, helfen.

Unterdessen haben Daniel Schacht und Björn Eichelberger die Erfahrung gemacht, allein unter Frauen zu sporteln: Die beiden Mittzwanziger sind auf Empfehlung einer Freundin zum ersten Mal dabei und als Männer allein auf weiter Flur. „Das merkt man allerdings kaum, weil man so sehr auf Übungen und Trainerin fokussiert ist“, verdeutlicht Schacht. Dass es den Männern anfangs schwer fiel, den Übungen zu folgen, schreibt Eichelberger keineswegs dem Geschlecht zu: „Ich glaube, zu Beginn hat einfach jeder ein paar Schwierigkeiten.“ Das lege sich jedoch mit der Zeit, betont er – und liefert den Beweis dafür gleich selbst.

Nach 150 Minuten tanzen, springen, jubeln und klatschen ist selbst Daniela Proto erschöpft – aber zufrieden. „Wir wollten die Halle rocken. Das haben wir geschafft“, resümiert sie. Für die gebürtige Chilenin ist ein „geiles Gefühl, zu wissen, dass die Leute mit einem Lächeln nach Hause gehen“. Genau das sei für sie, die zehn Stunden wöchentlich beim MTV Geismar, ASC 46 sowie in kommerziellen Studios Zumba anbietet, die Hauptmotivation. Und selbst die geforderte Zugabe wird die energiegeladene Frontfrau erfüllen: Am 24. März findet in Lenglern die dritte und letzte Zumba-Party der Serie statt.

Von Timo Holloway