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Regional 280 Kanuten paddeln in Göttingen um die Wette
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10:43 27.05.2019
Rund 280 Kanuten kämpfen bis Sonntagnachmittag bei der 39. Göttinger Kiesseeregatta um Plätze und Medaillen. Quelle: Pförtner
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Göttingen

  

Am Sonnabend stehen bei der Regatta, die vom TWG 1861 Göttingen veranstaltet wird, vor allem Vorläufe auf dem Programm – aber auch bereits einige Finaldurchgänge. So zum Beispiel im K4 der Männer, in dem das Göttinger Boot mit Till Steffen, Max Staats, Lion Schettler und dem Neuseeländer Craig Simpkons hinter der Bremer Vertretung den zweiten Platz belegt und damit Silber holt.

Dabei wird der Konkurrent aus Mühlheim um Zentimeter auf den dritten Rang verwiesen – für Staats und Co. eine besondere Genugtuung, sitzen im Mühlheimer Vierer doch die ehemaligen TWGer Alex Baum und Lars Bode. „Das ist umso schöner, denn das ist ja schließlich eine Art persönliche Konkurrenz“, sagt der 22-jährige Staats.

Für Staats, der in Leipzig Physik studiert, ist es die zehnte oder elfte Teilnahme an der Göttinger Regatta, so genau weiß er das nicht. „Die Kiesseeregatta ist immer geil. Es gibt gute Bedingungen für Wettkämpfe, von den Starts bis zur Ballonierung“, verdeutlicht er. Vor allem aber zeichne die Rennen auf dem Kiessee ein ganz spezielles Flair aus: „Es gibt eine gute Qualität, aber es ist auch familiär“, lobt der 22-Jährige. „Es ist zwar der erste Sonnenbrand des Jahres, aber die Regatta gehört zu den Highlights der Saison. Man freut sich drauf.“

Max Staats Quelle: Warda

Mit Kollegen aus der Vierer-Konkurrenz sei er früher als Jugendlicher bei der Deutschen Meisterschaft gefahren. „Jetzt ist man nicht mehr ganz vorn dabei, aber die Kiesseeregatta ist trotzdem ein cooles Event“, sagt Staats. „Abends sitzt man zusammen und bestellt Pizza.“ Übernachtet wird wie immer in Zelten im Uferbereich des Sees, am Sonntag geht es ab 8 Uhr mit Kanu-Rennsport weiter.

280 Kanuten messen sich auf Göttinger Kiessee

Sabina Wambach vom Kanu-Club Limmer aus Hannover erinnert sich, bereits als B-Schülerin in den 80er-Jahren an der Regatta teilgenommen zu haben, als die Wettkämpfe noch vom Göttinger Paddler Club veranstaltet wurden. Heute ist sie selbst Trainerin: „Jetzt bin ich es, die den Kindern das Paddeln beibringt“, sagt sie lachend.

„Es ist schön hier“, findet Wambach. „Auf dem kleinen See ist man sehr nah dran. Es gibt nicht ganz so viel Sturm und Wind, und die kleineren Sportlern kann man von allen Seiten sehen. Sie sind in Rufnähe.“ Als Trainerin verzichtet sie allerdings auf das obligatorische Zelten und gibt dem Wohnwagen den Vorzug.

Sabine Wambach Quelle: Warda

Auf dem See ist unterdessen ein Boot gekentert, und das DLRG-Boot, das stets in Ufernähe auf Einsätze wartet, rückt aus. Kurz danach gibt es Entwarnung: Der junge Kanute ist geborgen und wird ans Ufer gefahren.

Göttinger Ergebnisse

K4 Herren Leistungsklasse 500 Meter: 2. TWG 1861 (Till Steffen, Max Staats, Craig Simpkins, Lion Schettler)

K1 Herren Leistungsklasse 500 Meter: 1. Staats (TWG 1861).

K1 Herren Leistungsklasse 5000 Meter: 5. Staats, 10. Steffen (beide TWG 1861).

K4 Herren Leistungsklasse 200 Meter: 2. TWG 1861 (Steffen, Staats, Simpkins, Schettler).

K1 männl. Jugend 100 m: 13. Leon Baumann (TWG 1861).

K1 Herren Leistungsklasse 100 Meter: 3. Staats, 6. Simpkins, 10. Steffen, 19. Schettler (alle TWG 1861).

K2 Herren Leistungsklasse 200 Meter: 1. TWG 1861 (Steffen/Staats).

K1 Herren Leistungsklasse 200 Meter (Endlauf B): 1. Simpkins (TWG 1861).

K1 Herren Leistungsklasse 200 Meter (Endlauf A): 2. Staats, 5. Steffen (beide TWG 1861).

Währenddessen hat sich Schwan dazu entschlossen, getreu dem Motto „Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh’“ auf einer Wettkampfbahn zu gründeln. Der Schwan gelte als Naturhindernis, erläutert Organisator Gerd Bode vom TWG 1861. Unfälle mit Schwänen habe es seines Wissens aber noch nicht gegeben.

Bode und seine Frau zieht es im Herbst nach Osnabrück, wo sie ihren Lebensabend verbringen wollen. Die Kiesseeregatta bleibt Göttingen jedoch erhalten, auch wenn der Trend beim TWG in Richtung Freizeit- und Wildwasserpaddeln geht und der Leistungssportbereich nach dem Weggang von Trainer Baum vor fünf Jahren kleiner geworden ist.

Noch einmal hat Bode für die Vorbereitung zwei Tage auf dem See investiert, von morgens 5 bis abends 18 Uhr. Es hat sich immer gelohnt, allein schon wegen der vielen Berliner Vereine, die regelmäßig kommen – mit vielen Trainern, die schon als junge Kanuten dabei waren.

Von Eduard Warda

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