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Regional Viele Titelverteidiger sind beim TSC Göttingen wieder am Start
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19:04 06.06.2019
Hat für das Pfingstturnier gemeldet: Friedrich Klasen, Sieger des Jahres 2016. Quelle: Theodoro da Silva
Göttingen

Pfingsten und die Tennis-Stadtmeisterschaften gehören zusammen. Zum 43. Mal werden auf der Anlage des Tennis- und Ski-Clubs (TSC) die Titelträger ermittelt. Während das Feld bei den Herren so voll ist, dass bereits am Freitag eine Qualifikation gespielt werden muss, herrscht bei den Damen eher Flaute.

„Mit der Resonanz bei den Herren sind wir voll zufrieden, 21 Spielerinnen im Damenfeld sind zu wenig“, sagt Denes von Kallay, Mitglied der Turnierleitung. Den Grund für die schwache Resonanz liefert er gleich nach: „Die Damen-Bundesliga spielt Sonnabend und Montag. Da fehlen uns viele Spielerinnen. Außerdem ist die Konkurrenz groß, es gibt einige Turniere, bei denen es mehr Preisgeld gibt. Die Spielerinnen, die übrig bleiben, gehen dann natürlich dorthin, wo es mehr zu verdienen gibt.“

Höheres Preisgeld

Mehr Preisgeld wird in diesem Jahr in der Herren-Konkurrenz verteilt. Während es bei den Damen weiterhin 3000 Euro gibt, die verteilt werden können, wurde das Turnier der Männer hochgestuft. Hier geht es um 5000 Euro – sicherlich ein Kriterium, warum die Nachfrage besonders groß ist.

In den Qualifikationsspielen treten die Herren am Freitag ab 16 Uhr an, um die acht noch fehlenden Teilnehmer für das Hauptfeld zu ermitteln. Das kann sich von der Besetzung her sehen lassen: Robert Strombach (Jahrgang 1999) führt die Setzliste an. Die Nummer 38 der Deutschen Rangliste (DR) ist auf der Anlage an der Calsowstraße kein Unbekannter. Vor zwei Jahren stand der damals an Position vier gesetzte Berliner, der für den Hauptstadtklub LTTC Rot-Weiß aufschlägt, im Finale und musste sich im Match-Tiebreak Tim Rühl (Pforzheim) geschlagen geben. Die ersten acht Spieler der Setzliste sind in den Top 100 der nationalen Rangliste zu finden. Dazu gehört auch Kim Möllers (TC Bredeney Essen/55 DR), der das Finale im vergangenen Jahr in zwei Sätzen verlor, als an Position zwei gesetzter Spieler allerdings auch dieses Mal wieder hoch gehandelt wird.

Im Hauptfeld dabei sind auch einige Stammgäste. Zweifelsohne gehört Daniel Höppner vom Braunschweiger THC dazu. Der 36-jährige Stadtmeister von 2004 gehört noch zu den gesetzten Spielern. In dieses erlesene Feld schafft es Friedrich Klasen (Hildesheimer TC Rot-Weiß/522 DR) nicht mehr. 2016 hatte der Trainer an der Tennis Base in Hannover, damals für 1899 Blau-Weiß Berlin startend, das Turnier gewonnen, in den Jahren 2015 und 2011 musste er sich jeweils im Finale geschlagen geben.

Wildcard aus alter Verbundenheit

Den Sprung direkt ins Hauptfeld hat auch Hannes Meier vom TSC Göttingen geschafft, über eine Wildcard spielen hier der Osteröder Felix Rauch (TC Alfeld), Sebastian Schmiedl, Benjamin Tzschentke und U16-Landesmeister Armin Trklja (alle TSC Göttingen). Eine solche hat auch der Senior im Feld, der 44-Jährige Alexander Mühler (HTC Schwarz-Weiß Bonn), erhalten. Der LK2-Spieler hatte 1998 das Finale in drei Sätzen gegen den TSCer Arne Schwennicke verloren, fünf Jahre später verlor er im Endspiel gegen Heiko Bollich (Reutlingen) ebenfalls in drei Sätzen. „Er hat die Wildcard aus alter Verbundenheit bekommen“, sagt von Kallay.

Die Setzliste des Damenfeldes führt Shaline Pipa (DTV Hannover/DR 41) an. Die Finalistin des vergangenen Jahres hat Konkurrentinnen im Nacken, die in Göttingen ebenfalls schon gewonnen haben oder weit gekommen sind. Für Juliane Triebe (Berliner Sportverein/DR 49) ist die Anlage an der Calsowstraße ein gutes Pflaster: 2016 gewann sie das Turnier, 2017 musste sie sich im Finale geschlagen geben. Vinja Lehmann, an Position drei gesetzt, hat quasi ein Heimspiel in Göttingen. Die aus Bad Lauterberg stammende Spielerin hat schon für den TSC gespielt, inzwischen aber beim Hamburger Club an der Alster angeheuert. Vor drei Jahren musste sich Lehmann (DR 71) der Berlinerin Triebe geschlagen geben. Hier ist also noch eine Rechnung offen.

Drei Göttinger Spielerinnen sind im Hauptfeld vertreten: Neila Trklja und Samra Sulejmanovic vertreten den gastgebenden TSC, Lina Hildebrand den Stadt-Konkurrenten SCW Göttingen.

Zeitplan: Freitag, 16 Uhr: Qualifikation der Herren. – Sonnabend, 10 Uhr: Hauptfeld Herren, erste Runde. 12 Uhr: Hauptfeld Damen, erste Runde. 14 Uhr: Hauptfeld Herren, zweite Runde. – Sonntag, ab 10 Uhr: weitere Runden Damen- und Herren-Hauptfeld. – Montag, 10 Uhr: Halbfinale Damen, anschließend: Halbfinale Herren, Finale Damen, Finale Herren.

Tennis für alle und frische Erdbeeren

Tennis-Interessierte kommen nicht nur als Zuschauer über die vier Turniertage vom 7. bis 10. Juni voll auf ihre Kosten, sie haben auch die Gelegenheit sich selbst auszuprobieren. „Tennis für alle“ ist das Motto des Inklusionsmodells, das der Tennisverband Niedersachsen Bremen (TNB) zurzeit stark vorantreibt. Rollstuhl-, Blinden- und Gehörlosentennis stehen dabei im Mittelpunkt. Zwischen 13 und 14 Uhr gibt es am Pfingstsonntag, 9. Juni, Demonstrationen im Rollstuhl- und Blindentennis.

Bereits um 10 Uhr beginnen die anderen Aktionen mit einer kurzen Einweisung auf Platz 11 und dem Midcourtplatz. Kinder können sich beim Tennis-Biathlon und einer Bobfahrt ausprobieren, es werden Talentino-Fotos gemacht. Einsteiger haben auch die Möglichkeit zu testen, sich über spezielle Fitnessprogramme und Beachtennis zu informieren. Außerdem kann das Tennissportabzeichen des DTB erworben und die Geschwindigkeit beim Aufschlag gemessen werden. Der TNB ist mit dem Inklusionsmobil vor Ort.

Am Pfingstmontag, 10. Juni, gibt es wieder Erdbeeren in allen Variationen auf der Anlage. Ein Erdbeerwagen versorgt – wie schon in den Jahren zuvor – die Zuschauer.

Von Kathrin Lienig

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