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Regional ASC 46 Göttingen bejubelt ersten Heimsieg der Saison
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16:00 16.12.2019
Endlich der erste Heimsieg: Die ASC-Volleyballerinnen hatten Grund zu feiern. Quelle: Helge Schneemann
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Göttingen

 

ASC 46 GöttingenSC Spelle-Venhaus 3:2 (25:20, 18:25, 25:23, 22:25, 16:14). Die Partie wogte fünf Sätze lang hin und her, beide Mannschaften schenkten sich nichts und agierten auf Augenhöhe. Der ASC ging zweimal nach Sätzen in Führung, Spelle zog zweimal nach. Der Tiebreak wurde dann zum Spiegelbild des gesamten Matches. Das Team des Trainerduos Johannes Hellwig und Marcel Rieskamp zeigte in diesem Heimspiel aber zum ersten Mal neue Qualitäten: Die überragende ASC-Punktesammlerin Frida Randen wurde im Angriff spürbar entlastet, die Mitten Nicole Drewes und Lina Ernst erzielten mehrfach mit Schnellangriffen spektakuläre Punkte. Und über Außen agierten speziell Christine Pieper und Madlen Bauer sehr variabel und klug, ärgerten so regelmäßig die Defensive der Gäste.

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Da auch Spelle einen guten Tag erwischt hatte und besonders durch krachende Lineangriffe über Außen immer wieder ein Zeichen setzte, musste der Tiebreak entscheiden. Da erarbeitete sich der Gast über 5:2 und 10:6 schon ein kleines Polster, ehe das Team von Hellwig und Rieskamp eine weitere Stärke zeigte: Mit Moral und unbändigem Willen zog der ASC zum 11:11 wieder gleich. Unter dem Applaus des lautstark mitgehenden Publikums knallte Diagonalspielerin Randen den Ball unwiderstehlich zum 13:12 ins Feld von Spelle – doch der Gast blieb unbeeindruckt, konterte danach mit einem Ass sogar noch zum 14:13 und hatte einen ungenutzten Matchball.

Schwerstarbeit im Tiebreak

Die Nerven waren zu dieser Zeit längst bei allen Akteuren angespannt, so bekam Spelles Coach Stefan Jäger beim Stand von 11:11 wegen übermäßigem Protests die rote Karte. Beim Matchball für den ASC leisteten beide Defensivreihen mehrfach Schwerstarbeit, am Ende legte eine Angreiferin des SCS den Angriff knapp ins Aus, die Königsblauen feierten nach dem 16:14 ihren ersten Heimsieg.

„Ich bin enttäuscht. Wir haben nicht gut ins Spiel gefunden, bleiben im Block unter unseren Möglichkeiten. Der ASC gibt alles für den Sieg und wir geben durch schwankende Leistungen unseren Beitrag dazu“, sagt Spelles Coach Jäger nach der Partie. „Endlich, der erste Heimsieg. Wir hatten ein tolles Publikum im Rücken und haben als Team mit elf Spielerinnen zusammengestanden. Die Mannschaft entwickelt sich sportlich weiter, das ist erfreulich zu beobachten“, lobt Hellwig. Trotz des Sieges bleibt der ASC mit nun drei Erfolgen Tabellenletzter, Spelle rutscht auf Rang acht ab.

Immer wieder in anderer Aufstellung

SV Union Lohne – Tuspo Weende 3:1 (25:11, 17:25, 25:14, 25:23). Weende taumelt seit Wochen der Weihnachtspause entgegen wie ein angeschlagener Boxer. In Lohne verlor das Team von Coach Manuel Holst sein drittes Spiel in Folge, der letzte Sieg der Weenderinnen war Mitte November – und doch bleibt der Tuspo auch nach dieser Durststrecke mit sechs Siegen immer noch Tabellenzweiter. Gegen Lohne sagten Holst aus gesundheitlichen Gründen mehrere Spielerinnen kurzfristig ab. So musste der Trainer Libera Jody Heidel sowie die Mitten Pauline Dörsch und Katharina Kief ersetzen. Dadurch rutschte die etatmäßige Außenangreiferin Nicole Riechel auf die Mitte, Jugendspielerin Magda Lockemann kam als Libera zum Einsatz.

„Über Satz eins müssen wir nicht reden, da sitzen wir gefühlt noch im Bus. Danach finden wir ins Spiel, dominieren über 10:4 und 20:13 den Satz“, berichtet Holst. Doch seiner aktuellen Mannschaft fehlt die Stabilität, die sie zu Saisonbeginn noch ausgezeichnet hat und so ging Satz drei mit 25:14 wieder klar an das Heimteam. „Wir stehen jede Woche mit einer neuen Startsechs auf dem Feld. Da ist zu wenig eingespielt und vielleicht mangelt es deshalb an Konstanz“, sucht Holst nach Gründen.

Nichts aus Big Point gemacht

In Durchgang vier rettete Magda Lockemann in der Verteidigung einarmig einen gegnerischen Angriff, der Ball fiel direkt bei Lohne zum 23:22 für Weende ins Feld. „Das ist eigentlich ein Big Point für uns, der Genickbruch für den Gegner – doch Lohne reagiert unbeeindruckt, holt sich den Satz und somit das Match mit 25:23“, erinnert sich Holst. „Wir müssen die ersten guten Wochen, in denen alles wie am Schnürchen lief genauso aus dem Kopf kriegen wie die letzten drei schwächeren Spiele. Gegen Lintorf brauchen wir nächste Woche einen kompletten Neustart, müssen ins Match gehen als ob die Saison für uns jetzt beginnt“, fordert Holst.

Von Peter König