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Regional ASC Göttingen behält den kühleren Kopf und besiegt Neustadt
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11:57 26.02.2018
Quelle: Alciro Theodoro da Silva
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Göttingen

Im Hinspiel konnten die Neustädter ihre Größenvorteile ausspielen und dominierten mit 55 zu 34 Rebounds unter beiden Körben. Zuhause drehte Team von Headcoach Sebastian Förster den Spieß um: „Wir sind vielleicht die kleinste Mannschaft in der Liga, und sogar wenn wir gewinnen, ist das Rebound-Duell oft nur ausgeglichen. Dass wir mit 46 zu 39 mehr Rebounds als Neustadt holen, das ist beachtlich. Da haben die Jungs sehr gut am Brett gearbeitet“, lobte der ASC-Trainer seine Spieler.

Den besseren Start erwischten die Gäste, die früh versuchten, ihre großen Spieler am Korb in Szene zu setzen. Die Königsblauen setzten ihrerseits gute Ballbewegung im Angriff dagegen und konnten das erste Viertel mit 21:19 für sich entscheiden. Im zweiten Spielabschnitt blieb die Partie weiterhin ausgeglichen. Die Gäste aus Neustadt nahmen einen minimalen 41:42-Vorsprung mit in die Kabine.

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Nach dem Wiederanpfiff ergriff der ASC die Initiative und erarbeitete sich mit zehn Punkten die deutlichste Führung der Partie (65:55). Doch die Neustädter kämpften sich wieder heran. In der Schlussphase stieg die Spannung immer weiter, bis es eineinhalb Minuten vor Schluss für so manchen offenbar zu viel wurde. Nachdem der Schiedsrichter eine Spielsituation bereits abgepfiffen hatte, kam es zu einer Massen-Schubserei auf dem Parkett. Diese konnten die Königsblauen in gewisser Weise für sich entscheiden, denn die Unparteiischen disqualifizierten als Initiator des Zwischenfalls den Center der Gäste, Jandell Hersisia. Drei weitere Spieler Neustadts mussten ebenfalls frühzeitig duschen gehen, weil sie von der Reservebank aufgesprungen waren, um sich einzumischen. Vom ASC musste kein Spieler das Feld verlassen.

Nach dem Zwischenfall hatten die Neustädter die Chance, das Spiel auszugleichen. Doch Tim Christian Brauner verwandelte zwölf Sekunden vor dem Ende nur einen von zwei Freiwürfen. Andrew Onwuegbuzie machte es für den ASC besser, als Neustadt das Spiel mit taktischen Fouls noch zu retten versuchte und ihn zweimal an die Freiwurflinie schickte. Onwuegbuzie traf vier von vier Versuchen – und sicherte seinem Team mit dieser nervenstarken Leistung den Erfolg.

Nach der Partie verriet Onwuegbuzie sein Erfolgsrezept: „Ich weiß, ich treffe, auch in den letzten Sekunden. Ich gehe immer davon aus, dass er rein geht. Ich vertraue meinem Wurf.“ Dem Spitzenreiter BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen könne man mit einer ähnlich guten Leistung wenigstens ein „interessantes Spiel“ bieten, versprach Trainer Förster.

Von Helmuts Viksna